Rom Sehenswürdigkeiten

Alle Wege führen nach Rom! Dieses weit verbreitete Sprichwort stammt aus der Zeit um 300 n. Chr., als die berühmtesten Bauwerke, wie das Kolosseum oder die Kaiserforen, entstanden und Rom langsam zur Weltstadt heranwuchs. Im Römischen Reich wurde die Kanalisation ausgebaut und Straßen verbanden die Stadt mit ganz Italien.

"Ewige Stadt" Rom ist die Hauptstadt Italiens. Mit etwa 2,7 Millionen Einwohnern im Stadtgebiet ist sie die größte Stadt Italiens.

Rom liegt in der Region Latium an den Ufern des Flusses Tiber. Rom ist außerordentlich reich an bedeutenden Bauten und Museen und Ziel zahlreicher Touristen. Die Altstadt von Rom, der Petersdom und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahr 1980 zum Weltkulturerbe erklärt. Flanieren Sie über die schönsten Plätze der Stadt und erkundigen Sie das ein oder andere antike Bauwerk, trinken Sie einen Cappuccino in einer der hundert kleinen Lokale.

Rom ist über 3000 Jahre alt - viel Zeit für Geschichte und Mythen aller Art. Vermutlich lebten bereits 1200 v. Chr. Menschen auf den sieben römischen Hügeln. Die bekanntesten sind der Kapitolhügel (Capitolino) und unweit davon entfernt über dem Forum Romanum, der Palasthügel  (Palatin). Die anderen Hügel tragen die Namen Aventin, Caelius, Esquillin, Quirinal und Viminal.

Ein Urlaub in Rom eignet sich besonders als historische Reise. Um die Stadt und viele seiner Sehenswürdigkeiten ranken sich Mythen und Legenden.  Nach der Gründungssage wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von Romulus gegründet.  Seinen Zwillingsbruder Remus tötete er, nachdem dieser eine unangemessene Bemerkung über die von Romulus erbaute Stadtmauer von sich gegeben hatte.  Die Zwillinge waren der Sage nach die Kinder des Gottes Mars und der Vestalin Rhea Silvia. Sie seien auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gesäugt und dann von dem Hirten aufgezogen worden.  Jedoch lassen Funde darauf schließen, dass schon 1000 v. Chr. in diesem Bereich menschliche Siedlungen existiert haben müssen.

 

Typische Gerichte der römischen Küche sind die coda alla vaccinara, Ochsenschwanz in Wein mit Tomaten und Pfefferschoten gekocht, die pajata, gefüllter Kalbsdarm mit Tomatensoße, das abbacchio alla scottadito (Milchlammkoteletts), oder die trippa alla romana (Kutteln in Tomaten-Minzsoße. Schmackhaft sind auch Bruschette, geröstete Brotscheiben mit Öl und Knoblauch oder auch in vielen anderen Varianten, beispielsweise mit Tomaten.

Rom beherbergt als eine der großen Kulturstädte Europas zahlreiche Denkmale von der Zeit der Etrusker bis hin zur Gegenwart, wobei die Zeugnisse aus der Zeit der etruskischen Könige und der römischen Frühgeschichte eher spärlich sind. Umso umfangreicher sind die Hinterlassenschaften aus der Epoche des Römischen Reiches. Derzeit finden große Grabungen im Bereich der antiken Kaiserforen statt.

Das Amphitheatrum Flavium / Kolosseum ist das größte antike Amphitheater der Welt Ort von Gladiatorenkämpfen. Ein uraltes Zeugnis für Baukunst und grausame Spektakel. Im Jahre 72 n. Ch. wurde der Bau des Kolosseums in Rom durch Vespian begonnen, um 80 wurde es der Überlieferung nach mit 100 Tage andauernden Spielen eröffnet, u.a. mit Gladiatorenkämpfen, nachgestellten Seeschlachten und Tierhetzen. Später wurde unter der Arena ein System aus Räumen, Gängen und Versorgungsschächten gebaut. 313 wurden die Gladiatorenkämpfe in Rom durch Kaiser Konstantin abgeschafft.

