Moseltal Sehenswürdigkeiten

Zweifellos gehört Mosel Tal zu den schönsten und beliebtesten Urlaubsgebieten Deutschlands. Sie bietet uralte Kulturdenkmäler, unzählige andere Sehenswürdigkeiten, einzigartige Natur und vor allem herzliche Gastfreundschaft, für die Moselaner eine Selbstverständlichkeit ist. Die Römische Weinstraße ist reich an romantischen Ecken, an großen und kleinen Sehenswürdigkeiten. Schauplätze der Geschichte wechseln sich ab mit Schauplätzen der Natur. Der gut ausgebaute und flache Moselradweg lädt zum Radurlaub an der Mosel ein. Einfache Rundwanderwege,  Premiumwanderwege und der Qualitätswanderweg Moselsteig mit seinen Partnerwegen, den Moselsteig-Seitensprüngen warten Wanderurlauber.

Der Moselsteig mit seinen 365 km ist einer der abwechslungsreichsten Fernwanderwege in Deutschland. Er deckt den kompletten deutschen Lauf der Mosel ab, von Perl an der deutsch-französisch-luxemburgischen Grenze, bis zum Deutschen Eck in Koblenz.

Moselhöhen-Wanderweg ist eine besondere Wanderung, die von Ediger-Eller aus über den Klettersteig Calmont nach Bremm durch den steilsten Weinberg Europas führt. Dass Wein, Kultur und Feste feiern zusammengehören, können Sie in den Orten an der Mosel erleben.

 

Koblenz

Umarmt von "Vater Rhein und Mutter Mosel" liegt Koblenz in einer der schönsten Landschaften Deutschlands. Koblenz ist die größte Stadt der Mosel im nördlichen Rheinland-Pfalz und hat 110.000 Einwohner. Bereits seit der Steinzeit ist das Gebiet von Koblenz besiedelt. Die Römer bauten hier erstmals eine befestigte städtische Siedlung. Es entstanden im heutigen Altstadtkern das Kastell Confluentes zur Sicherung der Rheinstraße.

Die historische Altstadt, die romantischen Gassen, malerischen Hinterhöfen und gemütlichen Straßencafés laden zum Verweilen ein. Koblenz ist eine Stadt zum Wohlfühlen und Genießen und bietet das perfekte Ambiente für ausgedehnte Shoppingtouren durch eine bunte Einzelhandelslandschaft.

Wer in die Geschichte der Stadt eintauchen will, beginnt seinen Spaziergang am besten am Münzplatz, dort wo die Römer einst ihr "Castellum apud confluentes" gegründet haben. Der ursprüngliche lateinische Name Confluentes (die Zusammenfließenden) leitete sich von der Lage der Stadt an der Mündung der Mosel in den Rhein.

Die Großstadt Koblenz feierte im Jahr 1992 ihr 2000-jähriges Bestehen und gehört damit zu den ältesten Städten Deutschlands. Teile von Koblenz gehören zum UNESCO-Welterbe.

Das Forum Confluentes bietet in sechs Ebenen Platz für die Kunstsammlung des Mittelrhein-Museums, die Stadt Bibliothek, das neue interaktive Romanticum, die Tourist-Information und moderne Gastronomie. Kulinarische Spezialitäten hat Koblenz anzubieten: Debbekooche (Döbbekuchen), Dunkes, Gedämpde, Rheinischer Sauerbraten und Schrottele – Lackierte Affe – Sooßekardoffele.

Das 1835 gegründete Mittelrhein-Museum gehört zu den ältesten und renommiertesten bürgerlichen Museen Deutschlands. Vom Mittelrhein-Museum verwaltetes Mutter-Beethoven-Haus, wo  die Mutter Ludwig van Beethovens - Maria Magdalena Keverich – 1746 geboren wurde, präsentiert im Erdgeschoss die Geschichte Ehrenbreitsteins als kurfürstliche Residenzstadt. Im Obergeschoss wird die Familiengeschichte der Keverichs vorgestellt. Daran schließt sich eine Ausstellung zu Beethovens Jugendzeit, seinen Freundschaften und seinen letzten Lebensjahren in Wien an.

Das Romanticum ist eine Erlebnisausstellung in der man selbst kreativ werden kann, basteln, fotografieren und sogar singen. Hier begeben sich die Besucher an Bord eines virtuellen Schiffes auf eine deutschlandweit einmalige multimediale Rheinreise durch das „Oberes Mittelrheintal“. In zehn eigenständigen, unterschiedlich gestalteten Ausstellungsbereichen mit mehr als 70 interaktiven Stationen erleben die Passagiere die einzigartige Landschaft UNESCO-Welterbe. Die Ausstellung bietet an insgesamt 30 Exponaten die Möglichkeit, Informationen aus der Ausstellung auf der Eintrittskarte zu speichern. Für jeden Besucher wird dazu eine eigene kleine Internetseite erstellt, auf der die gesammelten Inhalte nach dem Besuch gespeichert sind.

Das Weindorf Koblenz ist 1925 anlässlich der "Reichsausstellung Deutscher Wein" entstanden. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Weindorf bei einem Luftangriff zerstört und 1951 in seiner jetzigen, leicht vereinfachten Form wieder aufgebaut. Hier stellten die einzelnen Weinbauregionen und Weinhersteller während der Reichsausstellung ihre Weinprodukte vor. Hinter dem Koblenzer Weindorf wurde ein "Miniatur-Weinberg" angelegt. Mit gerade einmal 750 Rebstöcken auf 1500 Quadratmetern ist das "Schnorbach Brückstück" noch immer die kleinste registrierte Einzellage in ganz Deutschland. Heute steht das Winzerdorf ganz im Zeichen der Gastronomie.

Die Römer brachten damals die ersten Weinreben in die Region. Seither wird diese alte Tradition gepflegt sowohl am Rhein als auch an der Mosel. Beim Winzer persönlich (z.B. Weingut Göhlen, Schwaab, Wagner, Hähn usw.), bei Wein- und Winzerfesten, in einer der urigen Straußwirtschaften (z.B. Weingut Spurzem), in den vielen Weinstuben (u. A. Weinhaus Hubertus im einer der ältesten erhaltenen Fachwerkhäuser vom 1689, Winzerstube Wacht am Rhein und Weinhaus Kreuter), Restaurants (z. B. Augusta) und Kneipen (z.B. Gecko Lounge) an den Flussufern können auch Sie wunderbar ein paar Schoppen genießen.

In Koblenz-Güls die Weingut Schwaab bietet Felsenkellertouren und Weinproben, die in den Bergstollen unter der Spitzenlage Koblenzer Marienberg führt. Der historische Felsenkeller aus dem Jahre 1861 ist ein Ort für Erlebnisse rund um den Wein. Ursprünglich als Bergwerk geplant und begonnen, können heute Edelstahl- und Fasskeller mit Schatzkammer besichtigt werden.

Aus der um 1020 auf dem Ehrenbreitstein erbauten Burg entstand nach und nach die Festung Ehrenbreitstein,  die auf der gegenüberliegenden Rheinhöhe liegt. Das Landesmuseum Koblenz beinhaltet in der Festung Ehrenbreitstein vier Ausstellungshäuser. Hierzu zählt das Haus der Fotografie mit einer repräsentativen Auswahl aus der Landessammlung zur Geschichte der Fotografie, das Haus des Genusses mit der Ausstellung Wein-Reich Rheinland-Pfalz. Das Haus der Archäologie zeigt die Spuren menschlichen Wirkens an Mittelrhein und Mosel.

Die Festung ist vom Deutschen Eck mit einer kleinen Fähre und einer Seilbahn zu erreichen. Durch haushohe Festungsgräben, mächtige Tore und dunkle Gänge geht es weiter zum Festungsplateau, wo sich ein Blick über die langgezogene Brüstung lohnt.

Kurfürst Franz Georg Schönborn ließ das barocke, schlossartige Dikasterialgebäude Mitte des 18. Jh. am Fuße des Ehrenbreitsteins errichten. Das Gebäude stand ursprünglich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss Philippsburg, damals einer der bedeutendsten und größten Barockbauten am Rhein, die 1801 von den Franzosen zerstört wurde.

 

Im Ortsteil Ehrenbreitstein befindet sich seit 1628 das Kapuzinerkloster Koblenz. Die Klostergebäude wurden 1860 um den Kreuzgang weitgehend abgerissen. Zur Klosteranlage gehört die 1657 geweihte Barockkirche St. Franziskus. Die typische Kapuzinerkirche besitzt eine bemerkenswerte Ausstattung aus dem 18. Jh. Die Klosterkirche ist ein schlichter tonnengewölbter Saalbau aus Tuffquadern. Die Westfront hat drei Giebel. Unter dem nördlichen Giebel befindet sich die Loretokapelle. Sie besitzt ein Satteldach mit Dachreiter. Der Innenraum ist bestimmt von dem mit Säulen versehenen holzsichtigen Hochaltar im Chor. Seit 2002 ist die Klosterkirche St. Franziskus Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Das Deutsche Eck ist eine künstlich aufgeschüttete Landzunge, wo im Jahr 1897 ein monumentales Reiterstandbild des ersten Deutschen Kaisers Wilhelm I errichtet wurde. Es erinnert an die Deutsche Reichsgründung im Jahr 1871. Das Denkmal ist 37 m hoch, wobei 14 m auf das Reiterstandbild entfallen. Seit 2002 ist das Kaiser-Wilhelm-Denkmal Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal. Nahe dem Denkmal befindet sich die Talstation der als Attraktion zur Bundesgartenschau 2011 errichteten Rheinseilbahn.

