Riga Sehenswürdigkeiten

Riga ist die größte Stadt des Baltikums und hat etwa 710 000 Einwohner. Sie wird auch als „Paris des Baltikums“ bezeichnet. Riga ist das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum von Lettland und zugleich eine bedeutende Handelsstadt, die im Mittelalter der Hanse angehörte. Sie verbindet hanseatisches Traditionsbewusstsein mit modernem Leben und ist berühmt für ihre Jugendstilbauten. Der Jugendstil (Art Noveau in Frankreich, Modernismus in Spanien, Sezessionsstil in Österreich und Stile Floreale in Italien) entstand in Europa zur Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jh. Er ist durch einen ornamentalen Stil gekennzeichnet, der sich auf geschwungene Linien in asymmetrischer Komposition stützt. Die Hauptmotive sind die Natur, Bezüge auf die antike Kunst und Mythologie.

Im Jahr 2014 war Riga die Europäische Kulturhauptstadt, die wegen der Jugendstilarchitektur seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. In Riga gibt es ca. 800 Gebäude im Jugendstil. Die meisten von denen befinden sich im Neuen Stadtzentrum von Riga und im Botschaften Viertel, wo jedes Gebäude sehenswert ist. Die schönsten Gebäude befinden sich in den Elizabetes iela, Strelnieku iela  und Alberta iela. Jugendstilmuseum  (seit 2009) befindet sich in der Wohnung des Architekten Konstantīns Pēkšēns - in einem von ihm entworfenen Haus in der Alberta iela 12.

Alle Sehenswürdigkeiten lassen sich problemlos zu Fuß erkunden und die historische Altstadt (Vecrīga) ist sogar komplett für den Autoverkehr gesperrt.

Wohl berühmtestes Haus in Riga – das Schwarzhäupterhaus (Melngalvju nam) - wurde 1330 für die Gilden gebaut und war Sitz einer mittelalterlichen Bruderschaft, der nur unverheiratete Kaufleute angehörten. Der rote Backsteinbau im gotischen Stil ist mit einem wunderschönen Giebeldach und einer blauen Astronomie-Uhr verziert. In der Fassade sind neben Tierfiguren auch Wappen verschiedener Hansestädte sowie das Relief des Sagenkönigs Artus zu erkennen. Der Name ist auf den dunkelhäutigen Schutzpatron, den Heiligen Mauritius, zurückzuführen. Im Inneren im Museum kann man das Zimmer des Maigrafen, dem Vorsitzenden der Bruderschaft, besichtigen oder die Büsten weltbekannter Komponisten im Festsaal ansehen. Zudem bietet das Museum Exponate aus lettischen, deutschen und russischen Museen über die Schwarzhäupter an. Das Gebäude befindet sich auf dem Rathausplatz der Altstadt. Auf dem Platz steht die ebenfalls nachgebildete Rolandsfigur. Das Original dieser Figur findet sich in der nahegelegenen Petrikirche.

Die barocke dreischiffige Petrikirche gehört zu den schönsten Kirchen in Riga mit seinem achteckigen, 123 m hohen Turm, der zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Die Kirche wurde 1209 erstmals erwähnt und diente im Laufe der Jahre als Gotteshaus, Versammlungsort, Waffenlager und Wachturm. Es unterlief mehrere Umbaufasen von gotischen zum barocken Stil. Die heute ältesten erhaltenen Bauteile befinden sich im Hochchor. Ein weiterer Ausbau der Petrikirche wurde mit dem Turm im Jahr 1491 vollendet. Ein erneuter Umbau erfolgte gegen Ende des 17. Jh., als die Westfassade und die Portale im Barockstil erneuert wurden. Die Kirchturmspitze wurde auf eine Gesamthöhe von 64,5 m vergrößert. Der Turm wurde der Laufe der Zeit dreimal fast völlig zerstört.

Jetzige Turmhöhe beträgt 120,7 m. Mit dem Lift gelangen Sie auf die Aussichtsplattform in 72 m Höhe, von der Sie einen traumhaften Blick über die die Dächer der Stadt und den Fluss Düna bis hin zur Ostsee haben. Die östliche Seite grenzt an den Konventhof, eines der ältesten Gebäude von Altstadt. Ganz in der Nähe der Kirche befindet sich die sogenannte „Glückslaterne“, deren Licht einer Sage nach den Menschen Glück bringen soll.

