Kroatien – Dalmatien Sehenswürdigkeiten

Die knapp 400 km lange Dalmatinische Küste umfasst die Ostküste des Adriatischen Meeres in Kroatien südlich der Kvarner Bucht bis zur Bucht von Kotor mit den vorgelagerten Inseln. Sie ist ein Teil der historischen Region Dalmatien. Sie wird als „die Küste der tausend Inseln“ bezeichnet. Die Art der dalmatinischen Küste ist bereits zu einem geografischen Phänomen und einem Symbol für Schönheit geworden und präsentiert uns Vielfältigkeit, Inseln und Inselchen, Halbinseln und Buchten, Meereskanäle und Bergmassive, die kilometerweit die weite Karstlandschft beherrschen. Die Dalmatinische Küste ist eine typische Steilküste. Kliffe von über 300 m kennzeichnen beispielsweise den Abschnitt südlich Cavtats.

Dalmatien verdankt ihren Namen die Dalmatische Volk, die vor Christus schon auf dem Gebiet wohnte. Die Hunderasse Dalmatiner ist noch bis heute geblieben. Die Römer eroberten den Gebiet 229-213 v. Chr. Es gab viele Eroberer an der Küstenregion: Ostgoten, Römer, Kroatien, Venezien, Ungarn, Österreich und Italien. Nach dem ersten Weltkrieg 1931 es wurde Teil des Jugoslawiens. Heutzutage Dalmatien gehört zu Kroatien. Städte wie Zadar, Šibenik, Split, Trogir und Dubrovnik bringen Sie mit ihrem reichhaltigen kulturellen Erbe und ihrer wunderschönen Architektur aller Stilrichtungen zum Staunen, zum Genießen und zur Inspiration. Auf jedem Schritt an Land, auf einer Insel und am Meer, ist überall und das besonders in den Sommermonaten, die lebhaft pulsierende touristische Gegenwart zu spüren.

 

SPLIT SEHENSWÜRDIGKEITEN

Split ist die größte Stadt Südkroatiens (ca. 212 000 Einwohner) und gilt daher im Volksmund als „Hauptstadt Dalmatiens“. Sie ist eine bedeutende Hafenstadt. Der alte Stadtkern befindet sich am östlichen Ende der Marjan-Halbinsel. Vor Split befinden sich die Inseln Brač, Hvar, Šolta und Čiovo. Die Innenstadt von Split mitsamt dem Diocletianspalast wurde 1979 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Der römische Kaiser Diocletian ließ sich für die letzten Jahre seines Lebens einen ausgedehnten Palastkomplex 295 bis 305 n. Chr. bauen. Es handelte sich um ein zusammengesetztes Bauwerk aus römischer Villen- und Palastarchitektur, Militär- und Stadtarchitektur sowie Sakralarchitektur. Der im Grundriss rechteckig erbaute Palast hat eine Fläche von etwa 30.000 m².  Der Palast hat starke Mauern mit viereckigen Ecktürmen. Im Inneren des Palastes teilen eine Querstraße (Decumanus) und eine Längsstraße (Cardo) den Palast in etwa gleich große Teile. In den nördlichen Bereichen fanden sich bei archäologischen Grabungen Reste zweier großer Gebäude mit rechteckigen Grundrissen, deren Funktionen bisher nicht ganz geklärt werden konnten.

Von Säulen umgebener Innenhof  des Palastes, das Diocletianmausoleum (die heutige römisch-katholische Kathedrale des Hl. Domnius), der Jupiter-Tempel (heute Taufkapelle des Hl. Johannes), die Säulengänge auf der Straße, eine frühkroatische Kirche, romanische und venezianische Gebäude, das Tor von Andrija Buvina und Werke von Giorgio di Matteo sind in gut erhaltenem Zustand.

 

 

 

Der eigentliche Wohntrakt diente noch verschiedentlich Kaisern als Aufenthalts- oder in Ungnade gefallenen auch als Verbannungsort. Beim Überfallen die Stadt Salona im frühen 7. Jh. fanden die überlebenden Stadtbewohner Zuflucht im gut befestigten Palast Spalatums und richteten sich dort häuslich ein. Sie wandelten den Palastkomplex zur Stadt. Durch die Jahrhunderte haben die Anwohner des Palastes, danach auch die Bürger der Stadt Split, diese Räumlichkeiten und Gebäude ihren eigenen Bedürfnissen angepasst, so dass die Gebäude im Palast, aber auch die Außenwände mit den Türmen, ihre Originalform verloren haben, obwohl die Grundzüge des kaiserlichen Palastes bis heute gut sichtbar sind. Heute noch bildet der ehemalige Palast den östlichen Teil der Altstadt von Split und ist voll mit Läden, Märkten, Plätzen und dem Dom St. Domnius. Im Peristyl, Hauptplatz des Palastes - empfing der Kaiser seine Gäste zur Audienz, heute kann man dort in zahlreichen Cafés eine Erfrischung genießen.

 

 

 

Vom Peristyl gelangt man in die kühlen, gewölbten Kellerräume – früheren Gemächer des Kaisers Diocletian - 

in denen sich heute zahlreiche Souvenirstände tummeln.

