Budapest Sehenswürdigkeiten

Budapest – Paris von Ost-Europa, heutzutage mit 1,7 Mio. Einwohnern -  bietet endlose Sehenswürdigkeiten, gewaltige klassizistische Gebäude, Monumente der ungarischen Kultur sowie kulinarische Genüsse, die nicht beim Gulasch aufhören. Einige davon zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ebenso ist es die Lebensart, die Tradition, die Freude und Leidenschaft der Magyaren, die den Aufenthalt in Budapest zu einem besonderen Erlebnis machen. Oder Shopping, Wellness und Party: Die Hauptstadt von Ungarn hat für jeden Besucher etwas zu bieten. 

In den Bädern kann man sich von den Strapazen des Tages erholen und Energie für die Nacht sammeln. Die ältesten Thermalbäder wurden vor 450 Jahren von den Türken errichtet. Sie werden von 120 heißen Quellen unter der Stadt gespeist.

Budapest unterhält Städtepartnerschaften mit Frankfurt am Main und Berlin.  

Der erste König von Ungarn Stephans I ordnete Christentum als Staatsreligion. Die Mongolen ("Mongolensturm") 1241 zerstörten fast die ganze Stadt.  Die Osmanen besetzten am 16 Jh. das Land und es wurde in drei Teilen geteilt: Habsburg, Osmanen und Transsylvanien. Einer der Hauptgründe für den Aufschwung Budapests war die Existenz einer Brücke.  

Die Kettenbrücke  (Széchenyi Lánchíd) wurde in der Zeit von 1839 bis 1849 als erste feste Brücke über die Donau erbaut. Das klassizistische Bauwerk wird von zwei triumphbogenartigen Stützpfeilern getragen, durch die die eisernen Ketten des 375 Meter langen Brückenkörpers verlaufen, daher auch der Name Kettenbrücke. Im Jahr 1915 wurde die ursprüngliche Konstruktion durch eine stärkere ersetzt, da sie dem Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen war. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges fiel sie den Sprengkommandos der abziehenden deutschen Armee zum Opfer und konnte 1949 nach langen Rekonstruktionsarbeiten am 100. Jahrestag der ersten Brückeneinweihung zum dritten Mal wiedereröffnet werden.

Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich von 1867 wurde im Jahr 1873 die Zusammenlegung der zuvor selbstständigen Städte Buda, Óbuda und Pest als Budapest gefeiert. Nach dem Zerfall des ganzen Ostblocks könnte Ungarn mit ruhigen Mitteln Richtung Demokratie und Freiheit bewegen.

Die Donaupromenade ist eine beliebte Promenade am Ufer der Donau in Pest und befindet sich zwischen zwei der zentralen Brücken von Budapest: Im Norden ist die berühmte Kettenbrücke und am südlichen Ende die modernere Elisabethbrücke.

Das neugotische Parlamentsgebäude (Orszaghaz) ist dem Vorbild des Westminster Palace direkt am Flussufer errichtet und prägt seit 1896 das Bild der Donau-Metropole. Mit gewaltigen Massen 268 x 123 m und mit seiner Höhe von 96 Metern ist es neben der St. Stephans Basilika das höchste Gebäude Budapests. Es besitzt 10 Innenhöfe, 27 Eingänge, 29 Treppenhäuser, 691 Räume und 365 Türmchen. Das Innere des Gebäudes ist im historischen Klassizismus gehalten mit den außergewöhnlichen Fresken und Wandbildern. Überall im Parlament sind reiche, in Gold gehaltene Verzierungen zu finden. In einem Vorraum des Sitzungssaales ist der größte geknüpfte Teppich Europas (7 x 21 m) verlegt.

Gegenüber dem Parlament befindet sich das Ethnographische Museum (1893-96), die zu den größten Völkerkunde-Museen Europas gehört und eine ethnographische Spezial-Sammlung mit nahezu 200.000 Exponaten zeigt. Das Gebäude kombiniert Elemente der Renaissance, des Barocks und der Neoklassik. Die pompöse Innenausstattung des großen Saals und der Treppenhalle mit den Fresken ist äußerst sehenswert.

Der hufeisenförmige Freiheitsplatz (Szabadság ter) gilt als einer der schönsten in Budapest. 1898 begann man mit der architektonischen Umgestaltung des Platzes zu einem Zentrum der Börsen und Banken.

Der Postsparkasse (1899-1902) ist ein Jugendstilbau mit buntem Majolika-Zierrat.

Die schönste Tramrunde (Nr. 2) fährt ab Margaretenbrücke entlang der Donauufer (6 km) und zeigt die prachtvollen Gebäuden auf Buda- und Pest-Seite des Ufers.

Das Burgviertel (Várnegyed) auf dem Budaer Burgberg entstand aus dem alten Budaer Stadtkern, welcher sich vom Wiener Tor (Bécsi kapu), einer der Hauptzugänge zum Burgviertel, bis hin zum Szent György tér erstreckt.  Obwohl das Burgviertel zweimal (in den Türkenkriegen und im Zweiten Weltkrieg) fast vollständig zerstört wurde, konnte es bis in die heutige Zeit bestehen. Die Gebäude des Burgviertels sind überwiegend im barocken Stil erbaut worden. 