 

 

Die Häuser der Großen und der Kleinen Gilde (Maza Gilde) dienten früher deutschen Kaufleuten bzw. den Handwerkern als Versammlungsort. Die Kleine Gilde ist ebenso wie die benachbarte Große Gilde ein Neubau aus dem 19. Jh. im damals beliebten neugotischen Stil. Bis ins 19. Jh. hinein nahmen die großen Einfluss auf die Geschehnisse in der Stadt, wenngleich Handwerker in der sozialen Rangordnung deutlich hinter den weitaus mächtigeren und reicheren Kaufleuten standen. Die Große Gilde (St. Mariengilde) war im 14. Jh. als eigenständige Gilde entstanden, sie versammelte die Kaufleute und auch hohe Beamte und Pastoren, reiche Bürger der Stadt, die einen erheblichen Einfluss auf das politische und wirtschaftliche Geschehen Rigas nahmen.

Gegenüber der Großen Gilde steht das originelle und berühmte Katzenhaus, dessen Besitzer einst von der Gilde als Mitglied abgelehnt worden war. Als Rache setzte er zwei Katzenfiguren auf das Dach seines Hauses, die  ihr Hinterteil direkt den Gildehäusern entgegenstreckten. Das bewirkte, dass der Kaufmann doch noch in die Gilde aufgenommen wurde. Er hat seine Katzen danach umdrehen lassen.

Im auf dem Rathausplatz befindenden Okkupationsmuseum (Latvijas Okupācijas muzejs) werden die Zeit der deutschen und vor allem sowjetischen Besatzung und der lettische Widerstand dargestellt.

Riga ist sehr „grüne“ Stadt und hat viele wunderschöne Parkanlagen. Der Stadtkanal läuft durch mehrere Parks. Der  Basteiberg (Bastejkalns) ist ein weiträumiger Park am Ostrand der Altstadt. Bis 1856 wurde der Platz dieser öffentlichen Parkanlage als Teil der östlichen Festungsanlage verwendet und bestand in diesem Bereich aus Basteien und Wassergräben sowie aus Erdwällen und gedeckten Laufgräben. 

Eine Querstraße unterscheidet den Basteiberg Park vom Park Kronvalda. Im Park Kronvalda wachsen etwa 104 exotische Baum- und Straucharten. Der Garten wurde wie ein Landschaftspark mit stark ausgeprägten geometrischen Gartenelementen angelegt. Der Park ist gut geeignet für ruhige Spaziergänge sowie aktive Erholung mit Kindern z.B. eine kleine Fahrt mit dem Boot oder Wasserfahrrad durch den Stadtkanal.

Die Esplanade ist auch eine Parkanlage im Zentrum von Riga. Kathedrale der Geburt Christi (Kristus Piedzimšanas pareizticīgo katedrāle) - eine russisch-orthodoxische Kirche - befindet sich im Park. Sie ist die größte orthodoxe Kirche der baltischen Staaten. Die Kirche wurde 1876-84 im neobyzantinischen Stil als Ziegelbauwerk mit fünf Kuppeln errichtet. Die sowjetischen Behörden wandelten die Kirche im 1963 in ein Planetarium um und sie wurde als „Haus des Wissens“, wo man u. A. Künstler, Musiker und Dichter treffen konnte, umbenannt. Bald nach Wiedererlangung der Unabhängigkeit von der Sowjetunion  wurde die Kirche 1991-2006 grundlegend saniert. Im Jahr 1992 wurde sie als Kathedrale wiedergeweiht.

Das Lettische Nationalmuseum für Kunst befindet sich auf der Nordseite des Parks und beherbergt die bedeutendste Sammlung Lettischer Kunst. Insgesamt verfügt das Museum über etwa 52.000 Werke der lettischen, baltischen und russischen Kunst von der Mitte des 18. Jh. bis heute. Die Lettische Akademie der Künste befindet sich auf der Westseite des Parks.

Der Dom von Riga zählt zu den ältesten mittelalterlichen sakralen Bauten in Lettland und ist die größte Backsteinkirche des Baltikums, die 1211 im Auftrag von Bischof Albert erbaut wurde. Der Dom bietet Platz für etwa 5000 Menschen. Im Laufe der Jahrhunderte wurden mehrere Umbauarbeiten veranlasst, weshalb die Kathedrale drei Epochen der Architektur: die Romanik, die Gotik und den Barock vereint. Die ältesten Teile des Doms sind der Chor und das Querhaus in romanischem Stil. 90 m hohen Turm, Kunstwerke verschiedener Jahrhunderte, Holzschnitte sowie Epitaphe und Grabdenkmäler sowie international bekannter  Walcker-Orgel, die aus dem Jahr 1884 stammt, mit ihren 6718 Pfeifen lange Zeit die größte Orgel der Welt war und mit kunstvollen Holzschnitten verziert ist, machen den Dom sehr besuchenswert.