Die kleinen Gassen führen zum Goldenen Tor und dahinter zum Statue des Bischofs Gregor von Nin, die  etwa 10 m hoch ist.

Zahlreiche Hände haben seinen Zeh blank poliert, denn jede Berührung soll Glück bringen. Rund um den Palast befindet sich ein großer Markt, wo fast alles angeboten wird.

Die imposante Kathedrale des hl. Domnius von Split gilt als älteste katholische Kathedrale der Welt, zählt mit der gesamten Altstadt von Split zum Weltkulturerbe der UNESCO. Katedrala Svetog Duje wurde ursprünglich als Mausoleum Kaiser Diocletians im Jahr 313 erbaut. Die Christen erbauten darauf in Salona mehrere Basiliken auf Gräbern christlicher Märtyrer, die zu Zentren des Heiligenkults wurden und viele Pilger anzogen. Im 7. Jh. wurde Salona von Awaren und Slawen zerstört. Das kaiserliche Mausoleum wurde in eine christliche Kirche umgewandelt und der kaiserliche Sarkophag wurde entfernt.

Beim Eintritt durch die Kathedrale lohnt es sich einen Blick auf die kunstvolle Kirchentür zu werfen. Im Jahr 1214 schnitzte der einheimische Meister Andrija Buvina 28 reich geschmückte Szenen aus dem Leben Christi in das dunkle Kastanienholz. Die Kathedrale hat die Form eines Oktogons mit einem überdachten Peripteros. Die 24 Marmorsäulen tragen korinthische Kapitelle. Der Innenraum ist rund und von einer Kuppel mit eckigen und halbrunden Nischen überdacht. Der barocke Hauptaltar wurde von 1687-89 errichtet. Die beiden steinernen Altäre rechts und links des Hauptaltars in Form von prachtvoll verzierten Sarkophagen sind dem Heiligen Domnius und dem Heiligen Anastius gewidmet und stammen aus dem 15. Jh. Im Chor befinden sich kunstvoll geschnitzte Holzbänke und ein erzbischöflicher Thron sowie sechs große Ölgemälde und ein hölzernes Kruzifix aus der 1350 in der Form eines griechischen Y. Zahlreiche fantastische Ölgemälde und Reliefs zeigen Szenen aus dem Leben des Heiligen Domnius und der Jungfrau Maria.

 

Die ca. 60 m Höhe Glockenturm wurde 1200-1550 gebaut und zeigt eine Mischung aus romanischen und gotischen Stilelementen. Der Glockenturm wurde 1890-1908 nach den Plänen des Wiener Architekten Alois Hauser von Grund auf restauriert. Der schlanke, halb transparente Glockenturm kann gegen eine kleine Gebühr über 200 Stufen bestiegen werden – aber es ist nichts für höhenangstleidenden Personen. Wer wagt, wird mit einem herrlichen Blick über Split belohnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schatzkammer im ersten Stock der Sakristei zeigt wertvolle Reliquien des Heiligen Domnius, ein romanisches Bildnis der Mutter Maria aus dem 13. Jh., wertvolle Messegewänder und Goldschmiedearbeiten und ein Evangelium aus dem 7. Jh, das älteste von Split. Vor der Kathedrale hält eine original ägyptische Sphinx Wache. Sie war bei Baubeginn bereits 2000 Jahre alt.

Die Haupteinkaufsmaile heißt Marmontova und es läuft von

Riva-Strandboulevard bis zum Kroatische Nationaltheater. Das Theater wurde im Jahr 1893 gegründet du es befindet sich auf dem Trg Gaje Bulata (Gaje Bulat-Platz). Auf dem Platz starten die Rundfahrten mit dem Stadtbahn. Franjevacki Samostan Kloster befindet sich auf dem Platz wie auch das größte Einkaufszentrum.

Das Museum von Kroatischen Archäologischen Denkmälern (MHAS) ist eines der ältesten kroatischen Museen und des einzigen Museums in Kroatien, das mit der einzigartigen Aufgabe gegründet wurde, zu erforschen, zu sammeln, zu präsentieren und das Bleiben der greifbaren und nicht greifbaren Kultur der Kroaten vom Mittleren Alter, beziehungsweise vom 7. bis das 15. Jh., insbesondere von der Zeit des frühen mittelalterlichen kroatischen Staates (vom 9. bis das 12. Jh.) zu studieren. Eintritt ist frei.

Im Stadtmuseum – Völkerkundemuseum – findet man interessante Informationen zur Besiedlung der Region, den Bräuchen und Traditionen der Dalmatiner. Auf dem Vorplatz des Seefahrtsmuseums steht ein großes Schiff. Museum der schönen Künste wurde 1931 gegründet und es präsentiert die wertvollsten Bilder der eidgenössischen kroatischen Kunst.

Interessant ist auch ein Besuch im Naturmuseum, die die charakteristisch Pflanzen und Tiere für diese Region zeigt.

Ivan Mestrovi - Galerie (Galerija Mestrovi ) ist ein Kunstmuseum, die der Arbeit des Bildhauers des 20. Jh. gewidmet ist. Die Galerie bewahrt die bedeutendsten Arbeiten von Mestrovi, und ist in sich selbst ein Kunstdenkmal. Die dauerhafte Sammlung Arbeiten der Skulptur in Bronze, Marmor und Holz, der Zeichnungen, des Designs, der Möbel und der Architektur ein. Das Galerie-Gebäude und Gründe beruhten auf ursprünglichen Plänen durch Mestrovi.

