St. Petersburg Sehenswürdigkeiten

Die alte Zarenstadt Sankt Petersburg ist die nördlichste Millionenstadt weltweit (ca. 5 Mio. Einwohner) und nach Moskau die zweitgrößte Stadt in Russland. Die Metropole erstreckt sich über 40 Inseln im Delta des Newa-Flusses. Wegen seiner vielen Brücken und Kanäle nennt man St. Petersburg auch das Venedig des Nordens. Es gibt 342 Brücken, die 42 Inseln zusammenfügt; 13 davon werden im Sommer nachts für die Schiffe geöffnet. Eigentlich baute Zar Peter der Große St. Petersburg aber nach dem Vorbild von Amsterdam. Anders als oft angenommen, hat Peter der Große die Stadt nicht nach sich selbst benannt, sondern nach seinem Schutzheiligen, dem Apostel Simon Petrus. 1914 bis 1924 hieß die Stadt  Petrograd und sie wurde von 1924 bis 1991 zu Ehren von Lenin, dem Gründer der Sowjetunion, Leningrad genannt.

Die Stadt hat in ihrer nur 310 Jahre kurzen Geschichte enorme Höhenflüge und katastrophale Krisen durchgemacht. Und doch kam sie immer wieder fest auf dem sumpfigen Boden zu stehen, auf dem sie nach dem Willen Peters des Großen errichtet worden war. Die historische Innenstadt mit 2.300 Palästen, Prunkbauten und Schlössern gehört dank seiner beeindruckenden Architektur  längst dem Weltkulturerbe der UNESCO an. Selbstredend hat in Sankt Petersburg die Kultur besonderes Gewicht.  Bildung und feine Künste stehen seit jeher im Fokus der Öffentlichkeit. Die Akademien, die Museen, die Bühnen der Metropole – auch international genießen viele Adressen hohe Anerkennung. Neben Dostojewskis Schauplätzen warten auf Reisende 45 Galerien, 221 Museen und über 2.400 Unesco-Denkmäler.

Der Newski-Prospekt führt von der Großen Newa im Westen von St. Petersburg über vier Kilometer quer durch die Stadt bis zum Hauptfluss der Newa. Er ist eine der prunkvollsten Straßen in Russland und die Flaniermeile von St. Petersburg. Die Straße wurde zwischen 1711 und 1721 als Verbindung zwischen der Admiralität im Westen und dem Alexander Newski Kloster im Osten der Stadt angelegt. Entlang des Newski-Prospekts und in seiner nahen Umgebung befinden sich die meisten Sehenswürdigkeiten von St. Petersburg - prachtvolle Bauten des italienischen Barock mit russischen Stilelementen und Jugendstilfassaden. Überall sind Straßencafés, Restaurants und Geschäfte.

Der Heumarkt (Sennaja ploštšad) wurde 1737 als ein Markt gegründet, wo Heu, Brennholz und Vieh verkauft wurden. Es wurde unter der Verlängerung der Garten-Straße gebaut, und wuchs schnell, das preiswerteste und der aktivste Markt in St. Petersburg werdend.

Die besonders reichen russischen Adelsfamilien wie die Jussupows wollten allen zeigen, dass der Glanz ihrer Privatpaläste mit dem der Zarenpaläste wetteifern kann. Es gibt im Jussupowpalast (Moika-Palast) auch ein "kleines" Privattheater für fast 200 Zuschauer. Doch der Palast berichtet den Besuchern mehr als nur über die Lebensweise einer der reichsten Familien Russlands, sondern erzählt auch die spannende und geheimnisvolle Geschichte der Ermordung vom Mönch Grigorij Rasputin, dem Berater der letzten Zarenfamilie, der hier im Jussupow-Palast am Mojkafluss am 17. Dezember 1916 von u.a. dem Fürsten Felix Jussupow umgebracht wurde. Die Wachsfigurenausstellung, die im Jussupow-Palast auch zu besichtigen ist, schildert dieses Ereignis besonders bildhaft.

Nur wenige Schritte vom Newski-Prospekt, an Fontakaufer steht der Scheremetew-Palast. Der wurde einst von der vornehmsten Feldmarschall Boris Sheremetev im Jahre 1712 erbaut. Der Palast gehörte zu den 18. Jh. große Gebiete des Landes, hat auch eine eigene Klinik und Theater. Der Palast ist auch bekannt als das Brunnen-Haus – wegen seinen prunkvollen Brunnen. Der südliche Flügel des Palasts befindet sich das Gedächtnismuseum von Anna Akhmatova, wo der große Dichter des 20. Jh. von der Mitte der 1920er Jahre bis 1952 lebte.

Menschikow-Palais ist ein barockes Palais und der erste große Steinbau in der zeitweiligen St. Petersburg. Der auf der Wassiljewski-Insel an der Großen Newa gelegene dreistöckige Palast wurde ab 1713 gebaut und Innern luxuriös ausgestattet. Nach einer langjährigen aufwändigen Renovierung wurde 1981 im Palais eine Zweigstelle des Staatlichen Eremitage-Museums untergebracht. Hierzu wurde ein Teil der Wohnräume des Fürsten Menschikow originalgetreu wiederhergestellt und kann besichtigt werden. Ungewöhnlich sind die vier Räume, die mit Fliesen aus holländischen und St. Petersburger Manufakturen ausgekleidet sind.