Die katholische St.-Jakobs-Kathedrale (Svētā Jēkaba katedrāle) ist eine dreischiffige Basilika und wurde erstmals urkundlich im Jahr 1225 erwähnt. Die Kirche wurde im spätromanischen Stil aus Backstein erbaut; später wurde sie teilweise in Gotik umgebaut. Mittig über dem Westportal steht der massive quadratische Turm von 80 m Höhe mit barocker Kupferhaube. Trotz der Verwüstung von 1584 ist die Kathedrale heute wieder reich an wertvollen Ausstattungsstücken aus verschiedenen Epochen.

 

 

 

Wo sich heute die evangelisch-lutherische St. Johanniskirche (Sv. Jāņa baznīca) erhebt, befand sich bereits im 13. Jh. ein kleines Gotteshaus, die 1297 erstmals erwähnte Kapelle eines Dominikanerklosters, die allerdings im Verlauf des 15. Jh. zerstört wurde. Die heutige spätgotische Kirche geht auf einen Neubau zurück, der um die Wende vom 15. zum 16. Jh. erbaut wurde. Erweiterung nach Osten hin wenige Jahre später endet in einem dreischiffigen Chor, eines der schönsten Renaissancebauwerke Lettlands. Sehenswert im Inneren das Netzgewölbe aus der Zeit um 1500 im Stil der Spätgotik, der spätbarocke Altar von 1769 sowie Glasmalereien.

Das Freiheitsdenkmal (Brīvības piemineklis) ist das Symbol für die nationale Souveränität Lettlands. Das Freiheitsdenkmal wurde zu Zeiten der ersten lettischen Unabhängigkeit von der UdSSR 1931-35 an Stelle eines Reiterstandbildes Peters des Großen errichtet. Das Freiheitsdenkmal befindet sich auf dem Freiheitsboulevard, der als Magistrale von der Altstadt durch die Neustadt führt. Am „Tag der Unabhängigkeit“ (18. November), dem lettischen Nationalfeiertag, finden hier verschiedene Veranstaltungen statt. Das 42 m Höhe Freiheitsdenkmal wird tagsüber von einer Ehrengarde bewacht.

 

 

 

 

Die Lettische Nationaloper (Latvijas Nacionālā opera) -  im Stil des Neoklassizismus erbaute Gebäude – wurde 1863 fertiggestellt. Dieses einmalige Architekturdenkmal mit dem wunderschönen und prachtvollen Interieur kann bei Führungen besichtigt und seine Geschichte und den Alltag kennengelernt werden.

Das 108 Meter hohes Hochhaus der Akademie der Wissenschaften (Zinātņu akadēmijas augstceltne) – genannt auch als Stalins Zahn - ursprünglich Kultur- und Wissenschaftspalast ist ein 1952-58 im Baustil des Sozialistischen Klassizismus errichtetes Gebäude. Beim Bau wurden erstmals in der Sowjetunion Beton-Fertigteile verwendet, die mit Kunst- und Naturstein verkleidet wurden.

 

 

 

Die drei nebeneinander liegenden Häuser an der Straße Maza Pils iela sind „Die Drei Brüder“. Das Haus in der Nr. 17 stammt aus dem ausgehenden 15. Jh. und ist damit das älteste in Riga erhaltene Wohnhaus. Am Eingang sind noch Reste eines so genannten Beischlags zu finden – derartige terrassenartige Vorbauten bzw. Freitreppen waren früher im gesamten Ostseeraum verbreitet. Die Fassade des Hauses Nr. 19 stammt aus der Mitte des 17. Jh. Das Portal stammt übrigens aus dem Jahr 1746. Die Höfe der drei Häuser wurden im Zuge von Restaurierung-arbeiten zusammengelegt und lohnen einen kurzen Blick. 

An Stelle des Pulverturms stand zuvor der Sandturm, welcher im 14. Jh. als Teil des mittelalterlichen Festungssystems erbaut wurde. Der 25 m hohe Turm sicherte damals den Weg zur Stadt über den Großen Sandweg. Der Sandturm  wurde im 17. Jh. zerstört und an gleicher Stelle der noch heute erhaltene Pulverturm errichtet.