Marjan ist eine Halbinsel auf der westlichen Seite der Spliter Halbinsel. Die Halbinsel ist mit einem dichten Aleppo-Kieferwald bedeckt. Marjan ein geschützter Park mit ca. 400 geschützten Pflanzen. Ein aus dem 16. Jh. stammendes Castell der Familie Capogrosso (Kaštelet Crikvine), welches ursprünglich Ort der Entspannung und Ruhe für bekannte Spliter Volksstämme war. Über die Jahrhunderte wurden dem Castell immer wieder andere Funktionen zugeteilt. Im Jahr 1939 kaufte Ivan Meštrović das sehr heruntergekommene Castell und restaurierte und erweiterte es zusammen mit dem Architekten Harold Bilinić.

Das Institut für Ozeanographie und Fischerei wurde 1930 gegründet und befindet sich an der Westspitze der Halbinsel am Fuß des Berges. Der zoologische Garten liegt auf der dem Festland zugewandten Seite des Marjan. Der botanische Garten liegt auf der Seeseite des Marjan. Der Eintritt ist frei.

 

TROGIR SEHENSWÜRDIGKEITEN

Trogir war schon im 3. Jh. v. Chr. als griechische Siedlung Tragurion bekannt. Durch den schnellen Aufstieg der nahegelegenen Stadt Salona verlor Trogir seine einstige Bedeutung. 1123 wurde Trogir von den Sarazenen eingenommen und fast bis auf die Grundmauern zerstört. Die Stadt erholte sich schnell und erlebte im 12. und 13. Jh. einen starken wirtschaftlichen Aufschwung.

Die gesamte Altstadt von Trogir zählt seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der historische Stadtkern liegt auf einer Insel. Die Verbindung zum Festland erfolgt durch eine Steinbrücke im Norden der Insel. Die romanische Stadt stellt nicht nur an der Adria den am besten erhaltenen romanisch-gotischen Altstadtkomplex dar, sondern in ganz Osteuropa. In dem mittelalterlichen, teilweise von einer Stadtmauer umgebenen historischen Stadtkern befinden sich ein erhaltenes Schloss, ein Turm, etwa zehn Kirchen und eine Reihe von Wohnhäusern und Palästen aus den Perioden der Romantik, Gotik, Renaissance und des Barock. Heute stehen nur noch Ruinen der Befestigung, die im 13. Jh. errichtet und im 15. Jh. von den Venezianern verstärkt wurde. Bis zum Anfang des 19. Jh. stand die Mauer, wurde dann aber bis auf einige Reste nieder gerissen.

Die Kathedrale hl. Laurentius (Katedrala sv. Lovre) des 1828 aufgehobenen Bistums Trogir wurde auf einem Platz erbaut, der eine lange sakrale Tradition aufweist. Genau an der Stelle befand sich in der Antike ein Tempel der Göttin Hera und daneben die Agora aus der Zeit, als Trogir noch eine griechische Siedlung  war.

Der Bau der Kathedrale begann 1213 auf den Grundsteinen einer frühchristlichen Basilika, die im Jahr 1123 von den Sarazenen zerstört wurde. Die Kathedrale ist eine dreischiffige romanische Basilika mit drei halbrunden Apsiden.  Die prachtvolle Kathedrale sollte den Reichtum der Region und den hohen Rang des Bischofs betonen, aber auch die Macht der königlichen Familie.

Der Bau des Glockenturms dauerte fast zwei Jahrhunderte. Das vierte und letzte Stockwerk, den pyramidalen Abschluss des Glockenturms, zieren vier manieristische Skulpturen des venezianischen Bildhauers Alessandro Vittoria. Das gotische Kreuzrippengewölbe im Atrium entstand im 13. Jh.

Meister Mavro hat im 14. Jh. im Inneren der Kathedrale ein großes Alter in Form eines wunderschönen Baldachins gebaut. Auf dem Ziborium sind Skulpturen der Jungfrau Maria und des Erzengels Gabriel zu sehen und seitlich vom Alter sind Skulpturen des hl. Johannes von Trogir und des hl. Laurentius aus dem 18. Jh.

Radovans Portal ist das Hauptportal der Kathedrale und eins der wichtigsten mittelalterlichen Portale der östlichen Adria mit lateinischer Inschrift und Szenen aus dem Neuen Testament.

Die Kapelle des Hl. Johannes (Kapela sv Ivana) ist eines des schönsten Renaissance-Denkmäler Europas. Sie befindet sich an der Nordwand der Kathedrale. Die Kassettendecke besteht aus 26 Felder; in jedes Feld wurde der Kopf eines Seraphe aus Stein gemeißelt.