 

Das Stroganow-Palais ist ein 1754 fertiggestelltes barockes Palais und eines der im Originalzustand erhaltenen barocken Bauwerke des italienischstämmigen Architekten Bartolomeo Francesco Rastrelli. Das heutige dreigeschossige Palais einschließlich des Flügels von der Seite der Moika-Uferstraße sowie der 50 Paradesäle im Inneren. Von den letzteren sind heute der Große Saal und das zentrale Vestibül im Originalzustand erhalten. In dem Ensemble der klassizistischen Paradesäle sind unter anderem die Gemäldegalerie, der Parade-Speisesaal sowie das Mineralienkabinett des Grafen Alexander S. Stroganow erwähnenswert. Zudem befindet sich im Palais ein Wachsfigurenkabinett, dessen Figuren nicht nur sämtliche Mitglieder des Stroganow-Hauses darstellen, sondern auch Vertreter des Kaiserhofs sowie die Architekten, die an der Gestaltung des Palais mitgewirkt haben. Der frische rosarote Fassadenanstrich mit dekorativen Elementen in Weiß verleiht den Fassaden eine feierliche, ebenfalls für den reifen Barock typische Gestalt. Das krönende Element des Außendekors ist der Dachgiebel zum Newski-Prospekt hin, in dessen Mitte eine Reliefabbildung des Familienwappens der Stroganows an die Namensgeber des Gebäudes erinnert.

Der Marmorpalast liegt am Palastufer der Newa, gegenüber der Peter-Paul-Festung. Der monumentale Bau beeindruckt bis heute durch seine strenge Schönheit. Der 1768-85 erbaute Marmorpalast war das erste Gebäude in Russland, das mit Natursteinen – Granit und Marmor – verkleidet wurde, und zwar von Innen und von Außen. Heute sind nur noch die Fensterrahmen des ersten Obergeschosses der Ostfassade sowie alle Balkongeländer des Palastes vergoldet. Während der Sowjet-Zeit wurde die Inneneinrichtung des Marmorpalastes so gut wie vernichtet. Bei der umfassenden Renovierung wurden viele dekorative Elemente originalgetreu rekonstruiert. Beeindruckend ist die in Grautönen gehaltene Paradetreppe, der mit weißem Kunstmarmor verkleidete und im gotischen Stil gehaltene Große Weiße Saal und natürlich auch der Marmorsaal.

Reiterstatue des Zaren Alexander III steht im Innenhof des Marmorpalastes.

 

Die Bootsfahrt gewährt eine ganz besondere Perspektive auf die Stadt und bietet unvergessliche Eindrücke, indem sie St. Petersburg sich vor Ihren Augen als Venedig des Nordens entfalten lässt, mit seinen zahlreichen in Granit gefassten Flüssen und Kanälen und unzähligen Brücken (340), wovon jede ihren eigenen Charakter hat. Bei der Bootsfahrt kann man die Schönheit der Stadt aus einem anderen Blickwinkel zu genießen, vorbei unter vielen historischen Brücken und mit einem unvergesslichen Blick auf die Gebäude entlang der Uferpromenade.

Die Eremitage an der Newa ist eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Museum ist in fünf historischen Palästen untergebracht. (Kleine Eremitage, Große Eremitage, Neue Eremitage, Eremitage-Theater und Winterpalast, die einstige Zarenresidenz). 1754 war der Baubeginn von Rastrelli´s und dem heutigen Winterpalast. Leider erlebte die Zarin Elisabeth nicht die Fertigstellung des neuen Winterpalastes. Katharina die Große war eine leidenschaftliche Kunstsammlerin. Im Archiv des Museums befinden sich fast drei Millionen Objekte. In mehr als 350 Sälen sind über 60.000 Exponate ausgestellt.

Die Prunksäle findet man hauptsächlich im Winterpalast. Die Sammlung der Eremitage ist fast zehnmal so groß wie die des Louvre in Paris.

Zu den bedeutenderen Teilen der Sammlung gehören zum Beispiel das Gold der Skythen, umfangreiche Sammlungen römischer und etruskischer Kultur und die größten und besterhaltenen Museumsbestände über die Hunnen. Zu den Sammlungen russischer Kunst gehören Ikonen seit dem 12. Jh., Juwelen aus der Fabergé-Werkstatt, Teppiche, Porzellan und über 300 Zarengewänder von Peter dem Großen.

In 120 Räumen befinden sich vor allem Werke italienischer, französischer, niederländischer und flämischer Maler, ebenso gibt es die Themenbereiche englische und deutsche Kunst. Der russische Kaiserhof genoss im 18. Jh. einen besonderen Ruf als einer der größten Aufkäufer von wertvollen Sammlungen. 1772 ging eine der berühmtesten Kollektionen der Zeit, die Sammlung Crozat, in russischen Besitz über. Darunter waren u.A. Tizians Danaë, Raffaels Heilige Familie sowie Rubens Bildnis einer Kammerfrau. Die italienische Malerei bildet im Bereich der klassischen europäischen Kunst wahrscheinlich den wichtigsten Teil der Sammlung.

Berühmt und meist von Besuchern umlagert sind zwei der weltweit bekannten zwölf Originale von Leonardo da Vinci, die Madonna mit einer Blume (1478) und die Madonna Litta (1490/91) (im Bild).

