Südtirol –Vinschgau Sehenswürdigkeiten

Der Vinschgau stellt den obersten Teil des Etschtals in italienischen Südtirol dar. Die Kulturregion Vinschgau ist geprägt von kultureller Vielfalt und historischen Zeugnissen. Für Naturfreunde gibt es Jahrhunderte alte Waalwege, Wanderwege, Nationalpark Stilfserjoch und ein dichtes Netz an Mountainbike-Trails. Auch bergsteigen, klettern, reiten, fischen und campen ist sehr beliebt in Vinschgau.

Skifahrer können sich in sechs sonnenverwöhnte Familienskigebiete austoben. Für Skilanglauf und Biathlon gibt es im Martelltal und Schlinig jeweils eigene Zentren. Auch zum Schneeschuhwandern und für Skitourengeher finden sich zahllose Tourenziele. Egal, ob man den Tag mit Eislaufen, Rodeln, einer Pferdeschlittenfahrt oder sportlichen Herausforderungen wie Eisklettern verbracht hat, gibt es im Vinschgau viele

Wellnesseinrichtungen (u. A. Aquaforum in Latsch, Sport+Well in Mals und Therme Meran), auch mit Sauna, wo man müde Knochen wieder munter für den nächsten Tag macht.

Bereits die antiken Einwohner (Kelten, Römern und rätischen Venosten) hinterließen an der Etsch ihre historischen Spuren und Kulturerben. Das Land war einerseits Verbindungsroute und Ort für den Marmorabbau, andererseits aber auch ein Tal der Stille und des Rückzugs. Dadurch sind wertvolle Baudenkmäler bis heute erhalten geblieben. Überall im Tal finden sich Sehenswürdigkeiten, Burgen und Kirchen mit Fresken und Kunstwerke aus über 10 Jahrhunderten. Zu den mittelalterlichen Marktflecken gesellen sich Bauwerke aus Gotik (1140-1550), Renaissance (1500-1600) und Barock (1575-1770).

Der Reschensee mit dem romanischen Kirchturm, Wahrzeichen der Kulturregion Vinschgau, ist im Sommer ein Paradies für Angler, Surfer, Wanderer und Biker. Im Winter verwandelt er sich in einen Topspot für Eisläufer, Snowkiter und Langläufer.

Rund um den Reschenpass führen Wanderwege an vielen verzweigten Bunkeranlagen aus den zwei Weltkriegen vorbei und die können im Rahmen geführter Wanderungen besucht werden. Entlang der Reschengrenze wurde Kriegsjahren eine umfangreiche Verteidigungslinie zum Schutz vor einer Invasion des verbündeten Deutschlands angelegt. Diese bestand aus Kasernen, Bunkern, Panzersperren, Gefechtsständen, und Nachschubstraßen.

Gut erhalten ist bis heute die Panzersperre Plamort über dem Grenzdorf Reschen

Kloster Marienberg über Burgeis zeigt tolle Fresken und einem Rundbogenportal aus dem 12. Jh. Die ist höchstgelegene Benediktinerabtei Europas und ist seit über 800 Jahren bewohnt.

Von Mals bis Meran führt ein 80 km langer, einfacher Fahrradweg - die frühere Römerstraße Via Claudia Augusta - der historische Burgen, Ruinen, Kirchen  und antike Stätten im Vinschgau kreuzt. Die verbinden sich am Fuße der hochalpinen Kulisse zu einer einmaligen Kulturlandschaft. Die Römer nutzten den Verbindungsweg der Kelten über die Alpen und bauten ihn zur "Via Claudia Augusta" aus. Das einmalige Bahn & Bike Angebot bietet Radverleih und -rückgabe an verschiedenen Bahnstationen entlang der Strecke.

Die historische Kleinstadt Glurns ist ein Juwel an der Etsch und hat sich seit Jahrhunderten äußerlich kaum verändert. Unterhalb des mystischen Tartscher Bühels im Obervinschgau liegt der die kleinste Stadt der südlichen Alpen mit ihren rund 900 Einwohnern.

Sie besitzt neben einem mittelalterlichen Stadtkern die einzige vollkommen erhaltene geschlossene Wehranlage (aus Anfang 16. Jh.) der Alpen mit seiner 10 m hohen Ringmauer sowie mit ihren zehn Wehrtürmen und drei Tortürmen.

Im Jahre 1304 wurde die Kleinstadt erstmals urkundlich als Stadt erwähnt. Sie war ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt an der Handelsroute Via Claudia Augusta und auch äußerst bedeutsam als Markt für den Salzhandel. Die  mittelalterlichen Herrschaftshäuser, Gewölbe und mediävale Lauben, herrschaftliche Kirchen und das Schloss zu Glurns sind auch einen Besuch wert.