Bereits im 13. Jh. erkannten die Ungarn und ihr König Béla IV die strategische Bedeutung des 168 m hoch aufragenden Inselberges und begonnen an seiner Südostspitze  eine Burg zu errichten, die Burg BudaAb dieser Zeit war der Palast Residenz der ungarischen Könige. In den Jahrhunderten danach hinterließ jede Herrscher- und Stilepoche ihre Spuren an dem Gebäudekomplex. Die heutige Burg (400 x 200 m) vereinigt gotische und Renaissance-Stilelemente zu einem prächtigen Gesamtbild. Das Löwentor wurde 1904 errichtet. Geht man hindurch gelangt man in den Innenhof der Palastanlage.

Der Matthias-Brunnen wurde 1904 errichtet und soll die Geschichte von König Matthias Corvinus und des Mädchens Ilona erzählen.

Prinz Eugen von Savoyen als einer der Helden der ungarischen Geschichte wird mit einem barocken Bronzedenkmal vor dem Haupteingang des Palastes geehrt. 

Das Fabelwesen – Vogel Turul -   hat sowohl Ähnlichkeit mit einem Adler wie auch mit einem Falken. Laut einer Sage soll ein Turul im Jahr 819 Emese im Schlaf geschwängert und ihr im Traum prophezeit haben, dass sie einen Sohn zur Welt bringen würde, der der Urahn vieler Könige sein würde. 1987 wurde der Burgpalast zusammen mit dem Uferbereich der Donau und der Andrássy út von der UNESCO als Teil des Weltkulturerbes erklärt.

Der Mordgang ist eines der ältesten Gebäudeteile und befindet sich im östlichen Teil des Palastes und verbindet das Historische Museum mit der Széchenyi-Nationalbibliothek.  Die alten Befestigungsanlagen des Burgpalastes sind von der Terrasse des Historischen Museums besonders gut zu überblicken. Neben der Ruine des Stephansdoms (um 1330) sind Teile des inneren Mauerrings zu sehen.  Im Burg befindet sich auch Ungarische Nationalgalerie. Die Sammlung des Museums ist chronologisch angeordnet, beginnend im Mittelalter. Eines der Hauptattraktionen des Museums ist die Sammlung von 15 spätgotischen Altarbildern. Die darauf folgenden Ausstellungen zeigen Sammlungen von Kunstwerken aus der Spätrenaissance und des Barocks. Ein Highlight des Museums ist die Sammlung von Skulpturen und Gemälden aus dem 19. Jh. als ungarische Künstler zu internationale Anerkennung gelangten. Zu einer umfangreichen Sammlung von Kunstwerken des 20. Jh. gehören Kunstwerke aus einer Fülle von Kunstrichtungen: Sezession, Expressionismus, Surrealismus, Pop Art, Hyperrealismus und sogar zeitgenössische Kunst.

In der Nähe vom Burg befinden sich Sandor-Palais, Burgtheater sowie Paradeplatz. Den heutigen Platz prägen palastartige Häuser aus der Zeit des Barock und Klassizismus.

Úri utca – Herrenstraße – läuft Nord-Süd-Richtung aus Paradeplatz und ist die längste und feudalste Straße des Burgviertels. Zur Jahrhundertwende 14. auf 15. Jh. ließen sich hier die ungarischen Adligen und reichen Kaufleute ihre Stadthäuser errichten. Geprägt ist die Straße hauptsächlich durch Gebäude im romanischen, gotischen und barocken Stil. In den später folgenden Türkenkriegen wurden große Teile der Straße und ihrer Gebäude vernichtet. Die neue Bebauung wurde größtenteils im barocken und klassizistischen Stil errichtet.

Reiterstandbild des András Hadik bietet Husarenherrlichkeit hoch zu Ross am Anfang des Úri utca.

Unterhalb von Haus Nr. 9 beginnt ein sich über 10 km erstreckendes Höhlensystem – Budavárer Labirintus - von Felsengängen, unterirdischen Brunnen, natürlichen Karsthöhlen unter dem Burggebirge. Während der türkischen Besetzung wurde die Tropfsteinhöhle zum einfachen unterirdischen Tunnelsystem umgebaut. Etwa ein Achtel kann besichtigt werden.

Durch eine Brücke ist das Haus Nr. 17 mit  Nr. 19 verbunden. Es ist in dieser Art die einzigartige erhaltene, für das Stadtbild des mittelalterlichen Buda durchaus charakteristische Brücke. Das bauliche Kernsubstanz des Hauses Nr. 31 und deren Zugang sind auf Anfang des 14. Jh. datiert.

Druckgrafik aus der Zeit vor der türkischen Eroberung sind die Wohntürme. Ein einziger dieser Familientürme hat sich auf dem unterkellerten Hofgelände des Hauses Nr. 37 erhalten. Der zweistöckige, 16 m hohe Turm ist im alten Maurerkomplex noch recht gut auszumachen. Er entstand vermutlich im Ende 13. Jh.

Torgang im Haus Nr. 40 gilt als einer der weiträumigsten und prunkvollsten im Burgviertel.

Im Haus Nr. 49 ist heute das ungarische Telefonmuseum untergebracht.

Am nördlichen Ende der Úri utca befindet sich der Mahnmal des Zweiten Weltkrieges, der Westturm der ehemaligen Maria-Magdalenen-Kirche. Die Kirche wird 1276 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Kriegshistorisches Museum dokumentiert ungarische Kriegsgeschichte seit 1600.