 

 

 

 

 

Vor den Toren der Eremitage liegt auf der anderen Seite der Palastplatz mit der 500 Tonnen schweren Alexandersäule, die zu Ehren Alexanders und seiner Armee den Sieg über Napoleon demonstriert. Der Platz war auch Zeuge historischer Ereignisse. Die Säule wurde vom Architekten Auguste de Montferrand entworfen und die feierliche Einweihung fand am 30. August 1834 statt. Die Säule besteht aus einem einzigen Stück roten Rapakivigranits. Es ist 25,5 m hoch und 3,66-3,19 m im Durchmesser und wiegt 600 kg. Podest der Alexandersäule ist mit Symbolen militärischen Ruhmes verziert.

Die gegenüberliegende, südliche Seite des Platzes liegt das 580-Meter-lange bogenförmige Gebäude des Generalstabs im Stil des Empire (1819-29), in die ein doppelter Triumphbogen mit römischer Quadriga integriert ist.

Die Admiralität ist ein Architekturdenkmal und stellt ein Musterbeispiel des russischen Klassizismus dar. Anfänglich im Jahr 1704 wurde die Admiralität als Werft nach persönlichen Plänen des Zaren Peter des Großen gebaut. In Kriegszeiten musste die Werft geschützt werden, deshalb stellte die Admiralität 1706 eine Festung dar. Sie war mit Erdwällen und fünf Bastionen umgeben. In den 1730er-Jahren entstand der Torturm mit der 72 m hohen Spitze. 1806-23 erhielt die Admiralität ihr heutiges Aussehen mit einer 400 m langen Fassade. Heute beherbergt der Gebäudekomplex eine Marineoffiziersschule. Die vergoldete Spitze des Turmes bildete den Abschluss dreier wichtigen Straßen Petersburgs: der Gorochowa-Straße, des Newski-Prospektes und des Wosnjesjenski-Prospektes.

Das Staatliche Russische Museum in St. Petersburg beherbergt die weltweit größte Sammlung russischer Kunst: Ikonen, Gemälde, Skulpturen, traditionelles russisches Handwerk sowie moderne Kunst. Die Kollektion umfasst über 400.000 Kunstwerke vom 10. bis zum 21. Jh. Die Sammlung wurde ursprünglich von Zar Alexander III angelegt. Zum Russischen Museum gehören sechs historische Gebäude, fünf davon sind Paläste, und zwei Gartenanlagen: Michailowski-Palast (mit dem Michailowski Garten), Michailowski- (Ingenieurs-) Schloss, Marmorpalast, Stroganow-Palast, Haus von Peter I, Sommerpalast von Peter I und der Sommergarten.

Das Haupthaus des Museums, das Gebäude-Ensemble des Michailowski-Palast, wurde 1819–1825 von dem Architekten Carlo Rossi entworfen. Im Park vorm Museum steht eine Statue von Alexander Pushkin (Mikhail Anikušin, 1957).

 

Das Schloss Michailovsky  ist eine ehemalige Zarenresidenz im Stil des Klassizismus. Die Michaelsburg wurde 1797-1801 von den Architekten Brenna und Baschenow auf Geheiß des russischen Zaren Paul I. Der Zar fürchtete sich vor einem Attentat. Leider war es gerade hier, wo er kurz nach seinem Einzug in der Nacht vom 12. März 1801 ermordet wurde. Die südliche Fassade des Gebäudes ist mit einem Relief ("Der Ruhm Russlands") und dem kaiserlichen Wappen geschmückt. Das Gebäude ließ er durch Zugbrücken und Gräben schützen. Seit 1994 zeigt die Michaelsburg eine Ausstellung des Staatlichen Russischen Museums und beherbergt eine Bibliothek. In der Galerie hängen Portraitgemälde bekannter Petersburger Persönlichkeiten. Die südliche Hauptfassade hat einen ionischen Portikus. Die Nordfassade ist auf den Sommergarten ausgerichtet. Die offene Terrasse ist mit dorischen Marmorsäulen, einer großen Granit-Treppe und mit Bronzestatuen von Hercules und Flora geschmückt.

Vor der Hauptfassade des Schloss Michailovsky ließ der Zar Paul I im Jahr 1801 ein Denkmal vom Peter dem Großen als Reiterstatue aufstellen mit der Inschrift "Dem Urgroßvater vom Urgroßenkel".

 

 

 

Der Sommergarten ist ein Parkensemble, ein landschaftsgärtnerisches Denkmal des ersten Drittels des 18. Jh., der auf Anweisung des Zaren Peter I in den Jahren 1704-19 angelegt wurde. In ihm befindet sich das 1710-14 errichtete Sommer-Palais Peters des Großen. Der barocke Sommergarten mit seinen beschnittenen Bäumen wurde mit Skulpturen geschmückt, die Peter der Große aus Italien kommen ließ. Der zweistöckige Palast wirkt eher bescheiden verglichen mit den Palästen seiner Nachfolger. Die Fassad  des Palastes sind mit neun maritimen Basreliefs verziert.  Im Inneren findet man mit Stoff bespannte Wände, wunderschön gekachelte Öfen mit Küchenherd, Deckenmalereien und Parkettfußböden. Heute stellt sich der ursprünglich bis zum Newskij-Prospekt ausgedehnte Garten verkleinert und im Sinne eines Englischen Landschaftsgartens umgestalteter Park dar.

Erarta Museum, das größte private Museum in Russland, repräsentiert über 2300 Werke von mehr als 250 Künstlern aus 17 russischen Regionen. Die Gesamtnutzfläche des Erarta Gebäudes beträgt 10.000 qm. Das Museum ist ein privat geführtes Museum mit einer großen Sammlung von aktueller zeitgenössischen Kunst ihre Landes.