Ganz in der Nähe des Kolosseums am Esquilin-Hügel gelegener Basilika San Pietro in Vincoli beherbergt die eine große Berühmtheit: Die Moses Statue von Michelangelo.  Gebaut wurde die Kirche auf Überresten aus dem 2. Jh., ihr Grundstein wurde im Jahr 431 gelegt. In der langen Zeit seitdem wurde die Kirche mehrfach umgebaut,  zuletzt im Stil der Renaissance.

Im antiken Rom war das Forum Romanum das gesellschaftliche, kulturelle, wirtschaftliche und politische Zentrum der Stadt. In nahezu jeder römischen Stadt gab es ein Forum. Das bekannteste und am besten erhaltene Forum ist jedoch das in Rom, welches dem Zentrum der Macht des gesamten römischen Weltreiches gilt. Heute sind vom Forum Romanum lediglich Ruinen übrig. 

Einige Monumente sind noch sehr gut erhalten, wie z.B. der Titusbogen, welcher als Vorbild für den Pariser Arc de Triomphe diente. Ca. 490 v. Christi wurden zwei Tempel im Tal gebaut, die den Göttern Castor und Saturn gewidmet waren. Der Forumsplatz bei diesen Tempeln entwickelte sich rasch zum Treffpunkt und zum Zentrum der Stadt.

Als gegen Ende der römischen Republik Rom die Hauptstadt eines enormen Reichs geworden war, erwies sich  das alte Forum Romanum als zu klein. Julius Caesar ließ daher als erster im Jahr 54 v.Chr. ein neues Forum errichten, das zu Beginn als eine einfache Erweiterung des Forum Romanum gedacht war. Dem Caesarforum folgten dann das Augustusforum, das Transitorium und schließlich das Trajansforum, das bei weitem der großartigste Baukomplex ist.

113 nach Christi ließ der römische Kaiser Trajan die Siegessäule errichten. Die Trajanssäule ist noch gut erhalten und markiert gewissermaßen das Trajansforum.  Die Säule ist aufwändig und reich verziert mit einem spiralförmig aufsteigenden Fries. Das Konzept dieser Säule wurde im Laufe der Zeit mehrfach kopiert, z.B. für die Säule auf dem Pariser Platz Vendome. Oben über der Plattform befand sich ursprünglich eine vergoldete Statue von Kaiser Trajan. Sie ist nicht mehr erhalten, 1587 ließ Papst Sixtus V eine Statue des Apostel Paulus auf die Säule setzen. Sie thront noch heute dort.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Palatino:  Seit dem 3. und 2. Jh. v. Chr. wurden auf dem Palatin Tempel errichtet. Erhalten sind heute unter anderem noch Überreste der Tempel der Magna Mater, der Victoria und des Apollon. Seit Augustus auf dem Palatin seine Residenz eingerichtet hatte, residierten hier auch viele römische Kaiser. Zu sehen ist heute unter anderem noch der überdimensionale Palastkomplex Domitians mit der Domus Flavia (Regierungs- und Repräsentationsgebäude) sowie mit der Domus Augustana (Wohngebäude des Kaisers).

16 Meter tief im Palatin-Hügel wurde im November 2007 eine mit Muscheln und Marmor geschmückte Höhle entdeckt (Lupercal). Es wird angenommen, dass es sich hier um die Höhle von Romulus und Remus handelt.

Castel Sant'Angelo (Engelsburg), ist ein turmartiges zylindrisches Gebäude in Rom und wurde ursprünglich als Mausoleum für Kaiser Hadrian (76–138) und seine Nachfolger errichtet und später von verschiedenen Päpsten zur Burg umgebaut. Heute ist sie ein Museum, wo auch das Grab von Marcus Aurelius zu finden ist.  Bereits im Jahr 139 wurde der Bau fertig stellt. Der Stil geht auf die Bauweise der Etrusker zurück.