Am linksrheinischen Ufer zweigen hier die Rheinanlagen - Konrad-Adenauer-Ufer -  und  am rechten Moselufer das Peter-Altmeier-Ufer ab. Die deutsche Kaiserin Augusta ließ ab 1856 die Rheinanlagen als Park gestalten. Es ist ein prachtvoller Uferboulevard entstanden, der gesäumt von bedeutenden Sehenswürdigkeiten, der zum Flanieren einlädt. Da befinden sich Denkmäler für Josepf Görres, Kaiserin Augusta und Peter Altmeier.

Aus dem 17. Jh. stammendes Pegelhaus dienst heute als Restaurant, wurde aber ursprünglich als Rheinkran gebaut. Rechts neben dem Eingang zum heutigen Café sind die Hochwassermarken aus den verschiedenen Jahrhunderten zu sehen. Auf der linken Seite steht eine blaue Pegeluhr.

Das Deutschherrenhaus in Koblenz war die erste Niederlassung des Deutschen Ordens im Rheinland. Aufgrund der Zerstörungen von 1944 ist von den weiträumigen Bauten des deutschen Ritterordens lediglich das ehemalige Verwaltungsgebäude – das Deutschherrenhaus – erhalten geblieben. Seit 1992 befindet sich hier das Ludwig Museum mit zeitgenössischer, vorwiegend französischer Kunst.

Das Rhein-Museum Koblenz (1912) ist ein Kulturhistorisches Museum und zeigt das Leben am Rhein unter verschiedenen Aspekten auf 1300 m².

 

 

 

 

Die von 817 bis 836 errichtete Basilika St. Kastor (Kastorkirche) ist das älteste Kirchengebäude von Koblenz. Das heutige Erscheinungsbild ist vom 12. und 19.Jh. Sie ist wegen ihres umfassend erhaltenen romanischen Baubestandes und der zum großen Teil überlieferten Ausstattung sehenswert.

Weitere bedeutende Kirchengebäude in der Altstadt sind die katholische Liebfrauenkirche und die evangelische Florinskirche. Die Anfänge der Liebfrauenkirche, die sich an der höchsten Stelle der Altstadt befindet, reichen bis ins 5. Jh. zurück. Die um 1205 vollendete spätromanische Kirche ist eine dreischiffige Emporenbasilika ohne Querhaus. Das Hauptportal besitzt eine geschnitzte Rokokotür von 1767. Darüber in einer Nische befindet sich die Figur der Muttergottes. Die Türme prägen maßgeblich die Stadtsilhouette. Innendrin im Langhaus befindet sich ein spätgotisches Sternrippengewölbe und bedeutende Grabmäler der Renaissance. Der Nikolaus-Altar im südlichen Seitenschiff ist der einzig alte erhaltende Altar. Zum Kirchhof von Liebfrauen gehörten zwei Beinhäuser, die Andreaskapelle und die 1321 erstmals erwähnte Michaelskapelle, die noch erhalten ist. Sie ruht auf dem Stumpf eines römischen Stadtmauerturms. Seit 1752 befindet sich über dem Eingang eine Statue des Erzengels Michael, der den Teufel besiegt. Seit 2002 ist die Liebfrauenkirche Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Die Florinskirche wurde um 1100 errichtet. Die bildet zusammen mit dem Bürresheimer Hof, dem Alten Kauf- und Danzhaus und dem Schöffenhaus ein Ensemble aus vier historischen Gebäuden am Florinsmarkt. Das alte Kauf- und Danzhaus wurde 1419 im gotischen Stil erbaut und im 17./18. Jh. umgebaut. Dabei erhielt es barocke Elemente. Jetziges Gebäude ist ein Wiederaufbau vom 1961-62. Das romanische Kirchengebäude wird vom wehrhaften Westbau am Florinsmarkt mit seinen alles überragenden beiden Türmen dominiert. Die dreischiffige Pfeilerbasilika wird von fünf eng gestellten rundbogigen Pfeilerarkarden geteilt. Außer einigen Bruchstücken in Museumsbesitz zeugen in der Kirche nur noch Reste an Wandmalereien aus dem 14./15. Jh. dem ursprünglich ausgedehnten Bilderschmuck der Kirche. Die Kirche gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Vier Türme sind ein Ensemble von vier historischen Häusern mit den kunstvollen Erkertürmen in der Koblenzer Altstadt, die 1608 erbaut wurden. Zum grünen Baum, Zum heiligen Petrus, Hauptwache  und das Haus mit den Pflanzen und Putten auf dem Erker befinden sich an der Kreuzung der Straßen Am Plan - Löhrstraße - Altengraben - Marktstraße.

Die Historiensäule ist ein Brunnen auf dem Josef-Görres-Platz in der Altstadt. Die 10,59 m hohe und 3,6 T schwere Säule erzählt die bewegende 2000-jährige Geschichte der Stadt Koblenz in zehn Bildern von der Römerzeit bis heute.

158 m langer, im Stil der Wilhelminischen Neoromanik 1902-06 erbauter Komplex um zwei Binnenhöfe mit Seitenflügeln war Sitz der ehemaligen preußischen Regierung. Im Inneren befinden sich monumentale Treppenanlagen mit gewölbten Hallen und herausragenden Steinmetzarbeiten. Hier befindet sich die Wehrtechnische Studiensammlung (WTS) Koblenz  ist mit 7.200 m² Ausstellungsfläche eine der größten technischen Ausstellungen in Deutschland. Gezeigt werden die verschiedensten Ausrüstungsgegenstände, Waffensysteme und Uniformen.

Kellermuseum des Deinhard-Stammhauses bietet eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit. Hier schlagen die Herzen von Wein- und Schaumwein-Liebhabern höher. Bei einer fachkundigen Führung erfährt der Besucher anhand von Originalgeräten anschaulich, wie Sekt und Wein früher hergestellt und von Koblenz aus in die ganze Welt verschickt wurden.

 

Die 1900-03 errichtete Herz-Jesu-Kirche gehört zu den bedeutendsten neuromanischen Sakralbauten in Deutschland. Bei einem Luftangriff auf Koblenz erlitt die Kirche 1944 schweren Schaden und wurde 1950 −1953 wieder aufgebaut.

 

Die Jesuitenkirche St. Johannes der Täufer  (Citykirche) steht an der Stelle der 1944 zerstörten Kirche aus dem 17. Jh. am Jesuitenplatz neben dem ehemaligen Jesuitenkolleg, in dem heute das Koblenzer Rathaus untergebracht ist.

Ein 1940 vor dem Rathaus errichteter Brunnen - Schängelbrunnen - steht seit 1941 im Willi-Hörter-Platz – Rathausplatz - umringt von Renaissance- und Barockbauten.

Kurfürst Clemens Wenzeslaus ließ das Kurfürstliche Schloss von 1777-1786 im Stil des französischen Klassizismus errichten. Es war bevorzugter Wohnsitz von Prinz Wilhelm von Preußen (insbesondere 1850-58). Das Schloss wurde 1944 zerstört und 1950 bis 1951 wieder aufgebaut. Eingangshalle, Treppenhaus und Gartensaal lehnen sich an den alten Zustand an. Heute bietet das Kurfürstliche Schloss exklusive Räumlichkeiten in historischem Ambiente für festliche Hochzeiten und Familienfeiern sowie Bankette, Firmenpräsentationen und Konzerte. Zusätzlich lädt das frei zugängliche, exklusive Grand Café im Schloss zu einem Besuch ein.

Neben zahlreichen Originalfahrzeugen zeigt das DB Museum Koblenz verschiedene Ausstellungen zur Entwicklung der Bahntechnik, historischen Elektro- und Dampflokomotiven und Salonwagen sowie Modelleisenbahnen. Es wurde als erster Außenstandort des Verkehrsmuseums in Nürnberg im 2001 eröffnet.

In der 2011 eröffneten Erlebniswelt Mosellum werden an interaktiven Exponaten die Mosel und ihre Fischwelt lebendig. Der Höhepunkt befindet sich im Untergeschoss. Hier besteht die Möglichkeit durch drei große Fenster direkt in den Fischpass Koblenz hineinzuschauen.

Die Alte Burg ist eine ehemalige kurfürstliche Wasserburg aus dem 13. Jh., die ursprünglich von einem breiten Wassergraben und einer Ringmauer umgeben war. Heute ist in der Alten Burg das Koblenzer Stadtarchiv untergebracht.