Das eindrucksvolle weiße Gebäude der Alten Börse wurde durch zwei Schiffsschnabelförmige Säulen flankiert. Die Börse, entworfen vom französischen Architekten Thomas de Tomon und gebaut 1805-10, wurde durch die besten Beispiele der Alten griechischen und römischen Architektur begeistert.

Die zwei Schiffsschnabelförmigen Säulen, beschlagen mit den Bugen von Schiffen, dienten als Ölnavigationsleuchtfeuer in den 19 Jh. An der Basis der Säulen sitzen vier allegorischen Zeichen repräsentieren vier von Russlands Hauptflüssen - der Volga und Dnieper an der nördlichen Säule, und dem Neva und Volkhov an der südlichen Säule.

Die Isaakskathedrale ist die größte Kirche in St. Petersburg und einer der größten sakralen Kuppelbauten der Welt; eines der feinsten architektonischen Bauwerke vom Architekten A. Montferrand. Die Kirche ist 111 m lang, 97 m breit und 101,50 m hoch. Der Durchmesser der vergoldeten Hauptkuppel beträgt 26 m. In der Kirche finden mehr als 10.000 Menschen Platz. Die prunkvollen Interieurs der Kathedrale sind mit Malerei, Bildhauerei, Mosaikwandbildern reich dekoriert. Im Jahr 1707 wurde kurz nach der Gründung von St. Petersburg mit dem Bau einer ersten Isaakskirche aus Holz begonnen. Die größte Kirche Russlands wurde in mehr als 40 Jahren, von 1810 bis 1858, gebaut. Die heutige Kathedrale (das vierte in Folge) wird mit 112 festen Granitsäulen geziert, die einzeln bis zu 114 Tonnen wiegen. Die Inschrift: "Petro Primo Catarina Secunda" heißt "Für Peter den Ersten von Katharina der Zweiten". Das herrliche Panorama der Stadt auf der Höhe 43 m von der Kolonnade wird Sie für die Mühe (Wendeltreppe mit 226 Stufen) entschädigen.

Gegenüber die Isaakskathedrale liegt die Konnogavrdeyskiy Halle, der Reithof des lebensschützende Kavallerie-Regiment, die 1804-07 gebaut wurde. Es prahlt wohl die feinste klassisch-inspirierte Fassade in St.Petersburg. Die Statuen der Castor und des Pollux mit der Erziehung von Pferden, die die Hauptsäulenhalle flankieren, sind Kopien von denjenigen, die vor dem Quirinal Palast in Rom stehen, und wurden 1816 hinzugefügt.

Das Zentrum des Isaaksplatzs bildet die grandiose Isaakskathedrale mit ihrer herrlichen goldenen Kuppel sowie das Denkmal des Zaren Nikolaus I im Süden des Platzes vor dem Marienpalast, dem heutigen Rathaus. Etwas östlich steht das legendäre Astoria-Hotel. Seinen Namen bekam der Platz nach dem heiligen Isaak von Dalmatien, dessen Feiertag am glichen Tag des Geburtstages vom Peter I ist. Der Platz ist reich an architektonischen Kunstwerken und bildet eine Art architektonische Krone.

Die Reiterstatue „Der Eherne Reiter“ (Mednyi vsadnik)  ist eines der Wahrzeichen von Sankt Petersburg. Zar Peter I sitzt hoch zu Ross auf einem sich aufbäumenden Pferd. Unter seinen Hufen wird eine Schlange zertreten. Die Zarin Katharina die Große ließ das Denkmal von dem berühmten französischen Bildhauer Étinne-Maurice Falconet errichten. Eine technische Meisterleistung war der Transport des Fundaments. Der Donnerstein genannte Monolith wiegt etwa 1250 Tonnen und wurde in einem Stück aus der Umgebung des etwa 22 km entfernten finnischen Lahti auf einer Art Kugellagerbahn und auf einem für diesen Zweck gebauten Kahn herantransportiert.

Auf dem Platze wo Alexander tödlich verblutete wurde die Erlöserkirche 1883-1912  auch als Blutkirche und Erlöser-Kirche auf dem Blut bekannt, im altrussischem Still zu Ehren Alexanders II, erbaut. Die Kirche ist mit den schönsten Mosaiken geschmückt. Die Geschichte der Kirche war sehr wechselhaft. Einst als ein Denkmal und weniger als ein Gotteshaus konzipiert, diente sie nie liturgischen Zwecken. Anfänglich als Konzerthalle und Museum, später als Theater genutzt, sollte sie in sowjetischer Zeit mehrfach niedergerissen werden und war jahrzehntelang für die Öffentlichkeit geschlossen. Erst im August 1997 wurde die 27 Jahre andauernde Renovierung abgeschlossen und das Gebäude unter großer Anteilnahme der Bevölkerung als Museum wiedereröffnet.

Das Marsfeld ist eine ungefähr zwölf Hektar große Grünfläche in der Innenstadt zwischen dem Moikakanal und dem Sommergarten. Auf ihm befinden sich vor allem die Gräber von 180 Gefallenen der russischen Februarrevolution und dort brennt eine Ewige Flamme.

Das Singer-Haus (Dom Knigi) oder auch Haus des Buches  ist ein Jugendstilbau aus dem Jahr 1904. Das siebengeschossige Haus beherbergte in seinen zwei unteren Etagen seit den 1920er-Jahren die größte Buchhandlung der Stadt.