In den 1930er Jahren erhielt der Turm einen Anbau, in dem heute das Lettische Kriegsmuseum untergebracht ist. Der größte und bedeutendste Teil der Sammlung des Museums besteht aus Objekten über die militärische und politische Geschichte Lettlands im 20. Jh.

 

 

 

 

Das Schwedentor (Zviedru varti) ist die älteste noch erhaltene mittelalterliche Toranlage Rigas. Es wurde 1698, also während der schwedischen Herrschaft, in die Stadtmauer gebrochen.

Die gesamte Nordseite des Torņa iela wird durch den gelbfarbenen 18. Jh. stammenden Jakobs Kaserne flankiert, die von Cafés und Boutiquen bewohnt werden. Sie waren noch bis in die 1990er Jahre im militärischen Einsatz.

Die Geschichte des Rigaer Schlosses (Rīgas pils) ist 1340 angefangen. Damals wurde der Grundstein gelegt für das neue Ordensschloss des Livländischen Zweigs des Deutschen Ordens. Ende des 15. Jh. wurde das Schloss komplett zerstört. Kurz darauf erfolgte der Wiederaufbau, dem in etwa seine heutige Gestalt entspricht. Aus dieser Zeit stammen die beiden heute noch vorhandenen Rundtürme, der Heiliggeistturm im Westen der Anlage und der so genannte Bleiturm direkt gegenüber. Der höchste Turm des Schlosses, der schlanke Drei-Sterne-Turm, wurde erst 1939 errichtet. Das Schloss beheimatet heute den Präsidentensitz Lettlands und drei verschiedene Museen: Das Historische Museum, das Museum für ausländische Kunst und Janis-Rainis-Museum, das sich der Kulturgeschichte Lettlands widmet. Das historische Museum, seine Aufgabe ist es zu sammeln, zu bewahren, Forschung und zu popularisieren geistigen und materiellen Kultur aus Lettland und die Welt von der Antike bis heute, die archäologischen, ethnographische, numismatische, historischer oder künstlerischer Bedeutung hat, im Interesse der lettischen Nation und ihre Menschen.

Der Zentralmarkt Riga (Rīgas Centrāltirgus) ist der größte Lebensmittelmarkt Lettlands. Er galt in den 1930er Jahren als der größte und modernste Markt Europas. Insgesamt wurden aus den beiden Luftschiffhallen, die aus dem Luftschiffhafen Wainoden in Kurland von der Regierung gekauft wurden und von denen jede ursprünglich eine Länge von 240 m hatte, fünf Markthallen errichtet.

Der 1979–86 errichteter Fernsehturm Riga (Rīgas radio un televīzijas tornis) ist mit einer Höhe von 368,5 m das höchste Bauwerk Rigas. Er ist der höchste freistehende Fernsehturm in der Europäischen Union und gehört auch weltweit zu den höchsten. In einer Höhe von 97 m befindet sich die Aussichtsplattform, von der man tolle Aussicht über die gesamte Stadt hat. Der Turm steht auf der Insel Zaķusala in der Düna.

Es gibt mehrere Brücken über Düna in Riga: Eisenbahnbrücke, Inselbrücke, Kabelbrücke sowie Südbrücke. Die Vanšu-Brücke (Vanšu tilts) ist die spektakulärsten von allen. Es ist eine Schrägseilbrücke und mit 625 Metern einer der längsten Schrägseilbrücken Europas.

 

Der Rigaer nationale zoologische Garten wurde im Jahr 1912 gegründet. Riga Zoo beherbergt rund 4000 Tiere von fast 500 Arten.

 

 

 

Lettlands Ethnographische Freilichtmuseum in Riga bietet ruhige Spaziergänge, Beobachtung des Lebens der alten lettischen Bauern und Fischer, Kennenlernen der Badestuben der alten Letten, Teilnahme an Festlichkeiten und an sommerlichen Wochenenden arbeiten auf den Bauernhöfen die Meister der alten Handwerkskunst. Das Ethnographische Freilichtmuseum ist eines der ältesten (gegründet 1924)  und größten Freilichtmuseen in Europa und beinhaltet 118 alte Gebäude.

Es gibt außer Lokomotiven, Wagen und andere Schienenfahrzeuge 20.000 Artikel in Speicher des Lettlands Eisenbahnmuseums: Fotografien, Dokumente, Landkarten, Fahrpläne, Uniformen und Funkanlagen. Sie dienen als vielfältige Zeugnisse der Geschichte der Eisenbahn in Lettland seit dem Ende des 19. Jh., werden kontinuierlich aktualisiert und in der Forschung und Ausstellungen des Museums verwendet.