Gegenüber der Kathedrale, neben dem Rathaus aus dem 15. Jh., befindet sich auf dem Platz des Johannes Paul II die Stadtloggia mit einer beeindruckenden Turmuhr. Dieser Baus wurde bereits um 1308 begonnen, fertig gestellt jedoch erst im 15. Jh. Sie diente im späten Mittelalter als Gericht, weshalb auch an der Außenfassade das Relief "Gerechtigkeit" von Bildhauern aus der venezianischen Zeit angebracht wurde. Auf dem kleinen Innenhof hinter der Loggia sind auch noch Ruinen der alten Marienkirche zu sehen.

Im Westen wird der Cipiko-Palast von einer Straße in zwei Teile getrennt, was laut Liebhabern der Gotik und Renaissance seine Schönheit aber nur verdoppelt.

Im Norden der Altstadt beschützte früher im Stil der Spätrenaissance gebautes Landtor Trogir vor unerwünschten Gästen. Heute steht es offen und begrüßt die Touristenströme mit einer Statue des Bischofs und Stadtpatrons Ivan Ursini.

Das Seetor ist das jüngste der Tore Trogirs – aus dem Jahr 1593. Es befindet sich an der Kirche des heiligen Dujam und zeigt mit seinen Nägelbeschlägen den damaligen Zeitgeschmack.

Direkt an der Uferpromenade liegt das Benediktinerinnenkloster. Es wurde bereits 1064 gegründet, im 16. Jh., dann grundlegend erweitert. Heute erinnert nur noch die Kirche Sveti Ivan Krstitelj aus dem 13. Jh. an das geistliche Leben der Nonnen.

Im 14. Jh. erbaute die Familie Sobota in der Nähe des Stadtstrandes ihr Grabmal, einen Renaissancebau, der heute als Kirche des Dominikanerklosters (Sveti Dominik) genutzt wird.

Die kleine St. Barbara Kirche (Sveti Barbara)  an der Gradska Ulica ist vermutlich die älteste der Stadt. Ihre Bauzeit wird auf das 10. Jh. datiert. Einige Teile sind sogar echt antik: Da zuvor ein römischer Tempel an dieser Stelle stand, nutzte man die eben schon vorhandenen Säulen und gliederte sie in die Kirche ein.

Im Nordwesten der Stadt steht noch gut erhaltene Markusturm (Sveti Marko). Nicht wegen des schönen Meerblicks und der praktischen Citynahen Lage bauten die Venezianer hier, sondern um die Stadt gegen Eindringlinge zu sichern.

Die Festung Kamerlengo wurde im 15. Jh. auf einem Hügel erbaut. Ursprünglich war die Festung von einem Graben umgeben und auf der Nord- und Ostseite unterstützte ein großer Wall die Verteidigung der Burg. Der Haupteingang auf der Nordseite hatte eine Zugbrücke. Der Burgherr und seine Mannschaft lebten in Häusern auf dem Burghof.

Die Gloriette, ein Rundpavillion wurde damals von den Franzosen errichtet und befindet sich zwischen Markusturm und der Festung.

 

ŠIBENIK (Sibenning) SEHENSWÜRDIGKEITEN

Die mittelalterliche, stolze Stadt des Königs Krešimir an der einzigartigen Lage entlang des Flusses Krka ist Šibenik neben Zadar eine der größten Metropolen im Norden der Region Dalmatien mit seinen knapp 46.000 Einwohnern. Die Stadt wurde im Jahr 1066 in einer Urkunde des Königs, der sich im befestigten Kastell St. Michael (heute St. Anna) aufhielt, erstmals erwähnt.

St. Anna – Festung wird von den Einheimischen auch Mihovil - Festung genannt. Auf einem ungefähr 70 m hohen Hügel thronende Festungsanlage bietet einen herrlichen Blick auf die malerische Innenstadt und die umliegenden Inseln.

Das Zentrum erstreckt sich rund um den gut geschützt liegenden Hafen. Grob unterteilt man Šibenik in den westlichen Teil mit seinen schmalen, engen Gassen und dem neueren Viertel im Norden und Südosten der Stadt.

 

 

 

Das wichtigste historische Bauwerk Šibeniks ist die Kathedrale des hl. Jakobs (Katedrala sv. Jakova). Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1431. Die Bauzeit der prächtigen im gotischen und Renaissance-Stil erbauten Kirche betrug über 100 Jahre. Vollendet wurde die Kathedrale im Jahr 1535. Die Einweihung fand 1555 statt. Besonderheit ist deren Dach, die aus einem Tonnengewölbe aus freitragenden Steinplatten besteht. Die Kathedrale gehört zur Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Im östlichen Teil von Šibenik liegt die Festung Subicevac, die einst eine der wichtigsten Verteidigungsanlagen der Stadt war. Die Mitte des 17. Jh. erbaute Festung hat eine Sternform, welche im Verteidigungsfall einer der großen Pluspunkte des Areals war.

Im Norden Šibeniks liegt die im 16. Jh. erbaute Festung Sv. Ivan, die sich in strategisch guter Lage, auf einem 115 m hohen Hügel über der Stadt, befindet.

Die Festung Sv. Nikola vor dem Šibeniker Hafen ist die einzige der vier Festungen, die auf dem Meer erbaut wurde.

Weitere Sehenswürdigkeiten vor Ort sind der schön angelegte Garten des Klosters Hl. Laurentius, die Kirchen und Klöster der Stadt, das Stadtmuseum, die sakrale Sammlung im Kloster der Hl. Luce und das Kirchenmuseum der Hl. Barbara. Kunst-interessierte Gäste können auch die zahlreichen Galerien der Stadt besuchen.