 

 

Die Churburg bei Schluderns ist eines der mächtigsten Renaissanceschlösser (1256) in den Alpen. Neben einer bedeutenden Rüstungs- und Waffensammlung birgt die Burg auch die Jakobskapelle, das Jakobszimmer und den Arkadengang. Die Burg kann bei Führungen besichtigt werden.

Die berühmte Stilfserjoch Panoramastraße zählt zu einer der ältesten Fahrstraßen des Alpenraumes (1818) und ist die höchste Pass-Straße Italiens (2757 m.ü.M.). Sie verbindet Veltlin mit Vinschgau mit einer Gesamtlänge von 49 km und hat eine Steigung zwischen 7% und 15%. Viele Museen und Informationszentren erzählen von den Eigenarten des Lebens an der Grenze im rätischen Dreieck.

Der Nationalpark Stilfserjoch ist das zweitgrößte Naturschutzgebiet im Alpenbogen mit seinen Gletschern und Felsregionen und. 40% seiner Fläche liegen in Südtirol und der größte Teil des Südtiroler Parkabschnittes liegt wiederum im Vinschgau. Man findet hier alle alpinen Klimazonen. Es gibt Gebiete auf nur 650 m ü. M. (Talböden bei Latsch), die von ausgedehnten Bergwäldern, Wiesen und Almen jenseits der Baumgrenze bestehen sowie die hochalpinen Gletschergebiete auf knapp unter 4000 m ü.M.

Als höchster Gipfel Südtirols (3905 m) bietet der Ortler im Nationalpark Stilfserjoch einen großartigen Überblick von den Ötztaler Alpen bis zu den Dolomiten, bei optimalen Bedingungen sogar bis tief in die Zentralschweiz. Der Anstieg auf den Ortler ist zwar nur erfahrenen Alpinisten vorbehalten.

Waalwege heißen die Pfade und schmalen Kanäle, die vor Jahrhunderten angelegt wurden, um den Menschen die Bewässerung ihrer Felder zu garantieren. Heutzutage fungieren sie als Wanderwege im Vinschgau, die sich meist ohne nennenswerte Steigungen am Sonnenberg oder Nörderberg entlang ziehen.

Ohne Waale hätte es im Vinschgau mit seinem Trockenklima und den geringen Niederschlägen oft Dürreperioden gegeben. Die Waalwege bieten grandiose Fernblicke auf die mächtigen Gebirgsketten und über das Tal. Sie kann man rund ums Jahr begehen und somit zählen zu den beliebtesten Wanderwegen Südtirols für Familien und  Genuss-Wanderer.

Die einzigartige Flora und Fauna im Vinschgau bietet auch für Naturliebhaber und Botaniker interessante Einblicke.

Eingefasst von hohen Gebirgszügen ist der Vinschgau gegen Niederschläge aus dem Norden und Süden weitgehend abgeschirmt. Der Sonnenberg ist die heiße Seite der Alpen.

Die Pflanzen- und Tierwelt ist perfekt an die flirrende Hitze mit Bodentemperaturen von bis zu 70°C im Sommer angepasst. Der Nörderberg  ist dagegen kühl und grün. Eine spezielle Mikroklima hat der Landschaft einen besonderen Charakter verliehen: grüne Wiesen und dichte Gebirgswälder bedecken die sonnabgewandten Hänge am Nörderberg.

Ferienregion Latsch-Martelltal bietet mit seinen 315 Sonnentagen für Wanderer, Biker und Gipfelstürmer ideale Bedingungen für einen Aktivurlaub. Rund um Latsch und Martell  finden sich einige der schönsten und ursprünglichsten Waalwege des Landes, z.B. der Latschander Waal (von Latsch nach Kastelbell wurde in den Jahren 1872/1873 angelegt und ist ein idealer Spazierweg für die ganze Familie), der Raminiwaal und Rautwaal 

sowie der ganzjährig wasserführende Marteller Holzrinnenwaal oder der Tarscher Jochwaal.

Ramini-Montani Runde von Tarsch nach Morter führt über den Raminiwaal und den Jägersteig vorbei an den Burgruinen Montani und wieder retour. Die Route kann man je nach Laune verkürzen oder verlängern.

