Pori Sehenswürdigkeiten

Die an der finnischen Westküste liegende Stadt Pori hat eine lange Geschichte als eine wichtige Handelsstadt zwischen Finnland und Europa. Fisch und andere Meeresfrüchte wurden nach Europa ausgeführt und exotische Delikatessen wie Gewürze und Wein sowie Textilien wurden wiederum nach Pori importiert und weiter in anderen Teilen Finnlands transportiert.

Der Hafen- und Industriestadt am Fluss Kokemäenjoki würde von Johann III, König von Schweden 1558 gegründet. Es ist das Zentrum von Satakunta und hat ca. 85 000 Einwohner. Die Industrialisierung begann in großen Maßstab 1852 als die Stadt von einem Großbrand in einem Tag zerstört wurde. Breite Alleen und prächtige Backsteingebäude am Flussufer wurden nach dem Brand gebaut. 20 Jahre später machte die Sägeindustrie die Stadt einem der wichtigsten finnischen Zentren für Holzexport. Heute noch ist es eine wichtige Hafenstadt mit Hafen Mäntyluoto und Tahkoluoto. Die Stadt liegt heute 20 km vom offenen Meer (Bottnischer Meerbusen) entfernt. Messungen haben ergeben, dass sich das Gebiet immer noch um einen Meter in 100 Jahren hebt. Die Deutschen Partnerstädte von Pori sind Bremerhaven und Stralsund.

Pori hat eine Vielzahl von Kunstgalerien, Museen und Konzerthallen. Pori Jazz ist ein internationales Jazzfestival (schon seit 1966) und eines der größten Jazzfestivals in Europa, das jeden Sommer in Kirjurinluoto stattfindet. Außer Jazz wird da auch Blues, Soul, Reggae, Hip-Hop, Rhythm & Blues, Swing und Rock gespielt. Während des fünftägigen Festivals findet auch ein kostenloses Kinderfestival mit Musik-Workshops, Konzerten und Auftritten statt.

Kirjurinluoto ist eine 25 Hektar große Schäre und Parkanlage. Die Schären entstanden durch natürliche Bodenhebung und Verschlammung durch den Fluss. Es ist ein beliebter Freiluftsport- und Erholungsort mit seinem Minigolfbahn, Frisbeegolf, Badestrand, Vogelpark und Naturlehrpfade.

In Kirjurinluoto befinden sich auch ein Sommertheater sowie der Kinderspielpark Pelle Hermanni und der neue Angry-Birds-Kinderspielplatz. Der Park ist hervorragend geeignet für ein Picknick.

Der Yyteri Strand erstreckt sich auf einer Länge von sechs Kilometer an der Ostsee ca. 16 km von der Stadtzentrum entfernt. Der Strand gilt in seiner Form als einer der größten in den nordischen Ländern und ist berühmt für seine Sanddünen. Yyteri ist vor allem in den Sommermonaten ein beliebtes Ausflugsziel mit seinen Lehrwanderpfaden, 10 Vogel-beobachtungsturmen sowie einen 18-Loch-Golfplatz.

Sehr gut kann man den Strand mit Kleinkindern auch besuchen, weil der Strand sehr langsam tiefer wird. Von hier aus kann man auch die Insel Reposaari besuchen. Der Archipel Luvia bietet wunderschöne Umgebung mit seinen über 400 Inseln uns Schären zum Segeln.

Pori Theater ist das erste finnisch-sprachige Theater im Land. Es wurde im 1884 im Neurenaissance-Stil gebaut. Der neunte Großbrand in der Geschichte von Pori begann auf diesen Standort stehenden Rosenlew-Haus im Mai 1852. Es zerstörte die ganze Stadt: die Kirche, Gerichtssaal, 24 Stein- und 991 Holzhäuser. Nach dem Brand hat G.Th. Chiewitz einen neuen gitterartigen Stadtplan entworfen. Das aktuelle Zentrum von Pori befindet sich am Südufer der Fluss Kokemäenjoki.

Pori Vikar Agentur befindet sich im historischen Gebäude in der Nähe des Südufers. Es wurde im 1893 vom Architekten Ricardo Björnberg für Kapitän Oscar Heine entworfen. In einer Ecke gebauter Rundturm sieht aus wie ein Schiffsmast.

Die Architektur ist wie in vielen anderen finnischen Städten Schöpfung von Carl Ludwig Engel. Von ihm stammt auch das 1839-41 im neuklassischen Stil gebautes Rathaus am Kokemäki-Flussufer. 