Für Kinderfamilien lohnt sich ein Besuch im Zoo-Aquarium.

 

 

 

Nationalpark Krka

Wenige Kilometer hinter Šibenik eröffnen die Tore des Nationalparks Krka den Blick und Zugang zu einer einmaligen und paradiesischen Flusslandschaft. Auf dem Gebiet des Parks schlängelt sich die Krka mal durch canyonartige Schluchten, mal entlang sanfter, begrünter Hänge.

Auf und um das Gebiet des Nationalparks Krka gibt es viele wunderschöne Wanderwege und Lehrpfade.

An den Ufern findet man zahlreiche Festungsruinen, die mal imposante und wehrfähige Burgen waren, die die Adelshäuser entlang des Flussverlaufs bauten. Am besten erhaltene Festungsanlage ist die ehem. Festung von Kljucica in der Nähe von Skradin. Im Mittelalter waren sie wichtige strategische Standorte - heute stehen nur noch Überreste der Mauern und Türme, von denen man eine herrliche Aussicht hat.

Auf den großflächigen Seen steht eine einsame Klosterinsel St. Archangel bei Visovac-See. Im Franziskanerkloster befinden sich eine bedeutende Sammlung archäologischer Fundstücke und historischer Kirchenkleidung und eine alte Bibliothek.

Doch das beeindruckendste und schönste am Park ist der Fluss selbst, der im Parkgebiet über sieben große Wasserfälle (Bilusica Buk, Brljan, Manojlovac, Rosnjak, Miljacka slap, Roski slap und Skradinski Buk) 46 Höhenmeter überwindet und auf jedem einzelnen ein neues, faszinierendes Gesicht zeigt. Unterhalb des Wasserfalls Skradinski buk ist das Baden teilweise erlaubt.

In einer ehemaligen Mühle am oberen Katarakt befindet sich heute das ethnografische Museum des Nationalparks (bei Roski slap).

Die Höhle Ozidana pecina hat eine Länge von 59 m, einer Breite von 5-7 m und einer Höhe um die 2,5 m sowie mit zwei 8-10 m hohen „Schornsteinen“ im hinteren Teil.  Sie liegt auf der rechten Uferseite des Krkas, über dem Wasserfall Roski slap, am höchsten Punkt der Schlucht, auf einer Meereshöhe von 220 m, mitten in der 20 m hohen senkrechten Felswand. In der Höhe wurde eine große Anzahl von Keramikgefäßfragmenten gefunden, was von der Anwesenheit der Menschen in der Höhle schon im Frühneolithikum zeugt (um 5000 v. Ch.).

Burnum, eine archäologische Ausgrabungsstelle, war ein römisches Legionslager und Stadt. Es befindet sich ca. 2,5 km Norden von Kistanje im Dorf Ivoševci. Bis heute sind Bogenruinen des Militärgebäudes und das Amphitheater gut erhalten geblieben. Das Lager wurde auf einem strategisch wichtigen Ort im 1. Jh.  n. Chr. aufgebaut, von wo man den Brückenübergang über den Fluss Krka kontrollieren konnte. Im 6. Jh. zerstörten Kriege zwischen den Römern und den Ostgoten die Siedlung.

 

INSEL BRAČ SEHENSWÜRDIGKEITEN

Brač ist die größte Insel in Dalmatien mit ca. 40 km Länge und 12 km Breite. Die Insel lebt hauptsächlich vom Tourismus, dessen Zentrum um die Stadt Bol liegt.

Die Hauptattraktion ist das Goldene Horn, ein einige 100 Meter ins Meer ragender Strand,  dessen Form an ein Horn erinnert und aus kleinen, runden Kieselsteinen, die sich mit der Strömung über längere Zeit bewegen, besteht. Dabei verändert sich die Form des Strandes so, dass die Spitze mal in die eine, mal in die andere Richtung zeigt. Dieser Effekt wird durch die unterschiedlichen Wasserströmungen und den unterschiedlichen Wasserstand hervorgerufen.

Von der reichlichen Geschichte von Bol die sogar in die Antikzeit zurückgreift, zeugen viele archäologische Funde und Denkmäler - römischer Grabsteine und -reliefs, frühchristliche Sarkophage, vorromanische Kirche St. Johannes und Tudor aus dem 11. Jh., die Bischofsresidenz aus dem 12. Jh., die Kirche St. Gnadenvolle Gottesmutter aus dem 15. Jh., umfestigte gothische Sommerresidenz aus dem 15. Jh., Renaissance Barokpalast mit der wertvollen Galerie für moderne kroatische Kunst Branislav Deskovic aus dem 17. Jh. und die Ortskirche St. Gottesmutter von Karmel aus dem 18. Jh.

Die Drachengrotte (Drakonjina Spilja) oberhalb der Dorf Murvica zeigt eingravierte Reliefs an den Wänden. Der Drache wurde vom unbekannten Mönch im 15. Jh. geschnitzt, als die Mönche in den Höhlen lebten und sogar eine Kapelle in ihnen gebaut. Neben dem Drachen gibt es auch eine Schnitzerei des Mondes und anderer alter Kultsymbole. Auf der Ostseite über der Kapelle gibt es menschliche Figuren geschnitzt und Vögel auf ihren Nestern, was darauf hinweist, dass dies als eine christliche Behausung benutz wurde.