Das Mariinski Theater (oder Mariinka) ist der Mittelpunkt des Kulturlebens von St.Petersburg. Das Theater ist eines der bekanntesten Opern- und Balletthäuser der Welt. Das Mariinski-Theater ist eines der ältesten Theater Russlands. Es wurde 1783 auf Befehl der Zarin Katharina II unter dem Namen Bolschoi Theater (das Große Theater) gegründet.

Das Alexandrinski-Theater ist eines der bekanntesten Theaterhäuser Russlands und wurde 1832  eröffnet. Das Gebäude liegt am Ostrowski-Platz in der Nähe des Newski-Prospek Sechs korinthische Säulen zieren den Portikus des Theaters. Gekrönt wird er von einem Streitwagen des Gottes Apollon, einem Werk des Bildhauers Stepan Pimenow. Das Gebäude ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Historisches Zentrum von Sankt Petersburg“.

Geschaffen von Carlo Rossi in den 1820er Jahren und 1830er Jahren wird dieses Platz nach Alexander Ostrovsky (1823-86), einen berühmten Dramatiker des 19. Jh., genannt. Eine enorme Bildsäule von Katharina der Grosse (1873) steht mitten im Platz. Die Westseite des Ostrovsky-Platzes wird durch die Nationale Bibliothek Russlands aufgenommen.

2007 wurde Mikhailovsky-Theater als St.Petersburgs renommiertstes Musiktheater anerkannt.

Der Circus Ciniselli  war der erste als fester Steinbau errichtete Zirkus in Russland. Er liegt am Ufer des linken Newa-Armess Fontanka. Die Ciniselli-Familie leitete die Zirkusbetriebe bis zu ihrer Emigration im Jahr 1921. Heutige Gebäude wurde 1877  eröffnet. Es verfügt über eine große Bühne mit 13 m Durchmesser und Stallungen für etwa 150 Pferde. In zwei Sälen des Gebäudes befindet sich seit 1928 das erste Zirkusmuseum der Welt, in dem im Jahr 2002 mehr als 80.000 Gegenstände ausgestellt waren.

Die auf der Haseninsel in der Newa gelegene Peter-und-Paul-Festung  beherbergt heute vor allem Ausstellungen und Museen. Die Festung, deren Grundsteinlegung am 16. Mai 1703 als offizielles Gründungsdatum Sankt Petersburgs gilt, wurde nie als Militärische Anlage benutzt. Original aus Holz gebaut, wurde sie komplett aus Stein 1706-40 neu errichtet; sie hat seitdem die Form eines unregelmäßigen Sechsecks. Die 12 m hohen Mauern bestehen aus Innen- und Außenmauern und haben eine Gesamtdicke von bis zu 20 m. Ab 1720 diente die Festung als Kasernenanlage und eines der berüchtigtsten  Gefängnisse des Zarenreiches. Zwei Brücken führen auf die Haseninsel mit der Peter-Paul-Festung: die Johannesbrücke im Osten und die Kronwerkbrücke im Westen.  Die Johannesbrücke  ist die älteste Brücke von St. Petersburg. 2003 wurde im Wasser links neben der Johannesbrücke eine 58 cm große Bronze-Figur eines Hasen aufgestellt. Es soll Glück bringen, den Pfosten, auf dem das Häschen sitzt, mit einer Münze zu treffen. Das Newa-Tor ist der einzige Eingang, der von der Peter-Paul-Festung direkt zum Wasser führt. Das Peterstor ist das Haupttor der Peter-Paul-Festung und erster Triumphbogen von St. Petersburg. Die allegorischen Basreliefs über dem Torbogen symbolisieren die Feier und den Sieg über die Schweden. Der Doppelköpfige Adler ist das Wappen des russischen Zarenreiches.

In der Mitte   der Festung befindet sich die 1713-32 gebaute Peter-und-Paul-Kathedrale, in deren Innenraum die meisten russischen Kaiser seit dem 18. Jh. begraben liegen. Die Kathedrale ist ein Meisterwerk Trezzinis.  Die Form der Peter-Paul-Kathedrale erinnert an ein Schiff und somit auch an die größte Leidenschaft des Zaren – die Seefahrt. Die Ikonostase ist nicht mehr wie in der altrussischen Kunst eine gemalte Bilderwand, sondern als plastisch angereichertes, barockes Architekturelement aus Triumphbogenmotiven gestaltet. Auch die Kanzel ist ungewöhnlich für eine russisch-orthodoxe Kirche. Typisch an der im holländisch frühbarockem Stil erbauten Kathedrale ist ihre lange goldene Turmspitze, die zum Wahrzeichen der Stadt gehört. Die Gesamtlänge des Glockenturms beträgt 122,5 m. Der fliegende Engel mit einem Kreuz in der Hand krönt die vergoldete Turmspitze. Der Turm hat insgesamt 140 Glocken.

Etwas östlich der Kathedrale befindet sich die Statue  Peters des Großen, wo der Zar auf einen Stuhl sitzt.

Vor der eigentlichen Festung befindet sich ganz im Osten der Haseninsel, links von dem Johannestor das Museum für Raumfahrt, dass seit 1973 hier eingerichtet ist. Hinter diesen Mauern befand sich eines der ältesten Laboratorien für Raketentechnik aus den dreißiger Jahren. Geschichte der Entwicklung der einheimischen Raketentechnik und Raumfahrt.

Das Artillerie-Museum zeigt in seine Sammlungen russische militärische Ausrüstung, Uniformen und Dekorationen und liegt auf der rechten Bank des Neva naher Peter-und-Paul-Festung.