Im Anjou-Bastei zeigen Zeugnisse des nationalen Freiheitsdrangs der Ungarn wie auch ihres Respekts für den würdigen Gegner.

Árpad-Tóth-Promenade ist Teil des gut erhaltenen Befestigungssystems der Burg aus der Zeit der türkische Eroberer und bietet einen herrlichen Rundblick in die Stadt. Mihály-Babits-Promenade ist eine historische Gasse der nördlichen Burgstraße und bietet einen Aussichtspunkt, der einen prachtvollen Blick auf die Budapester Stadtlandschaft bietet.

Tárnokstraße ist eine mittelalterliche Marktstraße mit schönen Handelshäusern und stimmungsvollen Gaststätten und führt von Paradeplatz zum Dreifaltigkeitsplatz. Der Platz wird im Osten von der Matthiaskirche du im Norden vom wuchtigen neogotischen Gebäude, in dem das Neue Ungarische Zentralarchiv untergebracht ist, begrenzt. Auf der Südseite wird es von Alten Rathaus zu Buda begrenzt.

 

 

 

 

Dreifaltigkeitssäule ist ein 14 m hohe Denkmal - ´Pestsäule´- die von den Überlebenden der Pestseuche 1709 gestiftet wurde. Die Heilige Dreifaltigkeit sitzt auf einer massiven Säule, welche mit kleinen Engelsstatuen und darunterliegenden großen Heiligenstatuen verziert ist.

Altes Rathaus zu Buda ist ein weißer Barockbau mit dekorativem Erker. Gebäude wurde im frühen 18. Jh. errichtet. Von 1710 bis 1873 diente dieses Gebäude als Rathaus von Buda, bevor sich die Gemeinden Buda, Óbuda und Pest zusammengeschlossen und die Stadt Budapest gebildet haben. In einer Eckennische befindet sich eine Statue der griechischen Göttin Pallas Athene aus Jahr 1785.

Auf dem Andreas-Hess-Platz (Hess András tér) steht eine Statue, geschaffen 1936, die Papst Innozenz XI darstellt. 

 

 

 

 

 

Matthiaskirche wurde ursprünglich im 13. Jh. gebaut, aber ihr aktuelles Antlitz stammt aus dem späten 19. Jh. im neugotischen Stil. Die Kirche war lange Zeit eine Krönungskirche und ist eine von Ungarns wichtigsten Kirchen überhaupt. Das Innere ist reich verziert und bemalt mit einem Muster, welches auf Überresten der ursprünglichen Kirche aus dem Mittelalter gefunden wurde. Einer der Höhepunkte im Inneren in der Dreifaltigkeitskapelle ist der Sarkophag von König Béla III und seiner Frau Agnes von Chatillon.

Ungarische Weinhaus (Magyar boroko haza) neben Matthiaskirche bietet Weinliebhaber mit 13 Euro Eintritt Weinverkostung ca. 700 verschiedene ungarische Weine.

 

Neben der Kirche wurde das ehemalige Dominikanerkloster (1243-54) als Hotel Hilton umgebaut. Es ist eine gelungene Synthese aus Denkmalschutz und moderner Architektur.

 

 

 

Die Fischerbastei wurde an der Stelle einer alten Stadtmauer erbaut, welche während des Mittelalters von einer Fischergilde verteidigt wurde. Daher stammt auch der Name der Bastei. Im Mittelalter befand sich an diesem Ort auch ein alter Fischmarkt. Die Bastei wurde zwischen 1899 und 1905, aus weißem Stein in einer Kombination aus neogotischer und neoromanischer Architektur, gebaut und besteht aus sieben Türmen, Vorsprüngen, Brüstungen und Treppensteigen. Jeder eine der sieben Türme symbolisiert einer der Magyar-Stämme, die sich im Jahr 896 in dem Gebiet angesiedelt haben, welches heute als Ungarn bekannt ist. 

Zwischen der Matthiaskirche und Fischerbastei steht eine Statue des ersten christlichen Königs von Ungarn, Stephan dem Heiligen. Er wird zu Pferde dargestellt.

Die Strasse Táncsics Mihály utca, ehemalige Judengasse ist eine der ältesten auf dem Burgberg. Das Leben der Juden in Ungarn wird im Haus Nr. 26 gezeigt. Im Hof des Hauses sind Teile der 1461 auf diesem Platz errichteten Synagoge ausgestellt, deren Grundmauern bei Ausgrabungen im Garten des Hauses Nr. 23 gefunden wurden.

Ein Zahnradbahn startet gleich neben den berühmten Széchenyi Kettenbrücke und transportiert Sie oben auf dem Burgberg.