Den Namen "Engelsburg" erhielt das Burg  590, damals wütete die Pest in Rom. Papst Gregor soll über dem Mausoleum die Erscheinung des Erzengels Michael erschienen sein, der ihm das Ende der Seuche verkündete. Die Pest-Erkrankungen gingen tatsächlich vorüber. Heute erinnert die Statue des Angels an der Spitze des Gebäudes sowie ein Engelsstatue an diese schwere Zeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Pantheon in Rom ist eines der ältesten Betonbauwerke der ganzen Welt. Und es wurde über die Jahre zum Vorbild für Kuppelbauten auf der ganzen Welt. Ursprünglich wurde es als Tempel für alle Götter gebaut.  Daher auch sein Name: Aus dem griechischen pan (="alle") und théos (="Götter") Errichtet wurde es auf dem Marsfeld um 125 n. Chr. Die Kuppel hat einen Durchmesser von ca. 43 m.

Es war der größte Circus im antiken Rom und wohl die größte Arena die jemals gebaut wurde: Zu Zeiten des größten Ausbaus war der Circus Maximus 600 Meter lang, 140 Meter breit. Zu Zeiten Cäsars fanden 145.000 Zuschauer darin Platz, in der Spätantike sollen es bis zu 385.000 Plätze gewesen sein. Im Zentrum der Arena lag die lange langgezogene Bahn, auf der bevorzugt Wagenrennen veranstaltet wurden.

Die Fontana di Trevi ist der berühmteste Brunnen in Rom. Legendär und bekannt aus Fellinis Film ´La Dolce Vita´. Das barocke Bauwerk ist steht am Ende des Aquädukts Aqua Vergine welches das antike Rom mit Wasser versorgt hat. Der Brunnen ist nach dem Vorbild einer Bühne gebaut. In seiner Mitte steht eine Statue des Meeresgottes Neptun. Nach einer Legende bringt es Glück, Münzen über die rechte Schulter in den Trevi Brunnen zu werfen. Wenn man eine einzige Münze wirft, wird man nach Rom zurückkehren.

Eigentlich heißt die spanische Treppe in Rom Scalinata di Trinità dei Monti. Der deutsche Name leitet sich von der Piazza di Spagna ab, die am Fuß der Treppe liegt. Zwischen der Kirche Santa Trinità dei Monti (1723-26) und der Piazza di Spagna befand sich zu Zeiten von Papst Innozens XIII im mittlerweile gut bebauten Stadtgebiet ein wild bewachsener Hang. Der Papst verfügte, dass eine Treppe gebaut werden solle. Heute ist die Spanische Treppe einer der beliebtesten Treffpunkte von Touristen und den Einwohnern von Rom.  Ersteigt man die Treppe zur Kirche kommt man vorbei am 14 Meter hohen Obelisk. Die Kirche wurde im Auftrag des französischen König Ludwig dem XII. gebaut und enthält eindrucksvolle Gemälde. Geht man auf dem Pincio-Hügel an der Kirche, kommt man vorbei an Villa Medici zum Pincio Park, von dessen Terrasse aus man einen herrlichen Blick über Rom hat.

Ein Bummel durch weiträumige Parkanlage von Villa Borghese mit ihren alten Bäumen, Teichen und Brunnen und das Museum Borghese (Statuen und Bildhauerkunst) ist erlebenswert. Schon im 17. Jh. wurde der Ort berühmt für seine Kunstsammlungen. In der berühmtesten und wertvollsten privaten Kunstsammlungen der Welt können Werke von Bronzino Caravaggio, Leonardo da Vinci, Raffael, Rubens, Tizian, Guido Reni und Canova besichtigt werden.