Hauptort mit knapp über 4000 Einwohnern ist Supetar. Hier legen während des Sommers etwa stündlich die Fähren an, die für die Überfahrt vom Festland etwa eine Stunde brauchen. Die älteste Ansiedlung ist Škrip, wo nach der Zerstörung Salonas viele Flüchtlinge auf der Insel Schutz suchten.

Archäologische Ausgrabungen haben gezeigt, dass es schon in der Altsteinzeit auf Brač Menschen gab, die in Gemeinschaften lebten  - Höhle Kopačina zwischen Supetar und Donji Humac. Im frühen Mittelalter stammen zahlreichen Kapellen, die man im Inneren der Insel vorfindet. Zu den besser erreichbaren zählen die frühchristlichen Religionszentren von Povlja, wo Reste einer großen Basilika des 6. Jh. neben der Pfarrkirche stehen. Ebenfalls gut zu finden sind die Jadro-Kirche (6. Jh.) an der Straße zwischen Splitska und Skrip sowie die frühchristlichen Mosaiken nördlich der Pfarrkirche von Supetar.

Postira ist ein kleiner Ort auf der Nordseite der Insel. In den letzten 50 Jahren wurden dort wichtige archäologische Funde gemacht, die zeigen, dass es im Ort ein organisiertes Leben schon in den ersten Jahrhunderten gab. Neben der Pfarrkirche fand man 1988 eine dreischiffige frühchristliche Kirche, die aus der ersten Hälfte des 6. Jh. stammt und noch im 7. Jh. benutzt wurde.

Oberhalb Postira wird gerade die Lokalität Mirje untersucht, an der frühchristlicher Klosterblock mit Kloster entdeckt wurde, das ursprünglich dem hl. Stephanus geweiht ist.

Etwas östlicher, in der wunderschönen Sandbucht Lovrecina, nebst aktiver Wasserquelle wurden Überreste noch einer frühchristlichen einschiffe Kirche entdeckt. An dem Buchtgrund werden auch die bedeutenden Überreste der früheren römischen ländlich-wirtschaftlichen Komplexe untersucht, während sich im Meer die Reste eines antiken Hafens befinden.

Brač ist bekannt für seinen weißen Kalkstein. Die Qualität des Gesteins kannten schon die Römer. Kalkstein von der Insel wurde unter anderem am Palast des Diocletian in Split, an den mittelalterlichen Glockentürmen und Kathedralen von Sibenik und Trogir, dem Weißen Haus in Amerika, dem Parlament und der Neuen Hofburg in Wien sowie  am Budapester Parlament verbaut.

 

INSEL HVAR SEHENSWÜRDIGKEITEN

Hvar ist eine lange und schmale Insel, mit einer Länge von 67,5 km und Breite von  10,5 km, die als Perle der Adria bezeichnet wird. Die Autofähre fährt drei Mal täglich ab Split nach Stadi Grad (ca. 1,5 Std.). Auf der Insel leben etwa 11.500 Einwohner. Die gesamte Insel ist bei Touristen sehr beliebt. Neben Tourismus und selbstversorgender Landwirtschaft bilden der Anbau von Lavendel und die Herstellung der daraus gewonnenen Produkte. Buchten und kristallklares Meer bieten hervorragende Möglichkeiten zum Tauchen und Schnorcheln.

Die Festung (oder eine Zitadelle) in der Stadt Hvar, das hoch auf einem Hügel oberhalb der Altstadt erbaut, stammt aus Beginn des 16. Jh. (in der Zeit von Venedig). Die Kathedrale von St. Stephan steht auf der östlichen Seite des Hauptplatzes. Es wurde an der Stelle einer frühen 6. Jh. Kirche gebaut. Heutiges Aussehen erhielt die Kathedrale, die im 16. und 17. Jh. Das Zeughaus wurde im 13. Jh. erbaut.

Das Franziskaner-Kloster in der wurde im 15. Jh. als Zufluchtsort für Segler. Im Kloster gibt es die Artefakte ausgestellt in der Kloster-Sammlung, die auch die älteste der Insel. Es besteht aus Gemälden, Handschriften, Inkunabeln und alten Münzen. Die Zypresse im Franziskanerkloster, deren Äste elliptische Form haben, wird ihr Alter  auf 400 Jahre geschätzt.  Hvar Stadt Loggia und einem Glockenturm aus dem 15. Jh. zusammen sind die einzigen Überreste des ehemaligen Gouverneurs Palast. Die Hektorović Palast ist eine der schönsten spätgotischen Häuser. Der Bau des Palastes begann 1463 und wurde nie vollendet.

Die roten Felsen (Crvene stjene), die sich unweit der Stadt Hvar befinden (zwischen Dubovica und Piscena), sind ein ungewöhnliches Naturschauspiel. Sie ragen wie eine überdimensionale Orgel aus dem Meer. 