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten am Batthyány Platz ist die St. Anna Kirche, die eine der schönsten Barockkirchen in Budapest zählt. Die Jesuiten begannen mit dem Bau der Kirche im Jahre 1740. Als die Kirche schließlich im Jahre 1805 eingeweiht wurde, war der Jesuitenorden bereits abgeschafft. Der Innenraum wurde im Barockstil prunkvoll verziert. Höhepunkte dieser Kirche sind die Deckenfresken, die Kanzel mit vergoldeten Reliefs und der mit Marmorskulpturen dekorierte hohe Altar. Früherer Marktplatz wurde im Jahre 1905 nach dem Grafen Lajos Batthyány benannt, der Premierminister von Ungarn während der gescheiterten Revolte gegen das österreichische Reich im Jahre 1848 war. Er wurde im folgenden Jahr von der österreichischen Armee hingerichtet. An der Südseite des Platzes steht ein Denkmal zu Ehren anlässlich des 200. Geburtstags Batthyánys, die 2008 aufgestellt wurde.

Die Nordseite des Batthyány Platz wird von einem großen roten ehemaligen Kloster der Hl. Elisabeth-Nonnen umrandet. Die Klosterkirche verfügt über einen prachtvollen Barock-Innenraum. Vor dem Kloster steht die Statue des ungarischen Dichters Ferenc Kölcsey, der als Autor der Nationalhymne von Ungarn bekannt ist.  Gasthof Weisses Kreuz war einer der ersten Gasthöfe in Budapest und beherbergte u.A. Kaiser Joseph II. Auch auf der Westseite des Platzes befindet sich die älteste überdachte Markthalle in Buda, die ursprünglich im Jahre 1902 gebaut wurde.

Der in etwa 140 m hohe Gellértberg wurde nach Bischof Gellért Sagredo benannt, der durch seine Mission den christlichen Glauben in Ungarn zu verbreiten bekannt wurde. In der Nähe der Elisabethbrücke befindet sich ein Gellért-Denkmal. Die wurde im Jahre 1904 an jener Stelle errichtet, wo er im 11. Jh.  wahrscheinlich getötet wurde. Auf der Spitze des Berges befindet sich eine Zitadelle, die von den Habsburgern 1850-1854 errichtet wurde, um die Stadt nach der Niederschlagung des ungarischen Unabhängigkeitskrieges besser unter Kontrolle zu halten. Diese Festung war ursprünglich 200 m lang und besaß 6 m hohe Wände, die bis zu 3 m dick waren. Die alten Baracken fungieren heutzutage als Touristen-Hotel. Im Jahre 1947 wurde auf dem Berg die Freiheitsstatue errichtet. Es handelt sich um die etwa 14 m hohe Statue einer Frau, die einen Palmenwedel hoch in die Luft hält. Die Höhlenkirche wurde 1926 gegründet und wurde bis zum Jahre 1951 von dem Pauliner-Orden genutzt, bevor sie schließlich von den Kommunisten geschlossen wurde. 1989 wurde die Kirche dann wiedereröffnet.

Parallel zur Donau in Nord-Süd-Richtung in der Altstadt von Pest verlaufende Váci utca ist  Budapests älteste Handelsstraße und gilt heute als bekannteste Flaniermeile der Stadt.  Die verbindet die Große Markthalle mit dem Vörösmarty tér.

Die 3-geschossige Große Markthalle (Nagy Vásárcsarnok) wurde 1894-97 errichtet. Das basilikaartige Gebäude mit einem Langhaus und zwei Querschiffen basiert auf einer Stahlkonstruktion, die an der Fassade mit bunten, glasierten Ziegeln eingekleidet ist. An den Ecken des Gebäudes stehen breite, schwere Türme. Der Eingang ist mit Säulen und Figuren geschmückt. Früher führte ein Kanal von der Donau in die Markthalle, um die Anlieferung von Waren zu vereinfachen.

Der Bálna an der Donauufer in der Nähe der Großen Markhalle ist ein neuer Handels- Kultur-, Unterhaltungs- und Gastronomiezentrum, die auch eine Budapester Galerie, die die nationalen und internationalen zeitgenössischen Kunstwerke darstellt. Charakteristisch für diese Stilrichtung ist, dass das Gebäude sowohl als Skulptur auch als Element des Stadtbildes funktionieren kann.

Das Ungarische Nationalmuseum (Magyar Nemzeti Múzeum) ist  das älteste Museum Budapests und  verfügt über Sammlungen verschiedener Gegenstände aus der ungarischen Geschichte hinter einer klassizistischen Fassade. Der Bau wurde 1846 fertiggestellt und 2003 restauriert. Tempel-ähnliches Gebäude mit einer breiten Treppe, die zu einem monumentalen Portikus führt wird von zehn kolossalen korinthischen Säulen getragen.

Andere interessante Museen in Budapest sind: Museum für Kunsthandwerk, Holocaust Museum, Ludwig Museum in Palast der Künste sowie Ernst-Museum.

Wenn man schöne Gegenstände und Kunst liebt, sollte man die Ferenc-Hopp-Museum (ca. 20.000 Exponate) und György-Ráth-Museum unbedingt besuchen. Beide Museen zeigen auch die exclusiven Wohnräume.

Die Universitätskirche mit seinen zwei Türmen gilt als die schönste Barockkirche der Stadt. Errichtet wurde sie in den Jahren 1725 -1742 für den Paulinerorden. Gebaut wurde sie auf den Grundmauern einer türkischen Moschee.

Verlässt man das Kirchengebäude, so findet man sich vor dem ehemaligen Paulinerkloster (aus 18. Jh.) wieder.  Da der Paulinerorden jedoch 1786 von Joseph II aufgelöst wurde, stand das Kloster ab diesem Zeitpunkt leer. Ab dem Jahre 1805 wird es von der theologischen Fakultät der ungarischen Universität Budapest genutzt.