Das Fort Großfürst Konstantin thront am nördlichen Steilhang des Beatusberges über der Stadt Koblenz und wurde es 1822-27 als Vorposten der Feste Kaiser Alexander errichtet. Während des Zweiten Weltkriegs baute man die Anlage zum Bunker um. Noch bis Mitte der 1960er Jahre bewohnten Koblenzer Familien das Fort. Erst 1994 wurde das Fort wieder zugänglich zur Besucher gemacht. Das Rheinische Fastnachtsmuseum Koblenz präsentiert im historischen Kehlturm des Fort Konstantin Uniformen, Orden und sonstige karnevalistische Relikte aus Vergangenheit und Gegenwart. Gezeigt werden Ausstellungsstücke vom Bodensee bis Köln. 

Die Feste Kaiser Franz war Teil der preußischen Festung Koblenz und das Hauptwerk des "Systems Feste Kaiser Franz". Die Festung auf dem sogenannten Petersberg im heutigen Koblenzer Stadtteil Lützel wurde 1822 fertiggestellt. Einmal im Monat von April bis Oktober findet eine kostenlose Führung auf dem Gelände statt.

Eine Reihe von interessanten und abwechslungsreichen Führungen beleuchtet die unterschiedlichsten Facetten der Stadt, der Festung Ehrenbreitstein und von Schloss Stolzenfels. Buchbar sind sie im Touristbüro.

1823 erhielt König Friedrich Wilhelm (damals noch Kronprinz) Burgruine Stolzenfels als Geschenk. Nach genauer Bauaufnahme der mittelalterlichen Überreste beschloss er, aus der Burgruine eine neugotische Sommerresidenz entstehen zu lassen: 1842 wurde das Schloss und der Park fertiggestellt.

Die Wandmalereien im Kleinen Rittersaal und in der Schlosskapelle gehören zu den bedeutendsten Werken der rheinischen Hochromantik.

 

Winningen

Winningen liegt nur 10 km von Koblenz und wurde erstmals in einer Urkunde des Königs Ludwig II  im Jahr 865 unter dem Namen Uuidinge genannt. Das Winzerdorf war mehrfach Gewinner von Dorfverschönerungswettbewerben und rühmt sich, eines der schönsten Dörfer Deutschlands zu sein. Es ist auch sehr bekannt für das älteste Weinfest in Deutschland: "Winninger Moselfest" sowie sein Wahrzeichen, die "Winninger Weinhex".

Der Weinhexbrunnen, umgeben von einem Fachwerkensemble, spielt auf die Hexenverfolgungen in den Jahren 1630-61 an. Oberhalb des Ortes auf dem Hexenhügel erinnert das derzeit älteste bekannte Denkmal aus dem Jahr 1925 an die Opfer der Hexenverfolgungen an diese Zeit. Es fielen 21 Winninger Frauen und Männer dem Hexenwahn zum Opfer.

 

 

 

 

 

 

 

Kobern-Gondorf

Im 6. Jh. hatte Gondorf eine sehr gut situierte, spätrömische Einwohnerschaft. Bei Ausgrabungen hat man ein ganzes Gräberfeld gefunden, die eines der bedeutendsten in ganz Mitteleuropa ist. Neben insgesamt vier Burgen und Schlössern hat sich Kobern und Gondorf sehr viel mittelalterliche Bausubstanz erhalten. Im Verlauf der Straßen im Ortsteil Kobern lässt sich noch heute die mittelalterliche Straßenanordnung erkennen. Interessante Wandertouren bietet Tatzelwurmweg und Koberner Burgpfad.

Die zwei Gondorfer Schlösser liegen direkt im Ort. Märchenhaft und anmutig präsentiert sich das stattliche Schloss Liebieg in einem großen Park mit aristokratisch aufragenden Bäumen und unzähligen Rhododendronbüschen. Ehemals bekannt unter der Bezeichnung Gondorfer Niederburg geht Schloss auf den ersten uns bekannten Bewohner der Burg, Ritter Engelbertus de Contrave (Anfang 12. Jh.), zurück. Im Zuge der französischen Revolution im Jahr 1794-95 plünderten und zerstörten die französischen Truppen die Burg. Koblenzer Kaufmann Simon Clemens kaufte die Ruine und vererbte sie seinem Sohn Johann Peter weiter. Diesem gefiel es hier so gut, dass er die Burg zu einem ländlichen Schloss umbauen ließ. Seine Tochter heiratete den Freiherrn Reichsrat Theodor von Liebieg.

Erstmals erwähnt wurde das ehemals von einem Wassergraben umgebene Schloss von der Leyen im Jahr 1272. 1560 residierten die Fürsten von der Leyen hier und gestalteten die Burg zum Schloss um. Anfang des 19. Jh. wurde das Schloss teilweise im neugotischen Stil umgebaut, um dem Verfall der Anlage entgegenzuwirken. Die Bundesstraße führt mitten durch das Schloss über den vormaligen Schlosshof. Heutzutage befinden sich in ihm das Weinmuseum sowie eine Ausstellung des Landeshauptarchivs. Im Museum  wird Ihnen die jahrtausendealte Tradition des Anbaus von Wein von fachkundlichen und ehrenamtlichen Mitgliedern des Kultur und Heimatvereins Gondorf im Detail erklärt. So erfahren Sie aus erster Hand, wie der Wein wächst und welcher Pflege er bedarf.

Oberburg war einst der Stammsitz der Herren von Kobern. Im Jahr 1195 wird die Oberburg zusammen mit der Niederburg erstmals urkundlich erwähnt. Demnach musste Gerlach I von Cobern-Isenburg beide Burgen dem Erzbischof Johann abtreten, weil er gegen den Willen des Erzbischofs die Niederburg errichtet hatte. Von Niederburg existiert heute nur noch der Bergfried und Palas.

Hoch über dem Moseltal zwischen den Ruinen der längst zerstörten Oberburg liegt die Matthias-Kapelle. Sie ist ein sechseckiger Zentralbau mit reich gegliedertem Innenraum. Die Säulen und Kapitelle sind Meisterwerke der Frühgotik. Als Aufbewahrungsort der Reliquie des Apostels Matthias im 13. Jh. errichtet, erstrahlt die Kapelle heute im Glanz des 19. Jh., als sie der Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV aufwendig restaurieren ließ. Schon vom Äußeren her erinnert die Matthiaskapelle an ein Abbild der Grabkirche von Jerusalem.

Das gesunde Nass aus den Tiefen der Eifeler Vulkane sprudeln die zwei kohlensäurehaltigen Mineralquellen: das Sauerbrunnen oder das Guidoborn.

Im Heimatmuseum kann man einen damaligen Klassenraum, einen Friseursalon, eine Nähstube, eine Schusterwerkstatt und ein Musikzimmer - jedes der komplett eingerichteten Räume sind mit Originalgegenständen aus der Region ausgestattet - besichtigt werden. Jedes einzelne Teil erzählt seine eigene Geschichte und fügt sich zu einem Gesamtbild der damaligen Zeit und Berufswelt zusammen.

Vieles weißt man nicht, fast 3.000 Jahre später, über den magischen, wenn nicht unheimlichen Ort, der mehr Fragen wirft als Antworten gibt: den Goloring. Es ist ein Ringwall mit 190 m Durchmesser, 6 m Breite und 150 cm Höhe. Mittendrin erhebt sich eine Erdplattform mit 40 m Durchmesser, in deren Mitte wiederum ein 12 m hoher Holzpfahl stand. Die Anlage ist doppelt so groß wie Stonehenge.

Im Jahr 1828 wurde im Ortsteil Kobern die erste Eisenerzgrube eröffnet. Der Norbertus-Stolleneingang befindet sich in der Lennigstraße unweit der Grundschule und ist von außen zu besichtigen.

 

Alken

Alken ist einer der ältesten Orte des Mosellandes, schon 450 v. Chr. von den Kelten bewohnt. Auf einem mit Laubwald bedeckten Hügel im Alkener Bachtal findet man die Reste von Grundmauern einer sogenannten Keltenburg.

Alkener Ley“-Felshang galt einst als die „Loreley der Mosel“. Eines der ältesten Gebäude am Ort ist der Laacher Hof (Moselstraße 8). Errichtet wurde es um 1093, ein als Gutshof der Abtei Maria Laach. Heute befindet sich hier ein Weingut. Mehrere historische Fachwerkhäuser schmücken die Ortsmitte. Ursprünglich hatte der Fallerport ein Fallgatter und eine Zugbrücke. Im 19. Jh. musste das Fachwerk herabgezogen werden. Das Malteserhaus war ein ehemaliges Hospital mit Toreinfahrt mit Jahreszahl 1093.

Erstmals wurde die Alte St. Michaelskirche 1015 erwähnt. Die Kirche birgt Fresken aus dem 13. und 15. Jh., gotische "Thronende Madonna" (14. Jh.), barocke Skulpturen, kunstvolle Altäre, Gemälde und Statuen. Durch ein großes Gitter am Ende des Treppenaufganges hat man Einblick in das vor vielen Jahrhunderten unter der Kirche eingerichtete Gebeinhaus. Es birgt die Gebeine der einst auf dem kleinen Friedhof beigesetzten Toten. Neue Pfarrkirche St. Michael (1849) ist eine neogotische Saalkirche in Schieferbruchstein mit Michaelsaltar (barock, 1708).