Die Piazza del Popolo ist der "Volksplatz" mitten in Rom. Von Norden aus gesehen verzweigt der Platz in drei lange gerade Straßen, die Via del Corso, die Via del Babuino und die Via di Ripetta. Das eigentliche Juwel des Platzes ist die kleine Kirche Santa Maria del Popolo. Viele der wichtigen Werke von Caravaggio können hier besichtigt werden.  Auf einer Seite der Piazza stehen sich zwei fast identische Kirchen gegenüber. Die Linke der beiden Zwillingskirchen heißt Santa Maria in Monte Santo, gebaut wurde sie im 17. Jahrhundert. Rechts steht die Santa Maria dei Miracoli. Im Zentrum der Piazza steht ein 36,5 Meter hohe Obelisk Flaminio. Sein Alter wird auf über 3300 Jahre geschätzt und  wurde von Kaiser Augustus nach Rom gebracht und zunächst auf dem Circus Maximus aufgestellt.

 

 

 

Auf der Piazza Navona kann man drei Springbrunnen finden. In der Mitte der Piazza steht der Brunnen der vier Ströme (Fontana dei Quattro Fiumoi), der den Platz mit seinem Obelisken prägt. Die Fontana del Moro ist der zweite Brunnen zeigt den Kampf mit einem Delfin und der dritte Brunnen Fontana del Nettuno ist - wie der Name schon verrät - Neptun gewidmet. Ob einen Happen essen, den Malern zuschauen oder bei einem Straßenhändler eine Kleinigkeit kaufen. An nur wenigen Plätzen kann man das barocke Rom so genießen wie hier.

Der Kapitolshügel (Capitolino) ist der kleinste, aber wichtigste der sieben Hügel Roms. Der zentrale Platz auf dem Hügel ist seit der frühen Neuzeit die Piazza del Campidoglio  (Kapitolsplatz). Michelangelo gestaltete den Platz im 16. Jahrhundert um nach einem Auftrag von Papst Paul III.

Auffallend ist vor allem das bronzene Reiterstandbild von Marc Aurel (Original im Museum Palazzo Nuovo).  Und natürlich das sternförmige Pflaster auf dem Boden welches wie Strahlen zum Reiterstandbild hin führt.  

 

 

 

 

 

 

 

Die Ehrensäule Columna Divi Marci für den Kaiser Marcus Aurelius befindet sich noch immer an ihrem seit der Antike angestammten Platz auf heutigen Piazza Colonna.  Die Reliefs stellen die Feldzüge Marc Aurels gegen die Markomannen und Quaden sowie gegen die Sarmaten dar. Die Säule steht auf einem 10,50 Meter hohen Sockel, von dem entsprechend nur noch etwa sieben Meter aus der Erde ragen. Der Säulenschaft hat eine Höhe von knapp 30 Metern, also etwa 100 römischen Fuß, und im Innern führt eine Wendeltreppe mit 190 Stufen nach oben.

 

Hinter dem Kapitolspatz  wurde das Monument  für Viktor Emmanuel II (Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II) zwischen 1885 und 1927 errichtet. Gewidmet dem ersten König des neu gegründeten Italiens nach der Reichs-gründungsbewegung in der ersten Hälfte des 19. Jh.. Prägend sind die großen Marmortreppen, die Säulen und vor allem die 12 Meter hohe Skulptur des Königs.

Das Horologium Augusti war eine überdimensionale Sonnenuhr. Ihren Gnomon (Schattenzeiger) bildete ein fast 22 Meter hoher Obelisk der heute vor dem Palazzo Montecitorio steht; es war der erste Obelisk, der vom Nil an den Tiber gebracht wurde, und an seinem neuen Aufstellungsort erfüllt er heute die gleiche Funktion wie vor zweitausend Jahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das 4 Meter hohe Podium des Tempels des Hadrian - Hadrianeum (Tempio di Adriano),im korinthischen Stil erbaut an der Piazza di Pietra, ist durch einen Schacht vom wesentlich höher gelegenen modernen Straßenniveau aus zu sehen, die 11 korinthischen Marmorsäulen sind in der Wand deutlich zu erkennen. Sie sind 15 m hoch und haben einen Durchmesser von 1,44 m. Die hinter den Säulen liegende Mauer der Cella war ursprünglich auch mit Marmor verkleidet. 1878 wurde das Gebäude zum Sitz der römischen Börse und Handelskammer umgestaltet. Diese Funktion hat das Gebäude bis heute beibehalten.