Entlang den alten Waalwassern ist eine entspannte Rundwanderung, die Wanderer die traditionellen Latscher Bewässerungsanlagen entlang führt. Ausgehend von Morter geht es vom Mareinwaal über den Neuwaal und den Rautwaal. Die Felszeichnungen der Waaler am Neuwaal sind sicherlich der Highlight der Wanderung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eingebettet in den Apfelgarten Südtirols, liegt der quirlige Hauptort Latsch mit seinem historischen Dorfkern. Hier, im Herzen des Vinschgaus treffen sich auf 639 m Seehöhe das milde, alpin mediterrane Klima des Etschtales und das sonnig-trockene Klima des Sonnenberges. Das Kulturangebot in Latsch groß. Neben zahlreichen Kirchen und historischen Bauernhöfen reichen die sichtbaren Spuren in Latsch bis in die Vorzeit zurück. Das Gebiet zählt zu den burgenreichsten Regionen in Südtirol.

Ansitz Mühlrain ist ein bemerkenswerter Barockbau mit Fresken und Stuck-Arbeiten aus dem späten 16. Jh. Besuchen sollten Sie unbedingt auch das historische Spital, das heute als Museum dient. Die Spitalkirche zum Heiligen Geist mit ihrem spätgotischer Altar, der zu den wertvollsten – weil vollständig erhaltenen – Flügelaltären in Südtirol gehört, ist auch Besuches Wert.

Zum Gemeindegebiet gehören neben dem Hauptort Latsch auch die Ortschaften Morter, Tarsch, St. Martin und Goldrain. Schloss Goldrain ist einen Besuch wert, besonders während jährlich abgehaltener Sommernachtskonzerte.

In der Burg Obermontani, wurde eine Handschrift des Nibelungenliedes gefunden, das zu den ältesten literarischen Dokumenten in deutscher Sprache zählt.

 

 

 

 

 

In Morter findet man "Sixtinische Kapelle Südtirols" wegen ihrer Wandbemalungen in der Burgkapelle St. Stefan.

Sehenswert ist auch die romanische St.Medardus-Kirche (11. oder 12. Jh.) mit Rundbogenfriesen und gekuppelten Rundbogenfenster am Turm sowie Wandgemälden im Inneren (13.-15. Jh.) in Tarsch.

Neben der Kultur dominiert die Stadt ein großes Freizeit- und Sportangebot, u. A. Aquaforum. Eine Rafting-Fahrt auf der Etsch ist eine wahrhaftig mitreißende Abwechslung für Groß und Klein. Mountainbiker und Freerider fühlen in Latsch wie in Paradies mit abwechslungsreichen Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Sie finden im Vinschgau ein dichtes Netz von über 80 erstklassig gekennzeichneten Flowtrails. Einige der Single Trails in der Talsohle und in niedrigen Lagen eignen sich für Einsteiger, andere sind auch für passionierte Hochgebirgsbikern beliebte Herausforderungen. Die MTB-Routen im Vinschgau sind nach dem MTB Leitsystem ausgearbeitet und werden einheitlich beschildert.

Der landschaftlich unvergleichliche Sonnenberg bietet einmalige Höhenwanderungen, etwa am Hochplateau in St. Martin im Kofel, In wenigen Minuten bringt die Seilbahn in Latsch die Wanderer in das romantische Bergbauerndorf St. Martin im Kofel (1740 m), die ein idealer Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Wanderungen ist.

Mitten im kleinen Dorf findet sich die Wallfahrtskirche Zum Heiligen Martin aus dem 16. Jh., die mutmaßlich auf einem früheren, heidnischen Höhlenheiligtum errichtet wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Wanderwege auf den Sonnenberg bieten Panoramablicke - bis in die Dolomitenund gehören seit 2009 zu UNESCO Welterbe.

Ab Parkplatz Seilbahn St. Martin startet noch die Annenberger Böden Tour und  bietet einen 6 km langen Tour, die einiges an Kondition benötigt, aber auf dem Hochplateau angekommen genießt man aber einen bezaubernden Rundblick.

Vermoispitze liegt in 2929 m Höhe und bietet unbeschreiblich grandiosen, schönen und tollen Blick – auch bis hin zu Dolomiten. Die Route ist nicht für Anfänger, weil die Steigung am Ende echt steil ist und man fast 1300 Höhenmeter überwinden muss.   5 – 7 Std. für den Auf- und Abstieg ab Bergstation St. Martin im Kofel sowie einen Aufenthalt oben auf dem Gipfel sollte man schon einplanen, Motivation und viel Trinken und etwas Proviant dabei haben.

Der Vinschger Höhenweg ist eine 108 km lange Strecke, die teils auf bestehenden und teils neuen Fußwegen läuft, teilweise auch auf den Vinschger Waalwegen oder entlang alter Verbindungswege zwischen Bergbauernhöfen. Der Mehrtagestour (empfohlen in 6 Tagen) ist ein echtes Erlebnis für passionierte Wanderer. Er verläuft von Staben im unteren Vinschgau bis zur Etschquelle am Reschenpass im Dreiländereck und  entlang der artenreichen Vegetation.