Ursprünglich war das Wildberger Schloss das Burghaus der Trierer Erzbischöfe, erbaut um 1350. Es wurde vom Erzbischof dem Geschlecht Wildberg übergeben. Bei einem Großbrand in 1889 wurden die gesamten Dächer und die einst prächtigen Kugeltürme ein Raub der Flammen. Der Torbogen ist noch gänzlich erhalten. Seit 1845 befindet sich das Gebäude im Privatbesitz.

Die Burg Thurant ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen über dem Ort Alken. Sie ist eine der ältesten Burgen des Mosellandes, Teils auf römischen Grundmauern errichtet. Pfalzgraf Heinrich, ein Bruder König Ottos IV, erbaute sie 1197. Einst Pfälzischer Besitz mitten im Trierer Land gelegen, erhoben die Erzbischöfe von Trier und von Köln Besitzansprüche, was schließlich zur Belagerung durch die beiden 1246-48 führte. Der Friedensvertrag vom 17.9.1248 ist noch heute als eines der ältesten Schriftstücke in deutscher Sprache erhalten.

Jede Burghälfte besaß deshalb einen separaten Eingang, einen eigenen Bergfried sowie eigene Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Seit Beginn des 16. Jh. verfiel die Doppelburg allmählich und wurde durch Zerstörungen gänzlich zur Ruine. Robert Allmers (1872–1951) aus Varel erwarb die Anlage im Jahr 1911 und ließ sie zum Teil wieder aufbauen. Die Burg befindet sich heute noch in privatem Besitz, kann aber von März bis Mitte November gegen Entgelt besichtigt werden. Gegenüber Burg, auf dem Bleidenberg, lädt die Dreifaltigkeitskapelle zu einem Besuch ein.

 

Brodenbach

Die Ehrenburg ist die Ruine einer Spornburg auf einem Hügel in der Nähe von Brodenbach mit einer recht wechselvollen Geschichte. Die ältesten (die erste Hälfte des 12. Jh.), noch erhaltenen Teile der heutigen Burg sind Reste eines rechteckigen Wohnturms. Die Kapelle blieb gänzlich verschont als die Franzosen 1689 die Burg sprengten. Über die Jahre wechselte die Burg  Eigentümer von Freiherrn bis Grafen. Es ist immer noch im Privatbesitz und wird seit 1992 aus privaten Mitteln erhalten und wiederaufgebaut.

 

Burgen

Direkt gegenüber Gemeinde Burgen auf der anderen Seite der Mosel befindet sich Burgruine Bischofstein. Die 1270 von Kurtrier gebaute Burg wurde 1689 von französischen Truppen zerstört. Erst in den 1930er Jahren wurde es als Feriendomizil wieder aufgebaut. Seit 1954 beherbergt sie ein Schullandheim. Die spätromanische Kapelle der Burg ist zu besichtigen.

Die Burg Eltz ist eine Höhenburg aus dem 12. Jh., die niemals erobert werden konnten. Es wurde an einem Handelsweg zwischen dem Moselland und dem fruchtbaren Maifeld erbaut. Die Erbauer orientierten sich bei der Anlage an der Form der 70 m hohen, elliptischen Felsformation. Zu einer ersten Stammesteilung der Herren von Eltz kam es noch vor 1268 unter den Brüdern Elias, Wilhelm und Theoderich. Die Namen der Hauptlinien stammen jeweils von den angeheirateten Gattinnen (Kempenich, Rübenach und Rodendorf). 1845-88 setzte sich Graf Karl zu Eltz sehr für die Restaurierung seiner Burg ein. 1930 fanden die Wiederherstellungs-  und Wiederaufbauarbeiten zunächst ihren Abschluss nach dem Großbrand um 1920. Seit 33 Generationen (über 800 Jahre) befindet sich die Burg im Besitz der gleichnamigen Familie.

 

Treis-Karden

Bereits im 4. Jh soll der heilige Castor in Karden eine christliche Gemeinschaft gegründet haben. Der Ort wurde im 6. Jh. als Cartodomus bezeichnet. Treis war Hauptort des Trechirgaus. In 1969 wurde aus den beiden bis dahin eigenständigen Gemeinden die neue Gemeinde Treis-Karden gebildet.

Die ehemalige Stiftskirche St. Castor in Karden gilt als „Moseldom“. Der gotische Hochaltar und das Propsteihaus aus dem 13. Jh. sind sehenswert. Ein Stiftsmuseum erinnert an die große Vergangenheit des Orts.

Auf dem Martberg über der Mosel befinden sich Reste einer keltischen Siedlung und eines römischen Tempelbezirks.

Katharinenkirche, neugotische Pfarrkirche sowie die schönen Fachwerkhäuser aus den 15.-18. Jh. befinden sich auf der Treis-Seite des Mosels. Die Zilleskapelle auf dem nördlich von Treis gelegenen Zillesberg ist erstmals urkundlich für 1257 als Eremitage belegt. Über dem Ort erheben sich die Ruine der Burg Treis sowie größtenteils wiederaufgebaute Burg Wildburg.

 

 

 

Cochem

Cochem war schon zu Zeiten der Kelten und Römer besiedelt. Im Jahre 886 wird es erstmals als Villa cuchema´in einer Urkunde erwähnt. 1332 erhielt Cochem die Stadtrechte, bald darauf wurden die heute noch vorhandenen Stadtbefestigungen erbaut.

Das Enderttor ist das mächtigste der neben dem Martinstor (1352) und dem Balduinstor (ehemals ein Teil der Stadtmauer) drei noch erhaltenen Stadttore der Kreisstadt.

 

 

 

 

Ein Blickfang ist auch das 1739 im Barockstil erbaute Rathaus am gemütlichen Marktplatz, der Martinsbrunnen sowie die alten, mit Moselschiefer gedeckten Fachwerk-Giebelhäuser in den engen Gassen der Altstadt.

Da befindet sich auch die Martinskirche (1593) mit ihrem auffälligen Turm, durch den man auf der Fußgängerzone hindurch schreitet. Ausgestattet ist die Kirche mit vielen schönen alten Heiligenfiguren sowie eine Reliquienbüste des hl. Martin.

Vom Marktplatz aus führen alte, winkelige Steintreppen hinauf zum Klosterberg. Das auf einem Bergvorsprung liegende, um 1630 erbaute Kapuzinerkloster war bis 1802 Kloster und ist jetzt das Kulturzentrum der Stadt. Die 1625-28 erbaute Klo­ster­kir­che ist ein lang­ge­streck­ter Saalbau, ihr Portal an der West­front stammt aus dem 15. Jh.

Die Reichsburg Cochem ist der Wahrzeichen der Stadt und steht auf einem weithin sichtbaren Bergkegel. Die Anlage, die im Mittelalter als Zollburg diente, wurde um 1100 errichtet. Nachdem sie im 17. Jh. zerstört worden war, wurde es in neugotischen Stil in den Jahren 1868-77 wiederaufbaut. An die Pestjahre 1423-25 erinnert heute noch das Peterskapellchen unterhalb der Burg. Es gibt geführte Touren auf dem Burg.

Fast 200 Jahre alte historische Senfmühle wird von Senfmüller Wolfgang Steffens geführt. Bei Führungen erfahren Sie, wie nach überlieferten und eigenen Rezepturen dieser besondere Gourmetsenf entsteht.

Sesselbahn Pinner-Kreuz bringt Sie hinauf zu einem der schönsten Aussichtspunkte (255 m ü. M) über Cochem.

Die Burgruine Winneburg, die um 1240 erbaut wurde, liegt ca. 4 km nordwestlich von Cochem und wurde im Jahre 1689 von den Franzosen gesprengt. Die Burg wurde fortan nicht wieder aufgebaut und blieb Ruine.

Die 1500 Quadratmeter große Bunkeranlage, die als Schulungsheim der Deutschen Bundesbank in einem Wohngebiet getarnt wurde, wurde von der Deutschen Bundesbank 1962-64 im Cochemer Stadtteil Cond rund 30 m unter der Erdoberfläche errichtet. Von 1964 bis 1988 wurden in der streng geheimen Anlage bis zu 15 Milliarden Mark gelagert, die Deutschland im Falle einer Hyperinflation, verursacht durch den Kalten Krieg, vor einer nationalen Wirtschaftskrise bewahren sollten.

 

Bremm

Klosterruine Stuben ist ein ehemaliges adeliges Nonnenkloster des Augustinerordens aus dem Jahr 1137. Geweiht war das Kloster dem hl. Nikolaus. Kloster Stuben stand immer unter der Aufsicht des Klosters Springiersbach, welches 1107 gegründet wurde. Ein Arm der Mosel floss am Stubener Wald vorbei, so dass das Kloster früher auf einer Insel stand. Das griechische Doppelkreuz gilt als Symbol des Klosters und findet sich noch heute auf den Grenzsteinen ehemaliger Stubener Besitzungen. Diese wertvolle Reliquie aus der Hagia Sophia in Konstantinopel (ein Meisterwerk aus der Mitte des 10.Jh.) schenkte der Kreuzritter Heinrich von Ulmen 1208 dem Kloster Stuben.