1288 errichteten Franziskaner an Stelle der heutigen Franziskanerkirche das Kloster St. Petrus. Nach der Türkeneroberung der Stadt 1541 diente das Gebäude als Moschee und 1690 übergab Kaiser Leopold I die Kirche wieder den Franziskanern. In den Jahren 1727-58 entstand die heutige einschiffe Basilika mit Tonnengewölbe. Die Kirche hielt 1858 einen schönen Turm der ungarischen Romantik.

Universitätsbibliothek beherbergt Schmuckstücke von mittelalterlichen Handschriften aus der Sammlung des Königs Matthias Corvanus, in griechischer Sprache verfasste Dante-Kodex sowie der vor allem aus medizinischer Sicht interessante Abucasis-Kodex (2 Mio. Bände!).

Die Klothilden-Paläste sind Zwillingsbauten als Wohn- und Geschäftshäuser und stehen als symbolisches Eingangstor an der Elisabethbrücke Richtung Pest.  Die Gebäude wurden 1899-1902 errichtet im Stil des Historismus erbaut. 

Innenstädtische Pfarrkirche (Belvárosikirche) ist die Hauptkirche von Pest. Der älteste Kirchenbau an dieser Stelle wurde im 12. Jh. über einem römischen Castrum errichtet. Unter dem Mittelschiff befindet sich eine Krypta, deren Steine noch aus dem Castrum stammen.  Im 14. Jh. wurde die Kirche im gotischen Stil umgebaut. Zur Zeit der Türkenherrschaft wurde sie als Moschee verwendet; hiervon zeugt ein Mihrab (Gebetsnische).

Im Jahr 1781 erließ Joseph II den sog. Duldungsbeschluss, der die Tätigkeit der reformierten Kirchen in Ungarn legalisierte. Wo mehr als 100 evangelische Familien zusammen lebten, konnten nun eigen Kirchengemeinden und eigene Kirchen gegründet werden. Evangelische Kirche wurde im 1808 gebaut. Das Evangelische Landesmuseum spiegelt die Geschichte der ungarischen Lutherischen Kirche wider.

Der traditionsreiche Konzertsaal Redoute = Die Pesti Vigadó wurde im Jahr 1865 fertig gestellt und ist auch heute noch ein Spiegel der orientalischen und romantischen Baukunst. Im Erdgeschoss zeigt die Vigadó Galeria-Expositionen mit ungarischen Werken aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Textilkunst und Fotografie.

Das Café Gerbeaud ist eines der größten und traditionsreichsten Kaffeehäuser in Europa. Henrik Kugler eröffnete 1858 seine Konditorei, dessen  Besonderheiten  die chinesischen und russischen Teespezialitäten waren sowie seine Eiskreationen. Emil Gerbeaud übernahm ab 1884 Kuglers Geschäft Stück für Stück. 1995 erwarb der deutsche Unternehmer Erwin Franz Müller  die Konditorei Gerbeaud und ließ sie aufwändig renovieren. Heute erscheint das Café wieder in seinem ursprünglichen, von Emil Gerbeaud geplanten Stil (den Kronleuchtern, den aus verschiedenen Edelhölzern gefertigten Verkleidungen und dem Mobiliar).

Wichtigster Bau aus der Regierungszeit Karl III (1711-40) ist das ehem. Invalidenhospital, in dem heute das Zentrale Rathaus untergebracht ist. Die Tore, mit den herausragenden Giebeln, das stark profilierte Gesims und die Skulpturen an den Eingängen sind Meisterstücke ihrer Zeit.

Aufgrund des Duldungsbeschlusses erhielten die Juden 1783 in Pest Wohnrecht. Die große Synagoge ist das größte jüdische Gotteshaus in ganz Europa. Die 40 Meter hohen Türme ragen seit 1859 in den ungarischen Himmel. Vor dem Thoraschrein befindet sich das Lesepult nicht wie üblich in der Mitte des Raumes, sondern im Chor – also an der Stelle, die in christlichen Kirchen der Altar einnimmt.

Im Hof wurde im 1990 das Mahnmal zum Gedenken an den Holocaust aufgestellt. Das Jüdische Museum dokumentiert die Geschichte des ungarischen Judentums von der Römerzeit bis in die Gegenwart.

Rákóczistraße ist eine lebhafte Straße, die von Häusern der Jahrhundertwende geprägt ist. Im Haus Nr. 31 steht das älteste Bauwerk – die St.Rochus-Kapelle – aus dem Jahr 1797 und wurde im Gedenken an die Pestopfer von 1711 errichtet. Haus Nr. 21 beherbergt das Nationale Musiktheater Urania. Die prachtvolle Neorenaissance-Fassade des Ostbahnhofs entstand 1884. Seine kulturelle Neubelebung ist auch an das Hotel Palace und die altungarische Traditionskonditorei Hauer zu verdanken.

1896 errichtete Hotel Royal im Neo-Stil der französischen Renaissance entworfen. Seit 1991 stehen lediglich die historische Fassade und der alte Ballsaal, die mit viel Geld neu wiederhergestellt wurden. Seit 2006 kann man das neu renovierte alte unterirdische Thermalbad besuchen.