Die St. Martin Egg-Forra Runde ist auch für weniger geübte Wanderer zu empfehlen und führt vom Bergstation St. Martin im Kofel nach Vetzan. Auf einer Länge von 11 km führt der Weg an teils bewohnten, teils aufgelassenen Bergsiedlungen vorbei, die als Synonym für die Extremsiedlungen am Sonnenberg geworden sind.

Die 12 km lange Ritter-Runde führt an sieben Burgen, Ruinen und Ansitzen vorbei rund um Latsch. Der kulturelle Erkundungs-Wanderweg ist auch für ungeübte Wanderer geeignet.

Der familienfreundliche Südtiroler Erdbeerweg im Martelltal mit 7-9 Themenstationen führt mitten durch die Erdbeerfelder des Tals vorbei an Bauernhöfen, in denen die süßen Früchte verkostet werden können. Der rund 8 km lange Weg ist in guter 2 Stunden zu bewältigen.

Durchs Martelltal führt auch der lehrreiche Waldbergbauernweg. Der Gletscherlehrpfad eröffnet einen einmaligen Blick auf das ewige Eis, glitzernde Gletscherseen und Moränen.

Die systematische Gewinnung des ´weißen Goldes´ in Laas und am nahe gelegenen Göflaner Bruch reicht weit zurück. Bereits in der Antike wurde der harte, widerstandsfähige Laaser Marmor für die Meilensteine an der Römerstraße Via Claudia Augusta verwendet. Seit dem 19. Jh. ist der hochwertige Laaser Marmor jedoch in ganz Europa ein Begriff

In Laas können interessierte Besucher an einer Marmorführung teilnehmen. Göflaner Marmorweg wurde im Sommer 2012 errichtet und präsentiert in 11 Stationen die Geschichte rund um den Göflaner Marmor.

 

Im quirligen Dorfzentrum von Schlanders laden zahlreiche Geschäfte zum Bummeln ein. Der Charme einer Kleinstadt, ländliche Atmosphäre und unberührte Natur erwarten Sie dort.

 

Die einst ländliche Gemeinde hat sich im Laufe der Zeit auf den Obstbau spezialisiert. 

Die verkehrsberuhigte Fußgängerzone rund um die engen, verwinkelten Gassen und kleinen Cafés und Geschäfte verleiht die Stadt ein urbanes Flair und lädt zum Flanieren ein.

Das Gemeindegebiet von Schlanders umfasst die Ortschaften Kortsch, Göflan, Sonnenberg, Nördersberg und Vetzan, erstreckt sich zwischen 660 und 3.366 m ü.d.M., von den sonnigen Obstgärten im Tal bis hinauf zu den Gipfeln. Die erste schriftliche Erwähnung geht auf das Jahr 1077 zurück, aber die  Ursprünge der Ortschaft liegen in der Jungsteinzeit. Noch heute zeugen zahlreiche historische Gebäude von der Wichtigkeit der Ortschaft.

Die Renaissance-Prachtbau Schlandersburg mit seinem malerischen zweigeschossigen Arkadenhof stammt aus 13. Jh., wovon noch Reste im Eingangsbereich der heutigen Bibliothek zu erkennen sind.

Schloss Schlandersberg (aus 16. Jh.) steht hoch über Schlanders auf kahlen Felsen und ist im Privatbesitz, wie viele Schlösser und Burgs in Südtirol.

 

 

 

 

Das Wahrzeichen der Stadt gilt die gotische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, deren Kirchturm mit 97 m der höchste Tirols ist (rechst im Bild). Die Spitalkirche ist ein gotischer Bau aus dem 14. Jh. und zeigt im Inneren Fresken aus dem 13. und 16. Jh.  Die Kapuzinerkirche und das Kapuziner-Kloster wurden 1644 in Schlanders erbaut. Derzeit leben fünf Kapuzinerpatres im Kloster.

Traditionsreicher Kurort und das zweitgrößter Stadt Südtirols Meran besitzt Mediterranes Klima und eine südländische Vegetation, eingebettet in eine prächtige alpine Kulisse mit eindrucksvollen Bergspitzen. Auch heute noch locken Traubenkuren und Sissi-Bäder zahlreiche Besucher in das Städtchen.

Das Kurhaus von Meran, ein Meisterwerk des Jugendstils, ist der Wahrzeichen der Stadt. 1874 eröffnete man den historischen Bau. Heute steht er für viele verschiedene Veranstaltungen wie z.B. Konzerte, Kongresse, Bälle, Bankette, Präsentationen und Pressekonferenzen zur Verfügung. 