Mausoleum Augustus - das Grabmal des ersten römischen Kaisers - bestand aus einer runden, aus Ziegeln gemauerten und marmorverkleideten Anlage mit einem Durchmesser von 87 Metern, der äußere Sockel war ca. 12 Meter hoch. Es trug einen mit Zypressen bewachsenen Erdhügel, auf dessen Gipfel sich eine Bronzestatue Augustus' erhob. Die Gesamthöhe erreichte damit immerhin 44 Meter.

Der Campo de’ Fiori ist ein Platz im Zentrum von Rom. In der Mitte des Platzes steht eine im Jahr 1889 errichtete Statue des Philosophen Giordano Bruno, der dort am 17. Februar 1600 als Ketzer verbrannt wurde.

Der Zauber des scheibenförmigen Reliefs mit der Darstellung einer Maske, das wahrscheinlich im alten Rom als Kanaldeckel diente, hat seinen Ursprung in der alten Legende, wonach die Bocca della Verità, der Mund der Wahrheit, jedem die Hand mit einem Biss abtrennt, der seine Hand in den Mund der Wahrheit legt und dabei nicht die Wahrheit sagt. Heute befindet sich die Marmorscheibe in der Säulenvorhalle der Basilika Santa Maria in Cosmedin .

Die als “Mutter aller Kirchen des Erdkreises” bezeichnete Basilika San Clemente al Laterano ist eine Kirche in Rom, die an einem alten Pilgerweg zum Lateran liegt. Sie ist Clemens I geweiht. Die heutige Kirche stammt aus dem 12. Jh., erbaut über einer im 4. Jh. errichteten Kirche. Das Baptisterium  ist der älteste der Welt. Kirche ist die Patriarchalbasilika und eigentliche Bischofskirche des Papstes als Bischof von Rom und  wurde im Lauf der Jahrhunderte wiederholt beschädigt und wieder aufgebaut und ständig bereichert. Kirche beherbergt auch ein Museum, wo antike Mosaikböden, gefunden  bei Ausgarbungen,  zu sehen ist. 1586 wurde der heutige an die Kirche angebaute Lateranpalast als päpstliche Sommerresidenz  wieder-errichtet.

 Die Basilika Santa Maria Maggiore wurde von 432–440 errichtet und ist bis heute im Wesentlichen erhalten. Es handelt sich um eine flachgedeckte, dreischiffige Säulenbasilika, die mit zahlreichen Anbauten versehen ist. Das Querschiff wurde im 13. Jh. errichtet, wie auch die heutige Apsis der Kirche. Erwähnenswert ist bereits der Platz vor der Kirche. Hier steht eine monumentale, 14,3 m hohe Mariensäule.

 

 

 

Diese stammt aus der Maxentiusbasilika am Forum Romanum und ist die einzige noch erhaltene der einst 8 CipollinosäulenDie Basilika ist Grablege der Päpste aus dem 13. Jh. bis 15. Jh.

 

 

 

 

Santa Maria della Concezione dei Cappuccini  wurde auf Betreiben von Kardinal Antonio Barberini, dem Bruder von Papst Urban VIII, in den Jahren 1626 bis 1631 an der berühmten Via Veneto in der Nähe von Palazzo Barberini  erbaut . Das Beinhaus machte die Kirche berühmt, weil dort noch bis 1870 hunderte von Skeletten nicht nur gelagert, sondern künstlerisch verarbeitet wurden.