Über 2,5 km führt die Andrassy út-Straße vom Erzsébet tér in unmittelbarer Nähe der Stephans Basilika in gerader Linie zum Heldenplatz und dem anschließenden Stadtwäldchen. Es gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Andrássy Straße bekam Ihren Namen nach dem ehemaligen Ministerpräsidenten Graf Gyula Andrássy nach Fertigstellung im Jahre 1886.

Der Heldenplatz (Hösök tere) wurde 1929 eingeweiht und auf dem Platz befinden sich das Millenniumsdenkmal, das Heldendenkmal sowie die Kolonnade, ein halbkreisförmiges Gebilde aus Säulen. Das Millenniumsdenkmal wurde zur 1000-jährigen Bestehen Ungarns 1896 errichtet. Seine rund 40 m hohe Säule ist weit sichtbar und trägt ganz oben das Abbild des Erzengels Gabriel.

Den Sockel umstehen die sieben Stammfürsten Ungarns, im linken Halbrund sieht man die ungarischen Könige und im rechten Halbrund bedeutender Persönlichkeiten des Landes.

Am Rande des Haldenplatzes befinden sich mehrere Museen. Museum der bildenden Künste beherbergt die berühmte Abteilung Spanische Malerei, die als umfangreichste und qualitätsvollste der Welt gilt.  1906 errichtete Gebäude ist im Sinne der klassischen Tempelbauten und der italienischen Renaissance gebaut. Die Kunsthalle ist der Tempel der Gegenwartskunst.

Das Zeitrad ist die größte Sanduhr der Welt mit einem Durchmesser von 8 m, bei einer Breite von 2,5 m und  mit einem Gesamtgewicht von 60 Tonnen. Sie steht unweit des Heldenplatzes, am Rande des Stadtwäldchens. Mit ihr feierte Ungarn am 1. Mai 2004 den Beitritt zur Europäischen Union. Als Materialien wurden Edelstahl, Sicherheitsverbundglas und roter Granit verwendet. Durch einen Hebel wird die Uhr jährlich in der Silvesternacht, nachdem das letzte Sandkorn um 24:00 Uhr durch die Uhr gerieselt ist, durch zwei Menschen um 180° gedreht, und damit wieder in Gang gesetzt.

Kleine Untergrundbahn (kis földalatti) wurde 1896 von Zentrum zum Stadtwäldchen (knapp 4 km)  geöffnet. Sie war die erste elektrisch betriebene Untergrundbahn auf dem europäischen Kontinent (in London wurde Metro mit Dampfloks betrieben). Im U-Bahn-Museum kann man einige der alten Originalwagons besichtigt werden.

Das Stadtwäldchen wurde 1810 vom französischen Landschaftsgärtner Nebbion angelegt und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Es erstreckt sich über eine Fläche von 1,2 km² und war einst eine sumpfige Hügellandschaft. Im Stadtpark befindet sich Vajdahunyad-Burg, Landwirtschaftsmuseum, Verkehrsmuseum, Széchenyi-Thermalbad, Vergnügungspark und der Zoo. 

Der im mittelalterlichen Stil errichtete burgartige Gebäudekomplex - Vajdahunyad-Burg -  mit einem Burgtor, spitzen Türmen, Giebeln und Zinnen ist einzigartig und diente der aus diesem Anlass veranstalteten Budapester Millenniumsausstellung 1896. Da sind  21 markante Bauwerke zu einer fantastischen Burg zusammengepuzzelt. Ein altes Burgtor mit Brücke über den Burggraben eröffnet den Zugang zur Festungsanlage. Dutzende Wehrtürme und Burgzinnen schmücken die hohen Mauern und wirken geschichtsbeladen. Besonders in der warmen Jahreszeit ist der Innenhof Schauplatz von Theaterspektakeln und Konzerten. Das größte landwirtschaftliche Museum Europas ist im Burg untergebracht.

Gegenüber dem Landwirtschaftsmuseum steht das wohl populärste Denkmal Budapests – Skulptur des Anonymus – vom 1903.  Die Kapuze der Mönchskutte verdeckt das Gesicht des Schreibenden.

Einer der schönsten Bäder in Budapest – auch architektonisch – ist das Széchenyi Heilbad. Das Bad war  das erste in Pest und gilt heute eines der größten Badekomplexe Europas. Die Tiefe des artesischen Brunnens liegt bei 960 Metern. 350-400 Liter pro Minute sprudelt das 74 °C heiße Heilwasser aus dem Brunnen. Das erste Badehaus wurde 1881 eröffnet und immer wieder erweitert oder restauriert.

Das Zoo von Budapest wurde um 1866 eröffnet und ist der älteste Zoologische Garten Ungarns und gehört zu den ältesten der Welt. In einer idyllischen Parklandschaft im Stadtwäldchen bietet er mehr als 730 Tierarten ein neues Zuhause. Im Palmenhaus findet man viele schöne exotische Pflanzen und Bäume.

Verkehrsmuseum Budapest ist eines der vor längster Zeit gegründeten Museen von technischer Art und befindet am Rande des Stadtwäldchens. Der zeigt Exponate von der Modelleisenbahn bis zum Donau-Dampfschiffe. Auf einer Ausstellungsfläche von 5000 m² wird die Entwicklung des Verkehrs in Ungarn vielfältig dokumentiert.