Die barocke Vladimir Kirche wurde 1769 für das Gnadenbild der Wladimir-Gottesmutter gebaut. Der Glockenturm der orthodoxen Kirche folgte 1783 im frühklassizistischen Stil.

 

 

 

 

 

 

 

An einem schönen Plätzchen wo der Krjukowa-Kanal und der Gribojedow-Kanal sich aufeinander treffen steht die prachtvolle Barockkirche: Nikolaus-Marine-Kathedrale. Die Kirche wurde 1762 fertiggestellt und wurde dem Schutzheiligem der Seefahrer gewidmet. Die Kathedrale ist mit einer blau-weißen Fassade verziert und besteht aus zahlreichen korinthischen Säulen; sie wird von fünf vergoldeten Kuppeln gekrönt. Das Innere der Kathedrale erstrahlt in endloser Vielfalt an Ikonen und Goldarbeiten. Nach russischer Tradition besteht die Kirche aus zwei Kirchenräumen, der Unter- und der Oberkirche. In der Kirche befinden sich Gedenktafeln für die Besatzungen gesunkener U-Boote. Hier fanden auch die Trauermessen für die Mannschaft des im Jahr 2000 gesunkenen U-Boots  „K-141 Kursk“ statt.

Der im spätklassizistischen Stil  1828-35 auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes erbaute Dreifaltigkeitskathedrale wird von einer mittigen großen Kuppel und vier kleineren Nebenkuppeln gekrönt. Die Kuppeln zeichnen sich durch ihre ungewöhnliche blaue Farbgebung aus und sind mit goldenen Sternen besetzt. Kuppelanordnung und Grundriss entsprechen der altrussischen Tradition, die Portiken an den Kreuzarmfassaden dem aus Westeuropa importierten Klassizismus. Infolge der Russischen Revolution wurde 1922 ein Großteil der Kirchenschätze geplündert. Sie diente als Lagerhaus des Postministeriums und wurde erst 1990 der russisch-orthodoxen Kirche zurückgegeben. Feuer während der Restaurierung (2006) ließ die Hauptkuppel, eine der größten und bedeutendsten Holzkuppeln Europas, und eine der Nebenkuppeln einstürzten.

Im Jahre 1886 wurde vor der östlichen Kirchenfassade 30 Meter hohen Säule zu Ehren der Gewinn im türkischen Krieg von 1877-78 errichtet. Innerhalb der Säule geht  die Treppe hinauf zu der Göttinnenstatue mit Flügel.

 

 

Das Smolny-Kloster wurde von Zarin Elisabeth I als Altersruhesitz geplant und von dem italienischen Baumeister Rastrelli in den Jahren 1748-57 erbaut. Das Kloster ist in Form eines griechischen Kreuzes angelegt, in dessen vier Ecken einkupplige Kirchen integriert wurden. In der Mitte Gelände befindet sich die Smolny-Kathedrale. Die wurde von Baumeister Stassow im damals vorherrschenden neoklassizistischen Stil prunkvoll ausgestaltet und enthält ein Silbertabernakel, der einem Tempel mit 24 Säulen und einem Altar in der Mitte ähnelt. Am 22. Juli 1835 wurde die Kathedrale gesegnet. Heute dient der Innenraum der Kathedrale unter anderem als Konzertsaal.

Das Alexander-Newski-Kloster liegt am Ende des Newski-Prospekt am Ufer der Newa. Hier sind mehrere Prominentengräbern untergebracht. Nach Order von Peter der Großen wurde 1713 eine Holzkirche eingeweiht. Als ersten Großbau des Klosterkomplexes errichtete Trezzini 1717-22 die Mariä-Verkündigungs-Kirche an der Nordecke des vierflügeligen Klosterhofes. Der Baumeister Starow errichtete 1776-90 die Dreifaltigkeitskathedrale des Klosters. Der hochklassizistische Bau hat den Grundriss eines lateinischen Kreuzes mit dreischiffigem Langhaus. Der Kathedrale vorgelagert ist ein klassizistischer Hauptportikus mit sechs Säulen. Unüblich für orthodoxe Kirchen sind auch die beiden Glockentürme. Die Kirche verfügt über eine reiche Innenausstattung und Malereien an den Gewölben. Das Innere ist durch mächtige Säulen mit korinthischen Kapitellen gegliedert.

Die Kunstkammer ist erste Museum in Russland, hervorgegangen aus den Privatsammlungen von Zar Peter I. Seine Bestände zählen zu den vollständigsten anthropologischen und völkerkundlichen Sammlungen der Welt. Die Sammlung wurde erweitert durch Kollektionen von ausgestopften Tieren, Mineralien, Gemmen, wissenschaftlichen Instrumenten und Kuriositäten.

Das Zoologische Museum des zoologischen Instituts der Russischen Akademie der Wissenschaften ist das älteste zoologische Museum Russlands (1832) und gehört mit 30.000 ausgestellten Exponaten zu den weltweit größten zoologischen Museen. Der Großteil der ausgestellten Wirbeltiere ist ausgestopft: zwei ausgestopfte Hunde und ein Pferd (Linsetta) Peters des Großen, ausgestopfte Walrossen und Robben, 27 Meter lange Skelett eines Balauwals, welcher 1827 auf einer Sandbank nahe dem belgischen Ostende strandete und 1856 an das Museum geschenkt wurde. Besonders bekannt ist das Museum für die teilweise sehr gut erhaltenen Wollhaarmammut-Exponate (Adams-Mammut, Dima, Berjosowski-Mammut).

