Turku Sehenswürdigkeiten

Turku (Abo) liegt in der südwestfinnischen Landschaft Varsinais-Suomi an der Mündung des Flusses Aurajoki in die Ostsee. Der Stadt vorgelagert ist das Schärenmeer mit einem ausgedehnten Archipel aus über 20.000 Schären. Der Aurajoki fließt auf einer Strecke von neun Kilometern in Ost-West-Richtung durch die Stadt. Von der Gründung im 13. bis ins 19. Jh. war Turku die wichtigste Stadt Finnlands; als Hauptstadt Finnlands fungierte es 1809-12. Heute hat Turku ca.185.000 Einwohner. Turku pflegt Städtepartnerschaft mit Rostock und Köln. Turku war Kulturhauptstadt Europas des Jahres 2011.

Sehenswürdigkeiten in Turku:

Die Burg zu Turku liegt unweit des Hafens am nördlichen Ufer des Aurajoki. Sie ist eines der wenigen Beispiele für die Burgenarchitektur Finnlands und zugleich das größte erhaltene mittelalterliche Gebäude des Landes. Die Burg wurde wahrscheinlich um 1280 gegründet. Sie wurde mehrfach umgebaut und erhielt im 16. Jh. durch den Bau der Vorburg im Renaissance-Stil ihre heutige Form.

Der prunkvolle Speisesaal und zwei Kerker sind unbedingt zu besichtigen. Sehr sehenswert ist auch die Darstellung des mittelalterlichen Turku im Historischen Museum, das sich in einem Labyrinth restaurierter Räume des früheren Zwingers befindet.

 

 

 

 

 

Der Dom von Turku ist das Wahrzeichen Turkus, das bedeutendste Beispiel für den mittelalterlichen Kirchenbau Finnlands und als Sitz des Erzbischofs von Turku die Hauptkirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche Finnlands. Der Bau des Domes begann Ende des 13. Jh., geweiht wurde er wahrscheinlich im Jahr 1300. Er zeigt deutlich den Einfluss der deutschen Backsteingotik. Die Kathedrale erhielt im 16. Jh. ihre heutige Form, nur der Turm ist aus der Neuzeit. Viele bedeutende Persönlichkeiten der finnischen Geschichte, Bischöfe und Kriegsherren, liegen hier bestattet.

Das bekannteste Grabdenkmal im Dom ist der Marmorsarkophag der schwedischen Königin Karin Månsdotter – Kaarina Maununtytär - (1550–1612). Auch unter dem Kirchenfußboden wurden Menschen beigesetzt. Es wird geschätzt, dass sich etwa 4500 Leichname unter der Kathedrale befinden. Der Dom von Turku gilt als das Nationalheiligtum Finnlands. 

Stadtgebiet Tehtaankatu in der Nähe vom Dom, ist eigentlich kein Museum, verdient aber besondere Erwähnung, da sich dort viele der historischen Turkuer Holzhäuser aus der Jugendstilzeit befinden, die in den 70er Jahren massenhaft abgerissen wurden. 

Das Freilichtmuseum und Kunsthandwerkmuseum Luostarinmäki auf dem Klosterbacken besteht aus einem Stadtteil, der den großen Stadtbrand von 1827 unversehrt überstanden hat.

Seit dieser Zeit wurden keine baulichen Veränderungen vorgenommen. Die vielen verschiedenen Handwerkerwerkstätten sind so eingerichtet, dass dort jederzeit gearbeitet werden kann.

Das KunstmuseumTurun taidemuseo - wurde 1904 im typischen finnischen Jugendstil erbaut und steht am Ende der Aurakatu. Es enthält mehrere sehenswerte Sammlungen finnischer Meister aus unterschiedlichen Zeiten bis hin zur Moderne.

Aboa Vetus & Ars Nova, das Museum für Geschichte und zeitgenössische Kunst, ist eine einzigartige kulturelle Attraktion in Turku. Das Museum ist eine faszinierende Kombination aus alt und neu, die den Besucher einlädt, die mittelalterliche Geschichte und Kultur von Finnland erkunden. Aboa Vetus ist ein unterirdisches Bereich der Ruinen, wo man  die Geschichte der ältesten Stadt erfahren kann.

 

 

 

Qwensel-Haus, die den Wohnstil der vornehmenden Gesellschaft im 18.Jh. präsentiert, sowie das Apothekenmuseum, die das Geschichte der Arzneimittel, Krankheiten und Gesundheit zeigt, bilden ein einzigartiges Ensemble mitten im Zentrum am Ufer des Aura-Flusses. Das Museum zeigt Finnlands älteste Apothekeneinrichtung, ein Apothekenlabor und Kräuterlager. Café Qwensel bietet Leckereien und Getränke im Stil des 18. Jh.