Beim kleinen Tempel aus Ziegelsteinen handelte es sich um einen Prostylostempel mit vier Säulen, der auf die Zeit von Kaiser Mark Aurel zurückging und im 9. Jh. in eine Kirche umgewandelt wurde. Ihr jetziges Aussehen verdankt die Kirche Sant‘Urbano dem radikalen Umbau aus dem Jahre 1634 unter Papst Urban VIII, der zwischen den Säulen der Vorhalle eine Ziegelmauer errichten und einen Kirchturm hinzufügen ließ.

 

 

 

 

 

 

 

 

Palazzo Spada e la Galleria Prospettica wurde 1652-53 in Barockstil gebaut. Neun Meter lange Galerie hat eine optische Täuschung (aufsteigender Boden, zusammenlaufende Wände, absteigender  Decke).

 

 

 

 

 

 

 

„Auf der anderen Seite des Tiber" - so wurde das Stadtviertel genannt, das sich außerhalb der römischen Stadtmauern befand. Rom war nur durch eine schwache Holzbrücke mit dem westlichen Tiberufer verbunden. Trastevere blieb auch im Mittelalter weiter ein Arbeiterviertel mit einem Labyrinth von schmalen Gassen. Heute ist Trastevere ein pittoresker lebendiger Stadtteil und besonders abends ein Anziehungspunkt für Römer und Touristen ob einer vielen netten Ristoranti.

Santa Maria in Trastevere ist  die älteste Marienkirche der Stadt: Der erste Bau geht auf die Zeit 217–222  zurück. Sie liegt an einem malerischen Platz, dessen Mittelpunkt ein Brunnen ist, den Carlo Fontana 1694 entworfen hat. Das jetzige Aussehen der Kirche stammt im Wesentlichen aus dem 12. Jh. Der Portikus vor dem Eingang ist genauso wie die vergoldete Holzdecke eine barocke Zutat.

 

 

 

Fontana dell’Acqua Paola ist das Ende des 40 km langen Wasseraquädukts vom Lago Bracciano nach Trastevere.  Den Brunnen in der Form eines Triumphbogens errichtete im Jahr 1612 Giovanni Fontana.

 

 

 

 

 

Ein  Bauwerk im Hof Kirche San Pietro in Montorio und dessen angeschlossenen Franziskanerklosters macht diesen Platz so sehenswert: der Tempietto -  das Tempelchen - von Bramante aus dem Jahre 1502. Es ist ein kleiner Rundbau, eine Kirche, die direkt die antiken griechischen Formen und Maßstäbe übernimmt. Deshalb gilt der Tempietto als eines der Bauwerke, bei denen der Hauptgedanke der Renaissance, nämlich die Wiederbelebung der antiken Kunst, am besten deutlich wird.

 

Die Christen übernahmen den Brauch, ihre Toten in Katakomben zu bestatten, im 2. Jh. Bis zum 5. Jh. wurden die Katakomben, neue und bestehende, von den Christen erheblich ausgebaut  Die Domitilla-Katakomben bilden das größte Katakomben Labyrinth der rund sechzig antiken unterirdischen Gräbersysteme in Rom.  Die Gräber aus dem 1. und 2. Jh. haben zum Teil christlichen Hintergrund. In den Begräbniskammern finden sich Fresken mit klassischen und christlichen Motiven. Über den Katakomben wurde im 4. Jh. die Basilika Santi Nereo e Achilleo erbaut.  Priscilla-Katakomben (Catacombe di Santa Priscilla) liegen an der Via Salaria in unmittelbarer Nähe zum Park der Villa Ada. Über Sebastians-Katakomben wurde im 4. Jh. die Kirche San Sebastiano erbaut, die 1632 ihre heutige barocke Gestalt erhielt. In der Kirche wird die Reliquie eines Fußabdrucks Christi aufbewahrt. In den Kallixtus-Katakomben (Catacombe di San Callisto) befinden sich auf einer Fläche von oberirdischen 15 ha rund 500.000 Gräber auf fünf Ebenen. Dazu kommen noch 63 Familiengräber und Gruften. Die Gänge haben eine Gesamtlänge von etwa 20 Kilometern. In einer Krypta wurden neun Päpste des 3. Jh. bestattet Auch gibt es eine Kammer, in der die heilige Cäcillia liegt. Sie wurde dort liegend und enthauptet gefunden.