Porin Puuvilla (Pori Cotton AG) war in den Jahren 1898-1974 ein bekannter Baumwollstoffe- und Garnproduzent, deren Tätigkeit schließlich im Jahr 1994 komplett stillgelegt wurde. 1981 wurde die Baumwollweberei bei einem Brand zerstört, dass Finnlands größtes jemals in Industrieanlagen aufgetretenes Feuer war. Cotton Fabrik ist heute Sitz des Universitätszentrums von Pori sowie Unternehmen in verschiedenen Sektoren.

Seit 2014 beherbergt Areal den Einkaufszentrum Puuvilla, die eine von Finnlands größten Einkaufszentren ist. Baumwollspinnerei Areal gehört zu den National Bedeutenden Baukulturellen Umfeld Finnlands.

Sehr sehenswert ist das 35 m hohe achteckiges Juselius-Mausoleum (im Bild) im Friedhof Käppärä, das Fresken des finnischen Malers Akseli Gallen-Kallela enthält. Es wurde 1903 im Auftrag des wohlhabenden Unternehmers F.A. Juselius für seine mit elf Jahren verstorbene Tochter erbaut.

Pori Memorial (Drummer Junge) im Itäpuisto wurde von Kauko Räike entworfen. Es wurde von Albert Edelfelt im Jahre 1892 gemalten Werk Porilaisten marssi inspiriert. Eetu Salin Denkmal liegt im Eetu-Platz in Itäpuisto. Es wurde im Jahr 1955 von Professor Aimo Tukiainen entworfen. Das Denkmal ist eine der berühmtesten Skulpturen in Pori. Von Bildhauer Wäinö Aaltonen entworfene Gedenkstätte Torpedoschiff S2 befindet sich vor die Kirche in Reposaari. Von dem gesunkenen Torpedoschiff geborgener 23 Toter wurden in Reposaari in einem Gemeinschaftsgrab am 15. August 1926 gesegnet.

 

 

 

Äestäjä Skulptur in Cygnaeus Park wurde vom Bildhauers Emil Cedercreutz 1920 entworfen. Es ist seine erste öffentliche Skulptur sowie das erste  öffentliche Statue in Pori.

Satakunta Bär Skulptur (Pori Bär) wurde auch von dem Bildhauer Emil Cedercreutz im 1938 vor Pori Rathaus konzipiert. Die Studierende in Pori schmücken die Statue mit einer Abi Mütze am Maifeiertag.

 


Das Museum Satakunta sollten Sie unbedingt besuchen.

Das Kunstmuseum Pori befindet sich in einem alten Lagerhaus am Flussufer nähe Rathaus. Die Gebäude wurde 1858-60 aus Stein ursprünglich für die Verwendung der Zoll gebaut.

Das Zentral Pori Church (Keski-Porin kirkko) ist die größte Kirche in der Region Satakunta und einer der größten in Finnland. Es wurde 1859–63 in neugotischen Stil an Kokemäki-Flussufer gebaut. Das dreischiffige Kirchengebäude ist 65 m lang und etwa 30 m hoch. Es ist für seinen 72 m hohen einzigartigen Kirchturm bekannt. Gusseisen Turmspitze wiegt mehr als 60 t. Umgebung der Kirche diente niemals als Friedhof außer als Soldatenfriedhof.

Es befinden sich vier Mahnmale im Kirchenpark.

 

 

Rauma Sehenswürdigkeiten

Rauma ist eine kleine Stadt an der Ostseeküste ca. 50 km südlich von Pori und  90 km nördlich von Turku. Vor dem offiziellen Gründungsjahr im 14. Jh. wurden ein Franziskanerkloster und eine Kirche in Rauma gebaut. In dieser Zeit entwickelte sich die Region zu einem Zentrum für Seefahrt, und mit ihren 57 Schiffen hatte die Stadt im Jahr 1897 die größte finnische Segelflotte. Im Jahr 1442 wurden Rauma die Stadtrechte zugesprochen. Damit ist Rauma die fünf älteste Stadt Finnlands.

Der Dialekt von Rauma (Rauman giäl) gilt als der schwerst verständliche finnische Dialekt. Der Dialekt wird von immer weniger Menschen gesprochen und ist vom Aussterben bedroht. An der Stadtgrenze von Rauma am Straßenrand steht ein Schild, das den Ankommenden im Rauma-Dialekt mit Ol niingon gotonas („Ole niinkun kotonasi“ = „Fühle dich wie zu Hause“) grüßt und bei der Ausfahrt Luanikast reissu („Gute Reise“) wünscht.