Mehr als 3000 Tiere von 600 Arten haben ihr Zuhause im Leningrad Zoo - einschließlich der Lieblingseisbär-Familie! Es wurde von zwei Tiergeliebten - Sofia und Julius Gerhardt - 1865 gegründet. Heute ist es der zweitgrößte Zoo in Russland (nachdem Moskauer Zoo).

Geöffnet 2006, ist diese Sammlung vom Oceanarium des exotischen und tropischen Fisches und anderer Seewesen ein Teil eines Einkaufszentrums im Zentrum St.Petersburgs in der Nähe von der Vitebsky Station. In den 33 Aquarien sind fast 150 Arten des Fisches, Seesäugetiere und anderer Seewesen untergebracht.

St.Petersburgs Botanischer Garten ist einer der ältesten Botanischen Gärten im Land. Der Garten wurde 1714 durch die Ordnung von Peter Großem als der Garten des Apothekers gegründet, und wurde bald ein Zentrum für die Gartenbauforschung, die der gleiche von irgendwelchem anderer in Europa in Bezug auf die Wichtigkeit und Größe seiner Sammlung war. Die Gewächshäuser nehmen eine große Sammlung von tropischen und subtropischen Werken auf; Flora vom Kaukasus, Mittelmeer, und Asien, der chinesischen und japanischen Werke, der Palmen, des Bambusses, der Nadelbäume, der Orchideen, und viel mehr. Riesige Seerose-Blumeblätter können 2 m im Durchmesser erreichen, und können Gewichte von bis zu 60 kg unterstützen. Im Mai jedes Jahr, die seltene, tropische Königin der Nachtblumen blüht - für eine Nacht nur.

Grand Maket Rossiya ist ein privates Museum ein wenig außerhalb des Stadtzentrums. Es ist einer Miniaturwelt dafür entworfen auf einer Skala 1:87. Das Gebiet des Modells ist 800 m² und zeigt Gebiete der Russischen Föderation. Es ist das größte Miniaturwelt in Russland und das zweitgrößte in der Welt (nachdem der Miniatur Wunderland in Hamburg). Das Miniatur-Modell von Russland ist eine einzigartige Möglichkeit, das größte Land der Welt an einem Tag zu bereisen, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu bestaunen und einen Einblick in das Leben der Menschen in verschiedenen Regionen von Russland zu bekommen.

Eingerichtet in der letzten Wohnung des weltberühmten Dichters, in der Alexander Puschkin an den tödlichen Folgen des Duells mit dem französischen Gardeoffizier d’Anthes starb. Neben diversen persönlichen Sachen des Dichters, wird im Puschkin Museum auch die Weste ausgestellt, die Puschkin während des Duells getragen hat.

Die Firma Fabergé wurde 1842 in St. Peterburg gegründet, und sie war der offizielle Ausstatter des russischen kaiserlichen Hofes 1885-1917. Sie lieferte auch luxuriöse Waren an die russische und europäische Aristokratie. Die Sammlung des Fabergé Museums enthält die größte Sammlung in der Welt von Arbeiten von Carl Fabergé, einschließlich neun der berühmten königlichen Ostereier, betrachtet nicht nur als die feinsten juwelengeschmückten Kunstwerke, sondern auch als einzigartige historische Kunsterzeugnisse.

Dostojewski-Museum ist eingerichtet in der letzten Wohnung des weltberühmten Schriftstellers. Hier verbrachte er die letzten drei Jahre seines Lebens und schrieb seinen letzten Roman „Die Brüder Karamazow“.

Marinemuseum - eines der ältesten Museen in Russland und eines der größten maritimen Museen der Welt, wurde im 1709 als der Musterraum am Hauptadmiralsamt gegründet. Persönliche Gegenstände, die Peter der Große, der Begründer der russischen Marine, berühmte Admirale und Offiziere, Gemälde und Zeichnungen, Proben von Waffen und Feuerwaffen gehören zu der Sammlung von 719000 Objekte, die ausgestellt sind. Das Museum hat eine der weltweit reichsten Sammlungen von Schiffsmodellen (ca. 2.000 Stück). Im Modell spiegelt Sammlung deutlich die Geschichte des russischen und ausländischen militärischen Schiffbaus.

Der gepanzerte Kreuzer „Aurora“ wurde 1903 in St. Petersburg gebaut. Er kam im russisch-japanischen Krieg 1904-1905, im Ersten Weltkrieg 1914-1918, im Russische Bürgerkrieg 1918-1922 und im Zweiten Weltkrieg 1941-1945 zum Einsatz. Im Jahr 1956 wurde im Panzerkreuzer ein Museum als Teil des Marinemuseums eingerichtet.

Die Krasin ist ein ehemaliger sowjetischer Eisbrecher, der nun als Museumsschiff dient. Bis in die 1950er Jahre war sie das weltweit stärkste Schiff ihrer Art und stellte in dieser Zeit einige Rekorde auf. So war sie das erste Schiff, das im Winter die Küste von Nowaja Semlja erreichte. Das Schiff wurde durch die Rettung von Überlebenden der Nobile-Nordpol-Expedition und das Bergen des mit über 1.800 Menschen an Bord in Seenot geratenen deutschen Passagierschiffs  Monte Cervantes bekannt.

Das Arktis- und Antarktismuseum  ist das weltweit größte, das sich thematisch den Polarregionen widmet. Es ist im Gebäude der ehemaligen Nikolauskirche untergebracht und wurde im Januar 1937 eröffnet.