Das Naturkundemuseum Lettlands (Latvijas Dadas muzejam) ist das älteste und umfangreichste Naturkundemuseum in der Ostseeregion und das größte und umfangreichste Depot an Naturschätzen in Lettland. Die Geschichte des Museums beginnt 1845. Im Museum werden Sammlungen von Objekten aus Lettland und der ganzen Welt gesammelt, verwahrt und geforscht.

An der Grenze des ehemaligen Ghettos, das noch über weite Strecken sein altes Gesicht bewahrt hat, wurde der erste Teil des Ghetto-Museums eröffnet. Eine Fotoausstellung ist dem jüdischen Leben und Leiden in Lettland gewidmet. Museum für Angewandte Kunst  zeigt dekorative Kunst seit dem ausgehenden 19. Jh. Museum für Ausländische Kunst zeigt reichhaltige Gemäldesammlung, Skulpturen und graphische Arbeiten. Architekturmuseum bietet Informationen über lettische Architekten vom 19. Jh. bis heute.

Das Rigaer Museum für Geschichte und Schiffskunde ist das älteste öffentliche Museum in Lettland und im Baltikum als auch eins der ältesten in Europa. Dort kann man eine umfangreiche Exposition über die Geschichte Lettlands von der Vorzeit bis ins Jahr 1940 besichtigen – der Museumsbestand beinhaltet mehr als 500 000 Gegenstände, die in ca. 80 Sammlungen gegliedert sind. Eine Filiale dieses Museums ist das Menzendorfhaus, das den Besuchern mit den Lebensverhältnissen eines reichen Rigaer Bürgers bekannt macht. Die Exposition wurde in einem 1695 erbauten Haus eingerichtet.

Für diejenigen, die sich für Medizin interessieren, wird es sicher spannend sein, das Museum für die Geschichte der Medizin und seine Filialen – das Museum für Pharmazie und das Museum für Anatomie ‒ zu besuchen. Hier werden Sie über alte Heilmethoden, inklusive des Wissens von Zauberern und Schamanen als auch Amulette sowie mittelalterliche Heilmethoden gegen Lepra informiert. Das ausgestellte Material reicht bis zu den neuesten medizinischen Entdeckungen und der Verwendung der Medizin im Weltall, an deren Erforschung auch lettische Wissenschaftler teilnahmen.

Das Rigaer Motormuseum beherbergt die größte Sammlung an Kraftfahrzeugen im Baltikum. Dort ist eine Sammlung von Wagen der sowjetischen Regierung zu sehen, die einzigartig in der Welt ist. Interessant ist die Nachstellung eines Autounfalls, bei dem der ehemalige Parteichef der UdSSR Leonid Breschnew als Wachsfigur im Auto sitzt.

 

Ein Besuch des sich auf dem Flughafengelände befindlichen Museums für Luftfahrttechnik, das über eine Zeit von 40 Jahren entstanden ist, lohnt sich auf jeden Fall. Die Sammlung der sowjetischen Luftfahrttechnik, die man sich hier anschauen kann, ist die größte, die es außerhalb der Grenzen der UdSSR gibt.

Galerie Riga ist die bekannteste Galerie, in der Ausstellungen veranstaltet werden können. Hier werden neben hochwertigen Werken von alten Meistern auch die Werke von zeitgenössischen Künstlern ausgestellt. Einige Werke aus dieser Galerie wurden auch im Auktionshaus Sotheby's in London verkauft. Andere Galerien sind u.A. Daugava, Asuna, Maksla XO, Birkenfelds, Ivonnas Veihertes galerija, Antonija, Istaba, Tornis und Rigas makslas telpa sowie Museum der glücklichen Kunst  - Pinakoteka. Wenn Sie an Textilkunst interessiert sind, ist es empfehlenswert, die Kunst- und Handarbeiten-Galerie Consentio zu besuchen.  Dort finden Sie Graphiken, Gobelins und sogar künstlerische Accessoires zur Kleidung.

 

 

In Lettland werden Spa-Dienstleistungen auf hohem Niveau angeboten, wie z. B. im Day-Spa Espa Riga im Zentrum der Hauptstadt. Im Galerija Centrs, im größten Einkaufszentrum in der Altstadt, finden Sie eines der größten Day-Spas im Baltikum. Auch unweit des Rigaer Passagierhafens befindet sich ein ruhiger und angenehmer Ort, wo Sie neue Energie auftanken können, das Taka Spa.