 

Beilstein

 

Fränkische Gräberfunde zeigen Beilsteins Besiedlung um 800 n. Chr. auf. Gemeinde liegt in einem engen Talkessel mit steilen Rebhängen und hat seit 1309 eine ungebrochene jüdische Kultur vorzuweisen. Alte Judenschule, mittelalterliche Synagoge, Judenfriedhof, das alte Amtshaus, ehemalige Dorfkirche am gemütlichen Marktplatz, das Winneburger Zehnthaus sind einige Sehenswürdigkeiten im Ort. Die Klostertreppe führt zur Klosterkirche der Karmeliter (1783). Innen findet man den berühmten Schwarzen Madonna sowie König-Orgel.

Über dem Ort steht Ruine der Burg Metternich aus dem 12. Jh. mit fünfeckigen Bergfried. Die Burganlage ist mit einer Größe von etwa 80 x 50 m recht ausgedehnt.

 

Alf

Auf einer Bergkuppe, die den Römern bereits als befestigte Grenzstation diente, erhebt sich seit 1120 die Burg Arras mit ihrem Ausblick auf das Moseltal. Nach wechselvoller Geschichte ist die ehemals kaiserliche Burganlage heute im Privatbesitz und beherbergt ein Burghotel, ein Restaurant und ein Museum. Der Bergfried besitzt einen rechteckigen Grundriss und ist 20 m hoch. Es handelte sich um einen Wehr- und Wohnturm aus der salischen Zeit. Die Mauern des Turms sind vier Meter dick. Unter einem der Mauertürme befand sich das zweistöckige Burgverlies, das auch heute noch gut erhalten ist.

 

Zell

Zell war schon zur Römerzeit besiedelt. Als römische Straßenstation mit Lagerhäusern (cellae), möglicherweise auch mit einem Hafen, ist Zell entstanden. Bei Ausgrabungen im 1978 wurden die Reste einer römischen Badeanlage entdeckt. Mittelpunkt der Stadt ist der kleine Marktplatz. Schräg gegenüber vom Rathaus unter den Bögen der alten Marktlaube ist der Ausgangspunkt jener alten Römerstraße, die steil von der Mosel auf den Hunsrück hinaufführt.

Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind vor allem zwei Türme erhalten. Der viereckiger Turm im Zeller Bachtal und der runder Turm am Friedhof über der Stadt.

 

 

 

 

 

Reil

Enge Gassen, stilvolle alte Fachwerkhäuser und urige Keller geben Zeugnis einer bewegten Vergangenheit und 1000 Jahre Weinkultur. Die blumengeschmückte Promenade stellt eine farbenfrohe Verbindung zum Moselufer her. Wanderungen über den Weinlehrpfad, eisenbahnhistorischen Kulturweg und gut markierte Wanderwege mit Ruheoasen und tollen Panoramaausblicken, Radfahren, Kanufahrten, Schiffsausflüge mit Schleusenfahrten, Angeln, in der Nähe gelegene Schwimmbäder und Freizeitparks bringen Aktivitäten in Ihren Urlaub. Empfehlenswert sind Wanderungen über den „Reiler Hals“ zur Marienburg oder zum Kloster Springiersbach

Die (Pündericher) Marienburg liegt auf einer Verengung der fast 14 km langen Moselschleife des Zeller Hamms. Das Kloster Marienburg wurde an der Stelle einer Kurtrierer Burg errichtet. 1157 erfolgte die feierliche Einweihung der neuen Klosterkirche. Die 1520 gebauten  Befestigungen werden im Dreißigjährigen Krieg von Bayern und Schweden besetzt und 1650 durch französische Truppen zerstört. 1950 verkauft die letzte Besitzerin das ganze Anwesen mit der Kirchenruine an das Bistum Trier, um die Marienburg wieder einem sakralen Zweck zuzuführen, die auch im 1957 erfolgt. 2006 wird eine Fachstelle für kirchliche Kinder- und Jugendarbeit mit einer Kirche der Jugend auf der Marienburg errichtet.

Die Rokokoanlage Kloster Springiersbach schmiegt sich harmonisch an die Eifelhügel und erinnert an die Augustiner, die hier im 12. Jh. Stille und Einsamkeit suchten. Derzeit leben im Kloster sieben Karmeliten. Im Inneren der Klosterkirche erwarten den Besucher die kunstvoll in den Farben und Formen des Rokoko gestalteten Deckenfresken und ein sehr gut erhaltenes, geschnitztes Chorgestühl aus dem 18. Jh.

Traben-Trarbach

Das Doppelstädtchen links und rechts der Mosel bietet eine Fülle faszinierender Baukunst mit architektonischen Kostbarkeiten des Jugendstils (Brückentor, Jugendstilhotel Bellevue, Villa Huesgen,  Villa Nollen, Mosel-Castell sowie Wand- und Deckenfliesen im Geschäft Brückenstraße 2)  und der „Belle Epoque“ (Stadthaus Alter Bahnhof). An einem rebenbegrenzten Amphitheater schmiegen sich Wald und Weinberge.

Der in unmittelbarer Nähe des früheren Schott-Tores gelegene mittelalterliche Keller der früheren Weinkellerei Schmoll & Boerner dürfte wohl zu den beeindruckenden Gewölben im Gesamtbestand der architektonischen Unterwelt der Stadt zählen.

Der Felsenkeller des Weingutes Caspari-Eggert  gehört zu den im Stadtteil Trarbach mehrfach vorhandenen unterirdischen Zeugnissen früherer Weinlagerstätten, die – begünstigt durch nahe ans Moselufer herantretende Felswände - stollenartig in die Berge hinein getrieben wurden.

Um den historischen Platz am Alten Stadtturm reihen sich das Mittelmosel-Museum, das Fahrradmuseum  und das Haus der Ikonen. Sie bilden zusammen mit dem renovierten Stadtturm samt Glockenspiel und dem neu eröffneten Buddha-Museum ein kleines Zentrum kulturhistorischer Sammlungen.

Der französische Sonnenkönig Ludwig XIV ließ ab 1687 von seinem genialen Baumeister Vauban auf dem Halbinselberg hoch über Traben eine gigantische Festungsanlage – Mont Royal -  errichten. Diese bot Lager für 12.000 Mann und 3.000 Pferde. Doch bereits 20 Jahre später wurde es von den Franzosen selbst wieder zerstört. Heute sind nur noch wenige Reste der gewaltigen Mauern, Kasematten und Kellergewölbe erhalten.

 

Ruine Grevenburg wurde um 1350 von Graf Johann III, einem Sohn der legendären Gräfin Loretta, als Passfeste über dem Talstern gebaut und war bis 1437 Stammsitz der Grafen von Sponheim. In den Kriegswirren des 17. und 18. Jh. wechselte die Burg 13 Mal den Besitzer. Die Franzosen eroberten und zerstörten sie 1734. Die Burgruine ist mit einer Burg­gaststätte und einem Burggarten bewirtschaftet und bietet einen herrlichen Blick auf die Mosel.

Im Stadtteil Wolf befindet sich Klosterruine, die anfänglich auf alter Kultstätte mit einer Bergkirche (um 950) errichtet wurde. Der Ruinenturm stammt aus der Gotik. Evangelische Kirche Wolf wurde 1685 mit romanisch-gotischen Kapitellen an der „Schaffnei“ (1792) gebaut und 1976-77 renoviert. Das Gotteshaus steht auf dem Weinkeller (15. Jh.) des Kirchengutes - eine Kuriosität! Fachwerkhäuser Wolf beinhalten noch wertvolle bauliche Substanz aus mehreren Jahrhunderten.

 

Kröv

Bereits die alten Römer waren angetan von diesem schönen Fleckchen Erde. Sie brachten den Weinbau, der bis zum heutigen Tag den Ort und die Landschaft prägt. 
Die Zeugen dieser jahrhundertealten Weinbaukultur, die alten Weinhöfe, Fachwerkhäuser, Klosterhöfe und auch die zahlreichen Funde aus der Römerzeit, sind heute noch präsent.

Das Dreigiebelhaus wurde 1658 als Rathaus des damaligen „Kröver Reiches“ (von 755 bis 1790) gebaut. Kröv war zu dieser Zeit ein selbständiges Reich mit eigener Gerichtsbarkeit und unterstand direkt  dem Kaiser. Das Dreigiebelhaus ist seit 1658 in Familienbesitz und wurde immer weiter vererbt;  Das Weingut kann mit Stolz auf über 350 Jahre Weinbau zurückblicken.

Sehenswert sind Barockkirche St. Remigius, Zehnthaus (1658), Zehnthof der Abtei Echternach und Weinhof der Abtei Stablo.

 

Zeltingen-Rachtig

Das Moselufer und die Höhen über Zeltingen-Rachtig sind nachweisbar schon um 3.500 v. Chr. begangen und bewohnt worden. Die Rosenburg oder Kunibertsburg oberhalb von Zeltingen führt auf eine wichtige Spur. Beide Orte gehen auf eine keltische Gründung zurück, wie es die Ortsnamen zum Ausdruck bringen. So hieß zum Beispiel Zeltingen im Mittelalter „Celtanc“ und Rachtig „Raptacum“. Erste urkundliche Erwähnungen gibt es erst 1085.