In den Jahren 1640 und 1682 verwüsteten zwei verheerende Stadtbrände Rauma. Seitdem ist die Stadt aber von Feuersbrünsten verschont geblieben, was für eine Holzhausstadt eine Seltenheit ist. Heute ist die hölzerne Altstadt mit ihren 600 Häusern auf einer Fläche von 28 Hektar das größte historische Holzhausviertel Nordeuropas, die seit 1991 zur UNESCO-Liste des Weltkulturerbes gehört.

Die Häuser, die allesamt historische Namen tragen, weisen teilweise reich verzierte Fassaden auf.

 

 

 

 

Am Marktplatz in der Altstadt befindet sich das Alte Rathaus aus dem Jahr 1776 mit dem Stadtmuseum von Rauma, wo zum Bespiel die berühmten Raumaer Klöppelspitzen vorgestellt werden. Ein der beliebtesten Festivals ist die Rauma Spitzenwoche im Juli. Die Woche kulminiert in der Nacht der Schwarzen Spitze in der Altstadt.

Im Seefahrtsmuseum findet Besucher die Möglichkeit, den einzigen Navigationssimulator Finnlands zu probieren. Für Kunstinteressierte sind das Kunstmuseum Rauma und das Lönnström-Kunstmuseum mit ihren faszinierenden Ausstellungen, Workshops, Vorträgen und Konzerten zu empfehlen.

Im Sommer erzählt das Kirsti-Haus vom Leben der Seeleute in Rauma im 17.-18.Jh. Im Marela-Haus (im Bild) können Besucher in die Welt eines finnischen Reeders eintauchen. Neurenaissancefassade ist vom Ende 17. Jh. Der Töpferwerkstatt bietet einen Werkstatt und Wohnstube eines Töpfers aus dem frühen 20. Jh.

Die ehemalige Klosterkirche der Franziskaner, die Heilig-Kreuz-Kirche am Rand der Altstadt, wurde um 1520 erbaut und enthält wunderschöne mittelalterliche Fresken. Der weiße Kirchturm wurde 1816 angebaut und war ein wichtiger Orientierungspunkt für Seefahrer.

Die ältere, Ende des 14. Jh. errichtete Dreifaltigkeitskirche wurde beim Stadtbrand von 1640 zerstört. Ihre Ruinen sind aber bis heute erhalten. Auf dem alten Friedhof befindet sich Alfred Kordelins Grabkapelle, die von Lars Sonck entworfen und 1921 gebaut wurde.

Kiikartorni (im Bild) ist ein ehemaliger 18,6 m hoher Wachturm im Hafen. Er bietet herrliche Aussichten über den Rauma Archipel. Der Turm ist geöffnet in den Sommermonaten und der Eintritt ist frei.

Der Wasserturm von Rauma bietet sowohl einen herrlichen Blick über die Stadt als auch einen Café-Souvenirladen.

 

Im Archipel befindet sich der einzigartige Leuchtturm von Kylmäpihlaja (im Bild rechts), der heute als Restaurant, Café und Hotel dient. Schiffsfahrten im Archipel für Touristen finden in den Sommermonaten statt. Das Schärenmeer bei Rauma ist als Naturschutzpark ausgewiesen. Es ist durch zahlreiche Wracks bekannt.

In der Region Rauma finden jährlich zahlreiche Festivals statt: Klustermus, ein Festival alternativer Musik, das Bluesfestival Rauma Blues, ein 7-tägiges Festival klassischer Musik, Festivo und das Jazzfestival Rauma Summer Jazz sowie für Filmfreunde das Filmfestival Blue Sea Film Festival.

Der mehr als 3000 Jahre alte bronzezeitliche Friedhof von Sammallahdenmäki, ebenfalls eine UNESCO-Welterbestätte, befindet sich etwa 20 km östlich von Rauma in Lappi Kivikylä.

Eura liegt ca. 40 km von Rauma und  ist  für zahlreiche archäologische Funde bekannt, die die reiche Frühgeschichte der Region bezeugen. Im Museum Naurava Lohikäärme („Lachender Drache“; im Bild) werden Funde aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit gezeigt. Im Ort Mannila befindet sich ein Freilichtmuseum mit einem rekonstruierten eisenzeitlichen Dorf.