Die größte Sport- und Veranstaltungshalle des Landes, die Budapest Sportaréna,  ist eine Mehrzweckhalle in Budapest. Zuschauerkapazität liegt bei  15.000 Plätzen. Sie  befindet sich auf einem großen Gelände außerhalb des Stadtzentrums zusammen mit dem Nationalstadion Puskás Ferenc Stadion.

An Andrassy Straße gelegenes Opernhaus wurde im Stil der Neorenaissance in den Jahren 1875-1884 erbaut. Die Ungarische Staatsoper zählt zu den schönsten und prachtvollsten Opernhäusern der Welt. Schon von außen ist es ein bemerkenswertes Gebäude, doch übertroffen wird das noch vom prunkvollen Inneren.

Die schönsten elektrischen Gebäude von Budapest sind an dieser Straße mit prächtigen Villenanlagen der reichen Budapester Bevölkerung in offener Bauweise sowie zahlreichen Mietshäusern mit wunderbaren Innenräumen und Springbrunnen.

Ein prächtiges gebäude ist die in französischen Renaissancestil gebaute Drehsler Palast, die jetzt als Hotel fungiert sowie

die Jugendstil Gresham Palast, die auch als Hotel umfunktioniert wurde.

Haus des Terrors ist  im Jahre 1880 im Neorenaissancestil auf Andressy ut erbautes Palais und war ursprünglich in jüdischem Besitz. Im Kriegsjahr 1940 begann die schreckliche Geschichte mit der Umfunktionierung des prächtigen Hauses zur Zentrale der nationalsozialistischen Pfeilkreuzler. In den Folterkellern wurden vorrangig Juden verhört, gequält und oft auch hingerichtet. Heutzutage fungiert es ein als Gedenkstätte konzipiertes historisches Museum.

Die berühmte Neorenaissancestil gebaute St. Stephans Basilika wurde im Jahre 1905 im Stadtteil Pest fertiggestellt und stellt seitdem bis zur heutigen Zeit die größte Kirche Budapests dar. Die in der Nähe der Kettenbrücke befindliche Kirche ist dem ersten christlichen ungarischen König Stephan gewidmet.

Die Gesamthöhe des imposanten Bauwerks beträgt 96 Meter und die beherbergt viele Glasmalereien, Gemälde und Skulpturen. Die Balustrade der Kuppel ist für Besucher geöffnet. Der Weg hinauf kann entweder über 297 Treppenstufen oder mit einem modernen Aufzug genommen werden. Eine unter vielen Reliquien, welche in der Kirche aufbewahrt werden, ist die einbalsamierte rechte Hand König Stephans.

Gleich am Beginn der Andrássy út -Straße befindet sich ein etwas ungewöhnliches Museum, das Postmuseum. Schon das Gebäude ist eine Augenweide, das Palais Saxlehner wurde 1886 erbaut und steht unter Denkmalschutz.

Das Miniversum ist eine riesige, wunderschön erarbeitete und detaillierte Modelleisenbahn, wo die Landschaften und Sehenswürdigkeiten von Ungarn, Österreich und Deutschland in hundertfacher Verkleinerung zum Leben erweckt werden.

Die geschichtlich bedeutende 2,5 km lange Margareteninsel liegt in der Mitte von Budapest und ist mit Brücken zu beiden Uferseiten verbunden und eine schöne autofreie Umgebung für alle, die Sport treiben, ausruhen oder Radfahren wollen. Die 5 km lange Joggingzone um die Insel herum ist sehr beliebt. Palatinus Strand und die Schwimmhalle bieten für Wasserratten ideale Bedingungen. Der kleine Tierpark ist interessant für die kleinen Besucher und der Japangarten mit den Schildkröten für die großen Besucher.

Im Falle eines Sieges über die Tataren versprach König Béla IV. von Ungarn, seine Tochter Margarete als Nonne in das dortige Dominikanerinnenkloster zu schicken, dem der Großteil der Insel gehörte. Im Kloster starb seine Tochter schon im Alter von 35 Jahren und wurde im Jahr 1271 seliggesprochen. Die Überreste dieses Franziskanerklosters aus dem 13. Jh. stehen an der Ostseite. Nördlich der Klosterruinen ist ein zentraler Rosengarten mit über 2500 verschiedenen Rosenarten angelegt. An der Westseite der Insel erhebt sich der 57 Meter hohe Wasserturm, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die St. Michaeliskapelle, Teil des Prämonstratenser-Klosters aus dem 12. Jh.,  geherbergt die wahrscheinlich älteste Kirchenglocke Ungarns aus dem 15. Jh.

Hospital on the Rock war der Name für einen Krankenhaus in den Höhlen unter der Budaer Burg und wurde in den 1930er Jahren geschaffen, in Vorbereitung auf den Zweiten Weltkrieg. Danach wurde das Krankenhaus als Atombunker umfunktioniert und jetzt ist ein Museum (Sziklakórház Múzeum).

Andere interessante Besuchermagnete in Budapest sind u. A. Aqua World – Wasserpark sowie Vidámpark – Vergnügungspark.