Marcus Vipsanius Agrippa erbaute in Rom die erste große Thermenanlage (25-19 v. Chr.), die im Gegensatz zu den bis dahin üblichen Bädern, mit den warmen Bädern verbunden waren. Die Römer verwendeten in ihren Thermalbädern sowohl Fußboden- als auch Wandheizungen mit Heißluft. Nach einer Zählung um 400 n. Chr.  gab es allein in Rom elf öffentlich zugängliche Thermen.

Die Caracalla-Thermen (Thermae Antoninianae)  wurde 206-216 unter Kaiser Caracalla fertiggestellt. Die Thermen maßen etwa 337 × 328 Meter und könnten 1600-2000 Badegäste unterbringen. Das Bad war reich mit Marmor, Mosaiken und Statuen ausgestattet. Die Anlage hatte mindestens 252 Säulen. 537 zerstörten die Goten die Wasserleitung, was den Badebetrieb beendete. Mindestens seit dem 12. Jh. dienten die Thermen als Steinbruch. Dennoch galten sie bis in die Renaissance als besterhaltenste Thermenanlage.

 

 

Vatikan Sehenswürdigkeiten

Mit nur 0,44 Quadratkilometern und ca. 1000 Einwohnern ist der Vatikan der kleinste Staat der Welt. Auf seinem Boden befinden sich nicht nur viele von Roms Sehenswürdigkeiten, als selbständiger Staat hat er auch ein eigenes Wappen, eine eigene Flagge und eine eigene Infrastruktur.

Der Amtssitz der Päpste war bis ins 14. Jh. nicht der Vatikan, sondern der Lateranpalast. "Vatikan" bezeichnete zunächst einen am rechten Tiberufer gelegenen Hügel (mons vaticanus). Dort befand sich in der Antike der Zirkus des Kaisers Nero, in dem Martyrien und Hinrichtungen zahlreicher Christen und Juden stattgefunden haben sollen. Nördlich des Zirkus befand sich ein kleiner Friedhof, auf dem angeblich der Apostel Petrus begraben wurde. Schon wenig später wurde dort ein Erinnerungsmal gebaut.  

Im Jahr 326 wurde hier eine Basilika eingeweiht, die heute nicht mehr steht und deswegen Alt St. Peter genannt wird. Ein Gang wurde um das Petrusgrab gebaut, der die Basis der heutigen Krypta bildete, in der  23 Gräber der insgesamt 164 Papstgräber der vatikanischen Grotten untergebracht sind.

1506 wurde der Grundstein für den neuen Petersdom gelegt, das alte Gebäude war an einigen Stellen einsturzgefährdet und man wollte einen größeren Bau. Drei Stilepochen - Renaissance, Manierismus und Barock - hat der Petersdom in seiner 120-jährigen Baugeschichte durchlaufen. Es hat nie einen einheitlichen Bauplan gegeben. Ab 1547 übernahm Michelangelo die Leitung des Neubaus.

Er konstruierte jene Kuppel, die den Petersdom bis heute unverwechselbar macht. Zu den wichtigsten Arbeiten des Vertreters des römischen Hochbarocks gehört der Bronzebaldachin über dem Hochaltar. Eingeweiht wurde die neue (und heute noch stehende) Grabeskirche 1626 von Papst Urban VII. Der Petersdom fasst 20.000 Menschen  und ist mit einer überbauten Fläche von 15.160 m² eines der größten Kirchengebäude der Welt. Der Petersdom ist das Zentrum des unabhängigen Staats der Vatikanstadt und eine der sieben Pilgerkirchen in der Stadt.