Pakleni otoci -  die Hölleninseln -  sind ein Archipel aus kargen Felsen und Inseln vor der Stadt Hvar. Die Höhle Sveta Nedjelja liegt oberhalb des gleichnamigen Dorfes. In vorgeschichtlicher Zeit diente sie als Zufluchtsort und ein Ort für Rituale. Im 16. Jh wurde in ihr eine kleine Eremitage eingerichtet. Die Höhle Markova Spilja liegt im äußersten Westen der Insel, im Pelegrin-Gebiet. Untersuchungen haben ergeben, dass die geborgenen Funde eine Anwesenheit von Menschen auf der Insel Hvar vor ca. 7000 belegen können.

Stari Grad ist die älteste Stadt in Kroatien aus dem Jahr 384. v.Chr. Das geschichtliche Herz der Insel Hvar, die altertümliche Pharos (Stari Grad = Alte Stadt), wurde auf der Stelle ausgebaut, wo sich eine tiefe Meeresbucht mit dem fruchtbaren Inselfeld verbindet, einem Arkadiental, das noch in der Antikezeit mit Weingärten und Olivenhainen bepflanzt wurde.

In der Mitte von Hvar befindet sich der Ort Jelsa. Die Gemeinde Jelsa bietet einige Sehenswürdigkeiten. Dort gibt es z. B. den Perivoj (Lustgarten) aus der Zeit um 1870. Die Burgkirche Zur Hl. Maria stammt aus dem Jahr 1331. Die ursprünglich frühgotische Kirche wurde im Jahr 1535 vergrößert und fortifiziert. Heute besitzt die Gemeindekirche 4 Kapellen. Als schönster Ort Jelsas gelten der Platz des Heiligen Ivan und die dazugehörige achteckige Kapelle aus der Zeit des Renaissance-Barocks (16 Jh.).

Von der antiken Stadt Civitas Vetus Ielsae haben Reste der Stadtmauer und ein Friedhof an der Stelle eines ehemaligen Augustinerklosters (1605–1787), von dem noch die Klosterkirche und ihrem Glockenturm aus dem Jahr 1605 stammen, die Zeiten überstanden. Die Wehrmauer war 172 m lang und 1,30 m breit. Die heute noch stehende Mauer ist zwischen 2,50 und 3 m hoch und weist im unteren Teil sichtbare Öffnungen auf, die den Wächtern zum Unterstellen dienten.

Platz der kroatischen nationalen Wiedergeburt (Pjaca) befindet sich im Stadtzentrum von Jelsa. Der Platz entstand bzw. bekam sein heutiges Aussehen in der Zeit vom 16. bis Anfang des 20. Jh. Auf der Westseite des Platzes befindet sich eine Trinkwasserquelle – Slatina – die bereits seit der Antike der Stadtbevölkerung zur Verfügung stand.

1970 stellte das Hvarer Zentrum für kulturelles Erbe ein Lapidarium mit ca. 20 Steingegenständen aus dem antiken und mittelalterlichen Jelsa. Besondere Beachtung verdienen u.a.: eine Grabplatte aus der Römerzeit, ein Relief von Nikola dem Florentiner aus dem 15. Jh. und ein Steintisch des Adeligen Ivan Obradic. Die eben genannten ebenso wie die übrigen Gegenstände weisen auf eine mehrere Jahrhunderte zurückreichende Siedlungsgeschichte der Stadt Jelsa, die schon während der Steinzeit bewohnt war. Die Menschen lebten damals in Höhlen im Südosten der heutigen Stadt.

Die Höhle Grapčeva pećina  auf der Südseite der Insel,  die sich 239 m über dem Meeresspiegel befindet, ist ein paläontologisches und archäologisches Denkmal. Es wird als Wiege der Hvarer Kultur und Zivilisation angesehen. Darin fand man Gegenstände aus der Zeit der Danilo-Hvar Kultur, die man in die Jungsteinzeit und Kupfersteinzeit datiert (3900-3300 v. Chr.). In der Grotte entdeckte man Anzeichen einer Kultur aus dem 4. Jh. vor Christus, die belegen, dass die dortigen Einwohner die polychrome Keramik vom Ionischen und Ägäischen Meer kannten. Die Grotte selbst ist reich an Stalaktiten und Stalagmiten und ist in eine große Halle (22 x 23 m) und eine kleinere Halle (13,5 x 5 m) mit vielen kleinen Zugängen eingeteilt. Der einfachste Weg zur Grotte ist mit dem Auto aus Jelsa bis Humac und dann den Schotterweg entlang bis zur Grotte.

 

HALBINSEL PELJESAC SEHENSWÜRDIGKEITEN

Die längste dalmatinische Halbinsel Peljesac (65 km lang und 6 km breit) ist sehr zerklüftet, größtenteils bewaldet und hat eine Küste mit vielen Stränden, Felsen, Einbuchtungen und Fjorden. Mit seinen malerischen Orten an beiden Seiten der Küste im Grün der Olivenbäume, Föhren und Macchie bietet sie ein besonderes Erlebnis. Die Bewohner von Pelješac beschäftigen sich dank fruchtbarer Erde und vielen sonnigen Stunden schon seit Jahrhunderten mit Wein-, Oliven-, Obst- und Gemüsebau. Über die ganze Halbinsel führt eine neue asphaltierte Straße, die alle Ansiedlungen verbindet. Peljesac ist für ihre starken Winde bekannt und bietet Besuchern eine breite Palette an Möglichkeiten zum Segeln und Surfen. Der südliche Teil der Halbinsel ist reich an Brisen, die alle Wassersportarten möglich macht.