Das älteste Haus in Zeltingen stammt aus dem Jahr 1527. Mit dem Nachbarhaus und gegenüberliegenden Haus von 1885 mit historisierender Stuckdekoration geben beide Häuser dem Marktplatz das besondere Gepräge. Im Jahre 1247 ließen sich die Ritter des Deutschen Ritterordens in Rachtig nieder.

Ihr späterer Sitz, das Deutschherrenhof, gilt als eines der besten Beispiele spätgotischen Profanbaues im ganzen Moselland. Heute wird der Deutschherrenhof als Hotel genutzt und ist vorbildlich renoviert worden. St. Stephanus-Kirche und St.-Marien-Kirche sind auch sehenswert.

Ein Kulturrundweg in einer Länge von 7 km durch die Weinberge und die historischen Dorfkerne von Zeltingen und Rachtig thematisiert in historischer Hinsicht der Kulturweg im Wesentlichen Spätmittelalter und Neuzeit bis zur Französischen Revolution und der Auflösung des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation, kunstgeschichtlich umreißt er die Epochen von der Gotik bis zum Spätbarock.

 

 

 

 

Bernkastel-Kues

Die erste urkundliche Nennung von Bernkastel stammt aus der ersten Hälfte des 11. Jh. Es gab ein römisches Kastell im 4. Jh. in der Nähe der heutigen Burgruine Landshut; hierauf weisen unter anderem unterhalb der Burg gefundene Beschläge, Keramik- und Eisenfunde hin. Der Burg diente als Sommerresidenz der Trierer Erzbischöfe und wurde 1692 durch ein Feuer zerstört. Heute dient sie als beliebter Aussichtspunkt über das Moseltal. Die Stadt in der heutigen Form entstand im 1905 durch den Zusammenschluss der Stadt Bernkastel mit dem gegenüberliegenden Winzerdorf Kues.

Das Ferienland Bernkastel-Kues an der Mosel ist ideal für Wanderurlauber. Hier gibt’s herrliche Aussichtspunkte, abwechslungsreiche Führungen, kulinarische Erlebnisse und steile Weinlagen. Eine geführte „WeinErlebnisTour“ mit Weinprobe durch die Steillagen ist die perfekte Symbiose von Wein und Wandern. Mediterranes Flair bietet  das „Ürziger Gewürzgarten“ oder Kunst und Natur bindet der Skulpturenweg „Wehlener ObstArt“.

Das erste Rathaus der Stadt Bernkastel-Kues wurde im Jahr 1602 in Kues errichtet. Andere Sehenswürdigkeiten sind u.A. Weinmuseum, die Jugendstil-Villen am Moselufer sowie Nikolaus Cusanus – Kardinal, Universalgelehrter und Philosoph - sein Geburtshaus und das von ihm gegründete St. Nikolaus-Hospital, die im 1451 als Armenhospital errichtet wurde.

In Bernkastel interessante sind mittelalterlicher Marktplatz,

Renaissance-Rathaus (1608) und Michaelsbrunnen, die Stadtkirche St. Michael

sowie aus dem Jahre 1416 stammende schmale Spitzhäuschen. Seit 1970 befindet sich in dem über 500 Jahre alten Gebäude die gemütliche Weinstube des Familienweinguts Schmitz-Herges.

 

 

 

 

 

Sehenswert ist außerdem das einzige noch verbliebene Stadttor Graacher Tor.

 

Veldenz

Eine erste urkundliche Erwähnung der Burg Veldenz fand im Jahr 1156. Das ehemalige gräfliche Schloss Veldenz war die größte Burg an der Mittelmosel, bis es 1681 durch die Truppen des französischen Königs Ludwig XIV zerstört wurde. Die weitläufige Ruine der Burg, die im 19. Jh. baulich gesichert und teilweise wiederaufgebaut wurde, liegt auf einem hohen und nach drei Seiten hin steil abfallenden Bergsporn. Heute ist das Schloss im Besitz der Familie Haufs-Brusberg. Der Rittersaal ist renoviert und historisch eingerichtet, hier feiert man Burgfeste. Es wurde voll funktionstüchtige und rekonstruierte mittelalterliche Steinschleuder (Blide) auf dem Burggelände aufgebaut und vorgeführt. Die Kanone, die im Juli 1680 das Schicksal des Schlosses entschied, wird als Replik gelegentlich mit viel Schwarzpulver abgefeuert.

 

Klüsserath

Wahrscheinlich waren es Kelten, die vor rund 2300 Jahren hier, in einer fruchtbaren und natürlich geschützten Talsenke an der Mündung der Salm in die Mosel, eine erste Siedlung gegründet haben. Die Reste von einem römischen Gutshof befinden sich im Westen Klüsseraths. Das bedeutendste sichtbare Zeugnis dieser Epoche ist ein Relief der römischen Jagdgöttin Diana, das heute im rheinischen Landesmuseum Trier aufbewahrt wird. Eine sehenswerte Nachbildung befindet sich am Aussichtspunkt Michelskreuz in den Weinbergen über dem Ostende des Dorfes.

Eindrucksvoll erhebt sich in seiner Mitte der mächtige, einst von einem Wassergraben umgebene Wohnturm. Noch eindrucksvoller sind seine wahrscheinlich auf das 12. oder 13. Jh. zurückgehenden gewölbten Weinkeller.

Mit der neuen Pfarrkirche St. Maria im Westen des Ortes befindet sich ab 1304 ein zweites bedeutendes Zeugnis des Mittelalters. Hier erhebt sich einer der bedeutendsten Renaissancealtäre Südwestdeutschlands in sorgfältig restaurierter farbiger Pracht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pölich

Der kleine Weinort Pölich (Pulchra Villa), die wohl schon in keltischer Zeit begründet wurde, liegt besonders schön in einer Moselschleife mit Blick auf die dunklen, steilen Waldberge der „Mehringer Schweiz“ auf der anderen Seite.

Die römische Wasserleitung gibt es noch zu besichtigen. Pölich gehörte wie viele andere Orte an der Mosel der Trierer Abtei St. Maximin. In einer Urkunde von 1140 bestätigt der Abtei den Besitz. An diese Zeit erinnert der Kanzlerhof in der Hauptstraße. Das Haus ist auf das Jahr 1578 datiert. Nordöstlich von Pölich auf der alten Straße nach Schleich steht ein Wegekreuz von 1555.

 

 

 

Mehring

Eingebettet in die herrliche Mosellandschaft, zählt Mehring  zu den schönsten Flecken der Region. Die malerische Mosel-Wein-Kultur-Landschaft lädt jedoch nicht nur zum Entspannen ein. Abwechslungsreiche Routen und Strecken versprechen Radfahrern, Mountainbikern sowie Wanderbegeisterten erlebnisreiche Touren.

Römische Villa Rustica wurde im Jahre 1982 bei Ausgrabungen entdeckt; Grundfläche: ca. 48 x 29 m mit ca. 25 Räumen. Es ist eines der größten Herrenhäuser des Trierer Landes. Der Grundriss entspricht dem weit verbreiteten Villentyp “Bollendorf“ mit zwei Ecktürmen und dazwischen liegendem Säulengang. Es sind  Reste von Mosaiken, Decken- und Wandgemälden sowie eine Badeanlage erhalten. Die Villa wurde zunächst durch Germaneneinfälle um 355 n. Chr. zerstört.

 

 

 

Das Besucherbergwerk Barbara-Hoffnung - im Nossertal zwischen Fell und Thomm - besteht aus zwei übereinander liegenden typischen Dachschiefergruben aus der Jahrhundertwende. Das Besucherbergwerk liegt direkt am Grubenwanderweg, dieser führt vorbei an 10 Steinbrüchen und Schiefergruben und erläutert die Geschichte des Bergbaus im Nossertal.

Die längste (1170 m) und interessanteste Sommerrodelbahn in der ganzen Region wartet auf mit Kreiseln, Kurven und rasanten Wellen über den schieferbestandenen Hang in Riol am Freizeitsee Triolago.  Besonders belohnt die atemberaubende Aussicht in das herrliche Moseltal. Triolago bietet auch Spielgolf, Fußballgolf, Segway-Parcours und Wasserski-Seilbahn.

 

Longuich

Alte Burg auf Maximinstraße in Longuich war 1360 erstmals erwähnter, befestigter Wohnsitz der Ritter Platt von Longuich. Im Jahr 1946 erfolgte Umbau im Stil der Trierer Spätgotik.