Der von Bernini geplante 198 m breite, ovale Petersplatz geht an der Seite zur Kirche hin in ein Trapez über. In der Mitte des Platzes steht auf einem Fundament mit vier Bronzelöwen ein Obelisk, der aus dem Circus des Caligula und Nero stammt, in dem Petrus der Überlieferung zufolge hingerichtet wurde. Oberhalb der 284 in 71 Viererreihen angeordneten Säulen befinden sich 140 Statuen von Heiligen, die von 1667 bis 1669 gestaltet wurden.

Die Vatikanischen Museen (Musei Vaticani) beherbergen die päpstlichen Kunstsammlungen. Die Sammlung ist eine der wichtigsten und größten der Welt und umfasst die Bereiche orientalische Altertümer (Ägypten und Assyrien), klassische Antike (griechisch-römische Kunst), etruskisch-italische Altertümer, frühchristliche und mittelalterliche Kunst (3.–14. Jh.), Kunst von der Renaissance (15. Jh.) bis ins 19. Jh., zeitgenössische Kunst und eine völkerkundliche Sammlung.

Die Sixtinische Kapelle (Cappella Sistina) ist eine der Kapellen des Apostolischen Palastes. Sie ist der Ort, an dem das Konklave abgehalten wird, und beherbergt einige der berühmtesten Gemälde der Welt. Besondere Berühmtheit erlangte die Kapelle durch ihre Ausschmückung mit Fresken. Die Deckenmalereien malte Michelangelo zwischen 1508 und 1512.

Besonders der Ausschnitt „Die Erschaffung Adams ist ein weltberühmtes und oft reproduziertes Werk. Es zeigt, wie Gottvater mit ausgestrecktem Finger Adam zum Leben erweckt. Der Bau ist 40,9 Meter lang, 13,4 Meter breit und 20,7 Meter hoch. Sie ist in der Proportion des Salomonischen Tempels errichtet. Für Touristen ist allerdings nur der Eintritt über die Vatikanischen Museen möglich.  

Die Vatikanischen Gärten, die sich über rund 20 ha erstrecken, bedecken hauptsächlich den Vatikanischen Hügel, der sich bis zu 60 m über den umliegenden Wohnvierteln der Stadt Rom erhebt. Sie werden im Norden, Süden und Westen von der Vatikanischen Mauer begrenzt. Vor allem während der Renaissance und des Barock entstanden zahlreiche kunstvolle Brunnen in den Gärten, die den künstlerischen Repräsentationsbedarf der Päpste spiegeln. Seit seinem Rücktritt als Papst lebt Benedikt XVI im Kloster Mater Ecclesiae, weshalb die Gärten für Besucher bis auf weiteres gesperrt bleiben.

Als erster Papst öffnet Franziskus seiner prunkvollen Sommerresidenz in Castel Gandolfo ca. 30 km von Rom, wo der neue Museumsraum „die Galerie der Päpste“ besichtigt werden kann. Den Höhepunkt des Angebots bildet jedoch zweifelsohne die Inbetriebnahme der Bahnstrecke Vatikan - Castel Gandolfo - Albano Laziale, die vom antiken Bahnhof des kleinsten Staates der Welt dank der Verbindung mit einer Wegebahn zu einer besonderen und suggestiven Reise auf den Spuren einzigartiger architektonischer, künstlerischer und botanischer Sehenswürdigkeiten einlädt. Fahrkarten können ausschließlich auf der Internetseite der vatikanischen Museen erworben werden. Neben dem Besuch im Papstpalast beinhaltet das Programm auch eine Tour durch die an die päpstliche Residenz angrenzenden päpstlichen Garten der Villa Barberini mit ihrem Giardino all´italiana, den Resten der Residenz des römischen Kaisers Domitian und dem Biobauernhof des Papstes.