Das Wodka-Museum liegt im Zentrum von St. Petersburg und erzählt die Geschichte des russischen Nationalgetränks. Die zwei Säle des Museums beherbergen über Tausend Ausstellungsstücke aus verschiedenen Epochen, darunter Wodkaflaschen, Trinkgefäße, Etiketten, Gemälde, Fotos, Plakate und noch vieles mehr. Bei einer geführten Tour erfahren die Besucher außerdem Einiges über die russischen Bräuche, Traditionen und die mit dem Wodka verbundenen Rituale.
Das Museum bietet auch Wodka-Verkostungen an. Serviert wird der Wodka auf die typisch russische Art mit kleinen Häppchen Sakuski.

Weitere Museen in St. Petersburg: Planetarium, Zentrale Eisenbahnmuseum, Oktyabrskaya Eisenbahnmuseum, Kosmonaut- und Raketenmuseum, Museum für Völkerkunde, das Kommunikation-Museum, das Medizinmuseum, das Hygienemuseum, das Theater- und Musik-Museum, das Wasser-Museum, das Museum des Brotes, Biermuseum, das  Mineralogie-Museum, Museum der Alphabetisierung, Bergbaumuseum und Sigmund Freud Schlafmuseum.

Der Witebsker Bahnhof ist der älteste Bahnhof Russlands (1837). Die erste russische Eisenbahn verlief von Sankt Petersburg zur Zarenresidenz Zerskoje Selo. 1901-04 entstand das neue, repräsentative und heute noch vorhandene Bahnhofsgebäude, das im Jugendstil ausgeführt wurde.

Der Warschauer Bahnhof ist ein ehemaliger Personenbahnhof, der in den vergangenen Jahren zum Handels- und Ausstellungskomplex „Warschawski-Express“ umgebaut wurde. Er war der Ausgangspunkt für die Teilstrecke der Warschau-Petersburg Eisenbahn, die im November 1858 eröffnet worden war. Im Mai 2001 wurde der Warschauer Bahnhof wegen Umbau für den Eisenbahnverkehr geschlossen. Auf den freien Gleisen des Warschauer Bahnhofes befindet sich jetzt eine Ausstellung des Zentralen Museums der Eisenbahntechnik.

Peterhof ist eine im barocken Stil dekorierten Palast 30 km von Sankt Petersburg. Das ursprünglich von Peter I errichtete und von seinen Nachfolgern ausgebaute Gelände gilt als „russisches Versailles“ und ist seit 1990 Weltkulturerbe der UNESCO. Im August 1723 konnte Peterhof eingeweiht werden. Neben dem eigentlichen Palast waren die Goldene Kaskade und ein großer Teil des Unteren Parks angelegt, der 400 m lange Kanal zur Ostsee ausgehoben sowie die Arbeiten an den Lustschlössern Monplaisir und Marly, eine Reminiszenz an das Schloss Marly-le-Roi von Ludwig XIV, weitgehend beendet. Die gesamte Gartenanlage ist geprägt von den originellen Wasserspielen mit über 150 Fontänen, die über ein ausgeklügeltes unterirdisches Rohrsystem gespeist werden und ausschließlich durch natürliches Gefälle funktionieren. In Peterhof ist auch der ursprünglich aus Nürnberg stammende barocke Neptunbrunnen als klassizistischer Gartenbrunnen arrangiert.

Der mit Bosketten, gestutzten Büschen und Bäumen, Rasenflächen, großen Bassins und vergoldeten Statuen und Vasen dekorierte Obere Garten entspricht einem typisch französischen Barockpark. Der Untere Garten wurde durch Katharina die Große beträchtlich vergrößert. Sie ließ den ursprünglich barocken Park um einen großen Landschaftsgarten erweitern. Im Osten schließt sich an den Unteren Garten der malerische Landschaftspark Alexandria an.

Bis weit ins 19. Jh. hinein bauten die russischen Zaren an dieser Residenz, die sie in unregelmäßigen Abständen immer wieder bewohnten und die mit prächtigen Paradezimmern, wie dem Goldenen Saal, dem Thronsaal und dem mächtigen Treppenhaus aufwarten kann, in der sich aber auch die intimeren Wohnräume der russischen Herrscherfamilie finden, wie das Schlafzimmer Peters des Großen.

Der Katharinenpark befindet sich in Puschkin etwa 25 km von Sankt Petersburg. Die Eremitage, der Lustgarten und die Grotte befinden sich im Park. Er beherbergt auf seinem Territorium den Großen Katharinenpalast.

Dieser war einst russische Zarenresidenz, wurde nach schwersten Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg möglichst originalgetreu wieder aufgebaut und enthält als besondere Attraktion die Rekonstruktion des Bernsteinzimmers. Das Bernsteinzimmer wurde ursprünglich im Berliner Stadtschloss eingebaut. 1716 wurde es vom preußischen König Friedrich Wilhelm I an den russischen Zaren Peter den Großen verschenkt. Aber erst 1743 wurde das Bernsteinzimmer unter der Regentschaft von Zarin Elisabeth im Winterpalast dauerhaft aufgebaut. Dieselbe Regentin ließ im Jahre 1755 einen Raum für die Bernstein-Paneele im Katharinenpalast einrichten, in dem das Bernsteinzimmer dann fast zwei Jahrhunderte verblieb. Das Interieur wurde 1941 als Kriegsbeute durch die deutschen Besatzer geraubt und ab 1942 im Königsberger Schloss ausgestellt, aber seit der ebenfalls kriegsbedingten Evakuierung des Schlosses von 1945 gilt es verschollen.