Die Pálvölgyi Tropfsteinhöhle ist mit ihren rund 14 km Länge die zweitgrößte Höhle Ungarns. Neben einer weiteren in diesem Gebirge gelegenen Höhle kann sie von Touristen besichtigt werden, die sich besonders an den skurrilen Tropfsteingebilden erfreuen können. Er befindet sich auf Budaer Seite in der Höhe von Margareteninsel.

In der Szemlöhegyi Höhle durchdringen Thermalquellen die Kalkfelsen. Erst im Jahre 1986 wurde die Höhle dann für Besucher geöffnet. Von den insgesamt 2 km freigelegten Teilen der Höhle, steht den Besuchern eine 300 Meter lange, beleuchtete Strecke zur Verfügung. Ein weiterer Aspekt, diese schöne Höhle zu besuchen, ist die heilende Wirkung auf die Atmungsorgane, die durch die feuchte und kühle Luft entsteht. Seit dem Jahre 1990 wird die Höhle auch für Heilzwecke genutzt.

Óbuda ist das älteste von drei Stadtteilen Budapests. Um Christi Geburt wurde das Gebiet des heutigen Ungarn von den Römern erobert. Um 106 wurde die Provinz Pannonia inferior eingerichtet, deren Hauptstadt Aquincum wurde. Diese Stadt wurde mit einer Mauer, einem öffentlichen Bad und zwei Amphitheater ausgestattet. Die Reste von Aquincum befinden sich heute in Óbuda und sind wegen der dort dünneren Bebauung teilweise gut erhalten und erforscht. In Aquincum-Museum sind Funde (u. A. Grabsteine, Statuen, Münzen, Schmuck, Töpfe sowie Schreibwerkzeuge) von Ruinen untergebracht.

Das Amphitheater diente mit Gladiatorenkämpfen und Tierhatzen der Unterhaltung der hier stationierten Legionäre. Die 131 x 107 m Arena bot etwa für 12.000 Zuschauern Platz.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das am besten erhaltene Bauwerk dieser Zeit ist das Militärbad (Balineum) aus dem 1. Jh. Das 120 x 140 m  große Badeanlage hatte Heiß-, Warm- und Kaltbecken, war von einer Säulenhalle überdacht. Mosaike, Sprungbrunnen und Skulpturen zierten das Bad. Das Badmuseum zeigt Exponate zur Bäderkunde und Medizin der Römer. Hercules-Villa beinhaltet prachtvolle Mosaike mit Szenen der Hercules-Taten und der Dionysos-Sage.

Das Schloss der Grafen Zichy, denen ganz Óbuda gehörte, wurde 1746-57 gebaut. Heute geherbergt es Lajos-Kassák-Gedächtnismuseum und das Vasarely-Museum. Im Kiscelli-Museum kann man die Stadtgeschichte in anschaulicher Weise betrachten. Eine komplette Apotheke, Zunftschilder, Waffen und eine Ausstellung zur Presse und Zeitungswesen finden Sie dort. Die Gemäldegalerie präsentiert Werke der ungarischen Malerei des 20. Jh. und organisiert Ausstellungen zur internationalen Gegenwartskunst.

1727 erteilte die Adelsfamilie Zichy jüdischen Einwanderern das Zugangsrecht nach Óbuda. Zu Beginn des 19. Jh. wurde aufgrund des starken Zuwachses der jüdischen Bevölkerung eine größere Synagoge notwendig. Die ehemalige Synagoge von Óbuda wurde 1820-25 im klassizistischen Stil gebaut und heute ist da ein Studio des Ungarischen Fernsehens untergebracht.

 

Ungarn bietet auch schöne Kleinstädte in der Hauptstadtnähe. Das Schloss Gödöllő liegt ca. 25 km nordöstlich der Hauptstadt. Das Schloss wurde im 18. Jh. für den Grafen Antal Grassalkovich I. errichtet. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. war es die bevorzugte Residenz der Österreichischen Kaiserin Sissi. Das Schloss beherbergt ein Schlossmuseum, in dem derzeit knapp 30 Räume zu besichtigen sind. Die heute rekonstruierten und für Besucher zugänglichen Räume entsprechen in ihrer Farbgebung und ihrem Wandbehang weitgehend dem Zustand von 1867. Die ausgestellte Möblierung entstammt, ebenso wie die Stuck-dekorationen, vorwiegend dem Rokoko und dem Neobarock. Zu den bedeutendsten Räumen des Schlosses zählen der in weiß-goldenen Tönen gestaltete, 166 m² große Rokoko-Festsaal. Die nördlichen Flügel sind weiterhin in einem ruinösen Zustand.

Aufgrund seiner Nähe zu Budapest (20 km)  des reizvollen barocken Stadtbildes und der Lage an der Donau gehört Szentendre zu den beliebtesten Touristenzielen Ungarns. Am heutigen ethnographischen Freilichtmuseum entstand zu Beginn des 3. Jh.  großes römisches Landgut -  Villa Rustica - eines der größten in Pannonien, das bis um 380–390 n. Chr. bestand und anschließend verlassen wurde und die Reste heute besichtigt werden kann.

Früher war Esztergom die Hauptstadt Ungarns und sie liegt an der Grenze zur Slowakei. Die größte katholische Kirche Ungarns  - der Kathedrale Mariä Himmelfahrt und St. Adalbert befindet sich hier. Die nette Stadt hat auch andere interessante Sehenswürdigkeiten anzubieten.