Ett Hem ist ein Museum für Wohnkultur und ein besonderes Heimatmuseum, das als Beispiel großbürgerlichen Lebens an der Wende des 19. Und 20. Jh. erhalten wurde. Alfred und Hélène Jacobsson vermachten 1928 ihr Heim und ihr gesamtes Eigentum einer Stiftung und das Museum wurde 1965 eröffnet.

Ein besuchenswertes Museum ist auch  Wäinö Aaltonen Museum of Art – Kunstmuseum  (WAM). 

Sibeliusmuseum bedankt seinen Namen den berühmtesten finnischen Komponisten, Jean Sibelius. Schon das Museumsgebäude gehört zu den Perlen finnischer Moderne. Das Museum zeigt in einer ständigen Ausstellung das Leben und Werke des großen Meisters sowie eine interessante Sammlung von Instrumenten aus aller Welt. Im Jahr 2015 wird 150. Geburtstag von Sibelius mit großen Sonderausstellung „Von Herzen für Sie“ im Museum gefeiert.

Das Turku-Zentrum wurde am östlichen Flussufer gegründet, woher die Begriffe der Turkuer „täl pual jokke“ (östliche, ältere Teil des Ufers) und „tois pual jokke“ (westliche, neuere Teil des Ufers). Das ganze Aura-Flussufer ist ein sehr beliebter Treffpunkt für Einheimische. Die vielen Flussschiffe bieten verschiedene gastronomische Möglichkeiten.

In der Nähe des Turku-Hafens liegt das Forum Marinum. Das anmutige Milieu des maritimen Wissens verbindet Stadtkultur und maritimes Flair.  Das maritime Zentrum ist ein nationales Spezialmuseum für Seefahrt und Marine. Das Areal umfasst Gebäude, alte Hafenkräne sowie faszinierende Museumsschiffe.

Suomen Joutsen ist ein dreimastiger Großsegler, der im Jahre 1902 in  Frankreich gebaut wurde. 1956 wurde sie zu einem stationären Schulschiff der finnischen Marine umfunktioniert. Seit 1991 liegt sie im Hafen von Turku auf dem Aurajoki als Museumsschiff.

Die Museumsbark Sigyn ist das letzte dreimastige Holzsegelschiff, das als Handelsschiff gebaut wurde und noch tragend ist. Sie wurde 1887 in Schweden  gebaut. 1913 wurde das Schiff jedoch in einem Sturm so schwer beschädigt, dass es nicht mehr seetüchtig war. Daraufhin wurde es repariert und zu einer Schonerbark umgebaut.

Im Sommermonaten gibt es Turku Sightseeing-Tours mit dem Bus (Dauer etwa 2 Std.); Führungen auch auf Englisch. Für Kinder gibt es eigene Koiramäki Rundfahrten im roten Bus nach Motiven des Buches von Mauri Kunnas. Jokke Jokijuna-Cityzug  bietet Uferrundfahrten. 

Muminwelt (Muumimaailma) ist im Jahr 1993 gegründeter Themenpark in
Naantali
(ca. 20 km von Turku), auf der Insel Kailo, dessen zentrales Thema die Mumins sind. Besichtigen kann man das blaue Muminhaus, das Emma-Theater, Papas Schiff und der Märchenweg, sowie das neueste Haus der Mumintroll.

 

Flowpark ist ein ökologischer Abenteurpark. Er bietet über 120 verschiedene Aufgaben, teils in 20 m Höhe, bei denen die Gleichgewicht und Koordination verlangt wird. Im Park sind auch drei in Bodennähe angelegte Kinderparcours für die Kleinen ab 3 Jahren.

Wasserpark JukuPark liegt nur drei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

Andere für Kinder großen Renner sind Biologisches Museum Diodraamamuseo, Ispoinen Badstrand, die Parks Kupittaa (Seikkailupuisto – Abenteurpark) und Mannerheim.

Der botanische Garten der Universität Turku befindet sich auf der Insel Ruissalo und fungiert sowohl als Forschungsinstitut als auch ein Schaufenster in die Welt der Pflanzen. Es zeigt über 5000 verschiedene Pflanzenarten und –sorten. In Ruissalo gibt es außerdem einzigartige Natur mit  berühmten Eichenwälder, Villen aus dem 19.Jh., gut ausgebaute Fahrradnetz, Uferfelsen und fantastische Sandstrände.

Der Ochsenweg von Häme ( Hämeen Härkätie) ist eine ca. 160 km lange Themenstraße, die vom Dom zu Turku nach Burg Hämeenlinna führt.