Villa Urbana zeigt einen Badetrakt aus dem Ende des 2. Jh. stammender prachtvoller Landvilla. Villen dieses Typus wurden in der Umgebung von Trier nur in Pölich, Wittlich oder Nenning gefunden. Ergraben und rekonstruiert ist der Ostflügel des insgesamt 110 x 28 m umfassenden Komplexes. Um einen größeren Innenhof stehen Säulengänge. Mauerreste im Innenhof z.T. von einem Vorgängerbau aus der Mitte des 1. Jh (Villa Rustica). Im Inneren befinden sich originale Teile des Heiz- und Abflußsystems sowie Badewannen und rekonstruierter Marmorboden. Villa lag unmittelbar an einer von Trier über Neumagen nach Mainz führenden Fernstraße. Der Steinsarg unterhalb der Villa gehörte vermutlich zu einem größeren Gräberfeld in unmittelbarer Nachbarschaft.

 

 

 

 

 

 

 

Trier

Die Stadt Trier wurde vor mehr als 2000 Jahren unter dem Namen Augusta Treverorum  gegründet und beansprucht den Titel der ältesten Stadt Deutschlands für sich.

Die Römischen Baudenkmäler in Trier zählen seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das römische Augusta Treverorum erhielt um 180 eine Stadtmauer mit vier gewaltigen Torburgen: der Porta Nigra im Norden, der Porta Media im Süden, der Porta Inclyta im Westen (an der Römerbrücke) sowie im Osten das Amphitheater. Im späten 4. Jh. wurde die Porta Alba als weitere Torburg im heutigen Stadtteil Heiligkreuz in die Stadtmauer eingefügt.

Der populärste und am meisten besuchte Ort unter ihnen ist wohl die Porta Nigra. Obwohl sie nie ganz fertiggestellt wurde, ist sie das besterhaltene römische Baudenkmal nördlich der Alpen. Das Doppeltor mit zwei Flankentürmen und den großen Bogenfenstern diente als Wehrbau. Der Bau demonstrierte die kulturelle und wirtschaftliche Blüte der Stadt. Nach Abzug der Römer blieb das Tor 600 Jahre ungenutzt, bis sich 1030 der griechische Mönch Simeon im Ostturm der Porta Nigra einsperren ließ, um fortan ein Leben als Eremit im Einklang mit Gott zu führen. Nach seinem Tod wurde es zu einer Doppelkirche (Stifts- und Pfarrkirche) umgebaut. Unter Napoleon wurde 1804 ein Dekret erlassen, das den Abbruch der Stiftskirche sowie die Wiederherstellung der ursprünglichen Form der Porta Nigra beinhaltete wie es heute zu sehen ist.

Am Ende des 2. Jh. wurde neuer antiker Amphitheater mit ovaler Fläche für die Kämpfe von Tierkämpfern, Tieren und Gladiatoren die von ansteigenden Sitzreihen für die Zuschauer (max. ca. 18.000) umschlossen wird, gebaut. An der Arena befinden sich die Tierkäfige und in der Mitte Abgänge zu den unterirdischen Kellern, in denen die benötigten Requisiten und Kulissen für die oft blutigen Schauspiele gelagert wurden. Das Amphitheater wurde im Mittelalter von den Mönchen des Klosters Himmerrod als Steinbruch genutzt, später bauten sie die Hänge der Arena als Weinberge aus. In preußischer Zeit, 1816, begann man mit der Freilegung des Theaters, dass die Grundgestalt des einstigen Theaters sich heute dem Besucher wieder leicht erschließt. Da sich das Trierer Amphitheater außerhalb der Stadt befand, wurde es beim Bau der Stadtmauer im 2. Jh. als östliches Stadttor integriert.

Die Römerbrücke (Alte Moselbrücke) ist die älteste Brücke Deutschlands. Eine erste römische Moselbrücke aus Holz existierte ab 17 v. Chr. Die Pfeiler (5 davon noch erhalten) der heutigen Steinbrücke wurden zwischen 144 und 152 erbaut. 1689 wurde die Brücke von französischen Truppen gesprengt, 1716-18 erneuerte der kurfürstlich-trierische Hofzimmermann Johann Georg Judas die Wölbung. Bei dieser Gelegenheit errichtete man auf dem fünften Pfeiler von Westen ein Kruzifix und eine Statue des Hl. Nikolaus.

Die Viehmarktthermen und die Überreste der auf ihrem Gelände errichteten Gebäude eines Kapuzinerklosters werden heute von einem Bau geschützt und sind für Besichtigungen und Veranstaltungen zugänglich. Die Römer begannen ca. 80  mit dem Bau der Thermenanlage. Die Thermen am Viehmarkt waren keine herkömmliche Thermenanlage wie die zwei anderen Thermen in Trier, sondern ein Volksbad, zu römischen Zeiten auch "Balneum" genannt. Bei Ausgrabungen fand man neben den Überresten der Thermenanlage auch Spuren reich verzierter und ausgestatteter römischer Häuser aus der Gründungszeit der Stadt Trier (16 v. Chr.). Das Kloster wurde 1616 im damaligen Judenviertel der Stadt Trier errichtet und 1812 unter Napoleon abgerissen.

Die Mauern der Kellerräume um 150  entstandenen Barbarathermen, in denen die unterirdischen Heizanlagen von einem Heer von Sklaven versorgt wurden, sind besonders gut erhalten. Es war die zweitgrößte Badeanlage des Römischen Reiches. Auch die Grundmauern der Erdgeschossräume, in denen sich zwei Hallenschwimmbäder befanden, sind beeindruckend. Die Räume waren mit Skulpturen, Reliefs und Marmor reich ausgestattet. Die römischen Badeanlagen dienten sowohl Badezwecken, als auch der Geselligkeit. Sie waren fast 300 Jahre in Betrieb. Ihren heutigen Namen erhielt der einst prunkvolle Repräsentationsbau im Mittelalter durch das Kloster St. Barbara, das vormals auf diesem Grund stand.

Die mächtigen Ruinen der um 300 n. Chr. erbauten Kaiserthermen (die jüngste Thermenanlage Triers) sind nur bescheidender Rest der ursprünglich riesigen Anlage. Dem Besucher bieten die Kaiserthermen heute noch Einblick in ein durchdachtes römisches Bäder- und Heizungssystem, welches als Grundlage unserer heutigen technischen Annehmlichkeiten, wie z.B. der Fußbodenheizung oder beheizten Schwimmbädern, gesehen werden kann.

Die Evangelische Kirche zum Erlöser (Konstantinbasilika) war eine römische Palastaula. Sie wurde ursprünglich als Audienzhalle der römischen Kaiser, die im 4. Jh. in der Stadt residierten, erbaut. Die ausgebrannte Ruine kam im Frühmittelalter in den Besitz der Trierer Bischöfe. Diese bauten sie in ein burgartiges Anwesen um. 1614 wurden der Bau in die neue Bischofsresidenz, das Kurfürstliche Palais, integriert. 1844-56 wurde die Basilika wieder aufgebaut und der evangelischen Kirchengemeinde übergeben, die sie seither als Kirche nutzt. An römischer Bausubstanz erhalten sind die Westwand, die im Norden liegende Apsis, Mauerreste von Vorgängerbauten unterhalb des heutigen Fußbodens sowie Reste von römischen Außenmalereien an der Nord- und Westfassade. Die antiken Mauern haben eine Stärke von 2,7 bis 3,4 m. Der Innenraum des Bauwerks ist 67 m lang, 27,5 m breit und 33 m hoch. Es ist das älteste als Kirche genutzte Gebäude Deutschlands. Das heutige Aussehen ist weitgehend das Ergebnis des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der Hauptmarkt von Trier ist der zentrale und einer der größten Plätze der Stadt. Die Marktumbaung mit Häusern der Renaissance, des Barock, des Klassizismus und des Späthistorismus ist zu zwei Dritteln bewahrt.

Dort stehen außerdem die Steipe, ein um 1430 errichtetes und nach Kriegszerstörung im 20. Jh. wieder errichtetes Bürgerhaus und heute das Repräsentationshaus des Stadtrats sowie das Rote Haus mit der Inschrift:

"ANTE ROMAM TREVIRIS STETIT ANNIS MILLE TRECENTIS.

PERSTET ET ÆTERNA PACE FRVATVR. AMEN."

"Eher als Rom stand Trier eintausend und dreihundert Jahre.

Möge es weiter bestehen und sich ewigen Friedens erfreuen."

 

Die Kirche St. Gangolf ist nur durch ein Barocktor vom Markt aus zugänglich und ansonsten völlig umbaut. Die 958 errichtete St. Gangolf ist die dem heiligen Gangolf geweihte Markt- und Stadtpfarrkirche. Zwischen 1284 und 1344 wurde es durch einen Neubau ersetzt. Das heutige spätgotische Bauwerk bekam barocke Elemente 1731-46. Die Glasfenster von Charles Crodel führten 1966 die Elemente der verschiedenen Epochen in einem Gesamtbild zusammen. Lumpenglocke ist die bekannteste Glocke. Die wurde 1475 von Nicolaus von Ene gegossen und schlägt jeden Abend um 22:00 Uhr.