Das Internationale Weinfestival & Culinaria im Kurhaus und das Meraner Altstadtfest finden jedes Jahr statt. Unzählige Museen und historische Lauben sowie die Botanischen Gärten von Schloss Trauttmansdorff locken viele Touristen. Hier spazierte schon die österreichische Kaiserin Sissi, verheiratet mit Kaiser Franz Joseph I. 

Waldgärten, Sonnengärten, Wasser- und Terrassengärten und Landschaften Südtirols - warten in Trauttmansdorff darauf, von Ihnen erkundet zu werden. Hier findet man eine oder andere seltene Pflanzenart. Anzutreffen ist z.B. ein 700 Jahre alter und fast 6 Tonnen schwerer Olivenbaum oder ein Exemplar der bereits ausgestorben geglaubten Wollemia nobilis. Umgangssprachlich wird er jedoch Wollemi Kiefer genannt, obwohl er nicht zur Gattung der Kiefern gehört. Eines der wohl kuriosesten Stücke hingegen ist ein 2.400 Jahre alter Traubenkern aus Südtirol. Im Frühling sollten man  die Tulpenblüte – mit mehr als 200.000 Tulpen – nicht verpassen.

Die historische Altstadt ist der lebendige Mittelpunkt Merans. Hier trifft man sich, zum Bummeln und zum Schauen. Im Herzen der Altstadt liegt die mittelalterliche Laubengasse, welche im 13. Jh. von den Grafen von Tirol erbaut wurde und deren zwei Flanken in flussseitige “Wasserlauben” und bergseitige “Berglauben” unterteilt werden.  Zahlreiche Torbögen und zierliche Erker zieren die Gasse und neben traditionsreichen Geschäften finden sich hier noch Wirtsstuben von alter Südtiroler Gastfreundlichkeit.

Die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus mit seinem 80 m hohen Turm und den gewaltigen Christophorus-Fresko an der Außenwand am Ende der Lauben ist ein schöner, spätgotischer Bau aus dem 14. und 15. Jh. Von hier gelangt man zu den schönen alten Stadtteil Steinach, wo im 13. Jh. mit dem Stadtbau begonnen wurde. Wacker aus dem Boden ragt hier auch eines der insgesamt drei noch erhaltenen Stadttore Merans, das Passeirer Tor. Von hier aus empfiehlt sich ein gemütlicher Spaziergang entlang der Meraner Kurpromenade. 

Meran hat Museen anzubieten: Naturmuseum Südtirol, Palais Mamming Museum, Frauenmuseum, Jüdisches Museum sowie Museum Landesfürstliche Burg.

Der Untermaiser Pferderennplatz ist Austragungsort des jährlichen Haflinger Galopprennens und des hochdotierten Großen Preises von Meran Forst, einen Hindernisrennen (Steeple-Chase). Der Rennplatz zählt zu den schönsten Pferdesportanlagen Europas und bietet in einem 40 ha großen Areal über 5 km langen Rennbahn.

800 Schlösser und Burgen sind in ganz Südtirol verteilt und sehr viele liegen in Meran und seinen umliegenden Tälern. Jedes einzelne dieser historischen Bauwerke zeichnet sich durch Besonderheiten aus.  

Einer davon ist das Messner Mountain Museum Juval. MMM Juval ist im Privatschloss Reinhold Messners im Vinschgau untergebracht und dem Mythos Berg und dessen Kultur gewidmet.

Hier bekommt man seine umfangreiche Abenteuer-Bibliothek und

Tibetika-Sammlung, der Tantra-Raum, die Maskensammlung aus fünf Kontinenten, eine Bildergalerie zu den heiligen Bergen der Welt, sein Expeditionskeller und Renaissance-Fresken zu sehen.

Die erste urkundliche Erwähnung des Kastells fällt ins Jahr 1278. 1983 kommt die Ruine zum Besitz von  Reinhold Messner und renoviert die Anlage in den folgenden Jahren nicht nur mit viel Feingefühl und unter Berücksichtigung der früheren Bauphasen, sondern füllt sie zudem mit neuem Inhalt: Mittelalterliche Mauern wurden mit moderner Architektur und Fremdländischem verknüpft und Sammlungen integriert. Das Schloss wird daher Wohnsitz und Museum zugleich.

Um den weiteren Verfall des ruinös verfallenen Nordtraktes aufzuhalten, wird ein Glasgiebeldach angebracht. So bleibt das historische Gemäuer bestehen und wird geschützt. Besichtigung ist unter Führung möglich.