Vom Hauptmarkt kann man durch die Judenpforte in das ehemalige jüdische Viertel der Stadt: Judengasse treten. Erzbischof Heinrich I stattete den Hauptmarkt 958 mit dem Marktkreuz aus. Das Kreuz steht auf einer alten römischen Säule, die ab 1200 auch als Pranger diente. Mittlerweile befindet sich auf der Säule nur noch eine Kopie des mittelalterlichen Marktkreuzes. Das Original wird seit 1964 im Städtischen Museum Simeonstift ausgestellt. Das Trierer Marktkreuz ist das wahrscheinlich älteste unter den mittelalterlichen Marktkreuzen Europas.

 

 

Im südlichen Bereich des Platzes steht der Petrusbrunnen, der 1594-95 von dem Bildhauer Hans Ruprecht Hoffmann geschaffen wurde. Auf seiner Spitze steht eine Figur des Stadtpatrons Petrus. Über einem achteckigen Becken gruppieren sich die vier Kardinaltugenden, nämlich Justitia (Gerechtigkeit) mit Schwert und Waage, Fortitudo (Stärke) mit einer zerbrochenen Säule, Temperantia (Mäßigung) mit Wein und Wasser sowie Sapientia (Weisheit) mit Spiegel und Schlange.

Trierer Dom ist mit einer Länge von 112,5 m und einer Breite von 41 m das bedeutende sakrale Bauwerk abendländischer Baukunst. 310-20 wurde eine erste große Basilika errichtet. Reste von ihr sind heute in den Ausgrabungen unter der Dominformation zu besichtigen. In den ältesten Ausgrabungsschichten konnte ein vornehmes römisches Wohnquartier des 2. und 3. Jh n. Chr. festgestellt werden. Dazu gehörte unter anderem ein reich mit Wand- und Deckenmalereien verzierter Prunksaal mit Kassettendecke. Die rekonstruierten Fresken werden im Museum am Dom ausgestellt. Chorschranken und Grabdenkmäler sind von der mittelalterlichen Ausstattung des Kirchenraums noch erhalten.

Die Grabdenkmäler weisen darauf hin, dass der Dom seit dem Mittelalter die Grablege der Trierer Bischöfe ist. Im 19. Jh folgten mehrere Restaurierungen, deren Ziel es war, das mittelalterliche Erscheinungsbild wiederherzustellen; so erhielten die Osttürme 1883 neugotische Hauben statt der barocken. Auch Teile der barocken Ausstattung wurden entfernt und durch neoromanische Stücke ersetzt. Die letzte große Domrestaurierung fand 1960-74 statt.

Der Heilige Rock ist eine Reliquie, die im Trierer Dom aufbewahrt wird und Fragmente der Tunika Jesu Christi enthalten soll. Es wird nur alle ein paar Jahre für Publikum zur Schau gestellt – letztes Mal im Jahr 2012. Urkundlich erwähnt wurde der Heilige Rock erstmals am 1. Mai 1196.

 

 

 

 

 

 

Die Liebfrauenkirche befindet sich unmittelbar neben dem Trierer Dom im Zentrum der Stadt. Sie und der Elisabethkirche in Marburg gelten zusammen als älteste gotische Kirche in Deutschland und als bedeutendster und frühester gotischer Zentralbau des Landes. Baubeginn war um 1230 und hierbei wurden teilweise die Fundamente der Vorgängerkirche benutzt. 1890er ersetzte man einige barocke Ausstattungsstücke durch neugotische, unter anderem ein Hochaltar. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Liebfrauenkirche schwerste Zerstörungen und wurde 1946-51 wiederhergestellt.

 

 

 

 

 

 

 

Die Reichsabtei St. Maximin war das größte und einflussreichste der vier früheren Benediktinerklöster in Trier und eines der ältesten Klöster Westeuropas. Das Kloster wurde der Legende nach durch den Bischof Maximin von Trier im 4. Jh. gegründet. Im 4. Jh. wurde auf dem nördlichen Gräberfeld des römischen Augusta Treverorum ein christliches Grabgebäude erbaut. An der Grabstätte wurde im 6. Jh. eine Benediktinerabtei gegründet, die später zur Reichsabtei wurde. Erhalten sind von der Bausubstanz noch das Eingangsportal des Klosters und die Kirche aus dem 17. Jh. Unter der Kirche ist für Gruppenführungen ein antikes Gräberfeld mit über 1000 Sarkophagen (ältesten stammen aus dem 2. Jh.) zugänglich.

 

 

 

Die Kirche der Benediktinerabtei St. Matthias, eine romanische Basilika, ist eine bedeutende Pilgerstätte der Matthiasbruderschaften. Bischof Cyrillus von Trier ließ im 5. Jh. eine Grabstätte für die Gründerbischöfe der Trierer Kirche Eucharius und Valerius erbauen. Daraus ist die Abtei St. Matthias hervorgegangen. Um 977 übernahm das Kloster die Benediktregel. Seit dem 10. Jh. werden hier die Gebeine der Bischöfe Eucharius und Valerius aufbewahrt.

St. Paulin ist eine spätbarocke Pfarrkirche in Trier mit einer Länge von 52 m und einer Turmhöhe bis zur Spitze fast 53 m. Die erste Kirche an dieser Stelle wurde im 4. Jh. im römischen Gräberfeld nördlich der Stadtmauern des römischen Augusta Treverorum gebaut. Ab 480 begann der Wiederaufbau von Franken zerstörten Kirche. 1039 zerstörte ein Brand den antiken Kirchenbau fast vollständig. Nur die antike Gruft mit ihren vielen antiken Schädeln und Knochenresten (angeblich jenen der legendenhaften Thebäischen Legion) ist heute noch erhalten. Von der Zweiten Basilika (1148-1674) besteht heute nur noch die romanische Krypta mit dem Sarkophag des Heiligen Paulinus aus dem 4. Jh. Der Dritte Basilika (seit 1734-57) wurde eine einschiffige Barockkirche. Napoleon Bonaparte soll von der Schönheit der Kirche sehr angetan gewesen sein. 1930-31 wurde die Innenraum und 1979–82 das Äußeres renoviert.

In der Brückenstraße 10, am Rande der heutigen Fußgängerzone, findet der Besucher das Geburtshaus von Karl Marx aus dem Jahr 1727. Die Dauerausstellung "Karl Marx (1818-1883), Leben - Werk - Wirkung bis zur Gegenwart" im Museum stellt den Menschen Karl Marx als historische Person vor, das Reifen seiner philosophischen und ökonomischen Ideen sowie deren Auswirkungen auf den Verlauf der Geschichte und die heutige Zeit.

 

Der Trierer Kurfürst Johann Philipp von Walderdorff legte für den als Dompropstei gedachten Palast 1765 den Grundstein. Heute befindet sich da Stadtbücherei, Volkshochschule, Galerie, Standesamt, Seniorenbüro, Jugendtreff, Vinothek, Einzelhandel usw.

Der Turm Jerusalem ist das älteste Gebäude der Baugruppe Palast Walderdorff und zählt zu den wichtigsten mittelalterlichen Bauwerken in Trier. Errichtet wurde der Turm Jerusalem im 11. Jh. Die mittelalterlichen Wohn- und Wehrtürme muss man sich als Zentralbauten größerer befestigter Hofanlagen vorstellen.

Das Rheinische Landesmuseum Trier ist eines der bedeutendsten archäologischen Museen in Deutschland und zählt zu den wichtigsten Museen zur römischen Antike in Europa. Die Sammlung umfasst von der Steinzeit über die Römer zu den Franken, bis hin zum Barock. Auf 3500 m² präsentiert das Museum rund 4500 Exponate zur Geschichte der Region als chronologischer Ausstellungsrundgang durch 18 Säle u.A. weltbekannte Steindenkmäler aus der Römerzeit, antike Mosaiken, seltenes römisches Diatret-Glas sowie den größten Schatzfund römischer Goldmünzen.

Stadtmuseum Simeonstift Trier sowie Museum am Dom sind auch besuchenswert. In der Dauerausstellung im Simeonstift sind Kunst- und Kulturschätze vom Mittelalter bis ins 21. Jh. zu finden.

Andere Museen in Trier sind Spielzeugmuseum und Verkehrsmuseum. Die Stadtbibliothek Trier hütet bibliophile Schätze von höchstem Wert und internationalem Rang: der Egbert-Kodex (ein Hauptwerk der ottonischen Buchkunst aus dem 10. Jh.), das Ada-Evangeliar sowie die Trierer Gutenberg-Bibel (eines der frühesten gedruckten Bücher überhaupt aus der Mitte des 15. Jh.).

In den Jahren 1779-83 ließ sich der Trierer Domprobst Philipp Franz Graf von Walderdorff auf der westlichen Moselseite eine Sommerresidenz im Stil des französischen Frühklassizismus errichten. Die Wiederherstellung von Schloss Monaise wurde im Mai 1997 abgeschlossen. Das Schloss beherbergt heute unter anderem eine gehobene Gastronomie.

Die Igeler Säule befindet sich ca. 9 km vom Trier Stadtmitte entfernt und ist das größte bestehende Pfeilergrab nördlich der Alpen. Die 23 m hohe Säule wurde als  Grabmonument der Familie Secundinier entlang einer Straße und in der Nähe zur Mosel um ca. 250 n. Chr. errichtet. Familie war wohlhabende und erfolgreiche Tuchhändler-Familie.