Ston war wirtschaftlichen und strategischen Bedeutung  wichtigste Ort der Dubrovniker Republik. Die monumentalen Mauern in einer Länge von über 5,5 km und einer Höhe von 5-10 m, mit mehr als 40 Wehrtürmen und Bastionen befestigt und im 14. und 15. Jh. errichtet. So war der Zugang zur Halbinsel Pelješac vollständig kontrollierbar. Die Gesamtanlage wurde 1506 fertiggestellt und wird als die längste Festungsmauer in Europa bezeichnet. Mit den Mauern wurden die Ortschaften Mali Ston und Ston verbunden, die für ihre lange und reiche Geschichte und für den alten steinernen Kern bekannt sind. Ston ist für ein Salzwerk aus den Zeiten der Republik Dubrovnik bekannt. Das Kirchlein des hl. Michael aus dem 12. Jh. mit Fresken ist heute sicherlich eines der ältesten und wertvollsten Kulturdenkmäler von Ston.

Höhle Gudnja  ist eine prähistorische Stätte über Stone im Berg Porača, auf einer Höhe von 400m. Der Eingang zur Höhle blickt auf das Meer, und bietet einen herrlichen Blick auf den Teil der südlichen Adria und ihr Hinterland.

Mali und Veliki Ston sind reich an gotischen und Renaissance-Bauten. Durch Schönheit heben sich die Paläste Sorkocevic und der Palast Dordic (16. Jh.) hervor, in dem das Museum mit vielen Fragmenten mittelalterlicher Plastik von den Gebieten Ston und Peljesac untergebracht ist. Der Rektorenpalast im Renaissancestil, der gotische Palast der Amtsräume der Republik, der gotische-renaissancene Palast der Stoner Bischöfe, die Kathedrale des hl. Vlaho, des Beschützers der Republik u. a. sind bemerkenswert. Veliki Ston, seine berühmten Wehrmauern und Salinen, 14. und 15. Jh. das Franziskanerkloster mit einem Kreuzgang im gotischen Stil, die spätromanische Kirche des hl. Nikolaus (14. Jh.) mit vielen Votiv-spenden sowie die schöne Kirche Mariae Verkündigung (15. Jh.) sind andere Sehenswürdigkeiten am Region.

Orebic wurde Ende des 15. Jh. gegründet. Früher lebten im Ort pensionierte Schiffskapitäne. Daran erinnern heute noch die auffallenden Steinhäuser, ehemalige Kapitänsvillen, die den kleinen Ort zieren. Die Geschichte(n) ihrer Bewohner sind im Seefahrtsmuseum am Trg Mimbelli zu ergründen, in den hauptsächlichen Exponaten aus der Seefahrt zu finden sind.

Das Franziskanerkloster wurde 1470-80 erbaut. Die Kirche Unserer Lieben Frau von den Engeln beherbergt großartige Werke der Renaissance.

Der Weg von Orebic nach Loviste bietet unvergleichliche Ausblicke auf den Peljeski kanal. Im ersten Jahrtausend v. Ch. wurden die ersten Mauern und Dämme gebaut. Von den Mauern in der Festung Grad sind heute lediglich die Fundamente übriggeblieben, aber es sind noch die Überreste einiger Gebäude, Keller und anderer Objekte, in denen man eine große Anzahl zerbrochener keramischer Gefäße finden kann, erkennbar. Die kleine Kirche Mala Gospa stammt vermutlich aus dem 12. oder 13. Jh., womit sie die älteste Kirche ist, in der noch Messen abgehalten werden.

Nakovana ist ein Plateaugebiet, das einen großen Teil von Peljesac einnimmt. Im Nakovanas Zentrum befinden sich zwei Dörfer - Gornja und Donja Nakovana. Die Dörfer werden zum ersten Mal im 14. Jh. erwähnt. Donja Nakovana wurde während des zweiten Weltkrieges niedergebrannt. Beide Dörfer sind verlassen. In unmittelbarer Nähe befinden sich einzigartige historische Objekte, wie z.B. Spile, wo die Überreste aus der Zeit des Neolithikum gefunden wurden, die 8000 Jahre alt sind, sowie die unberührte heilige Stätte der Illyrer aus dem 4. Jh. v. Ch. In Nakovana findet man mehrere Zeichen, die in die Felsen eingeritzt wurden, und deren Bedeutung und Herkunft unbekannt ist, man weiß lediglich, dass sie sehr alt sind.

Die in der Höhle Nakovana gefundenen Spuren menschlicher Besiedlung gehen bis in das Neolithikum (6000 v.Chr.) zurück. Im 4. bis 1. Jh.v.Chr. war die Höhle ein illyrisches Heiligtum, was Funde aus der hellenistischen Epoche belegen. Diese bestehen aus einer Vielzahl von Überresten von Gefäßen. Sie befanden sich mehrheitlich am Fuße eines 60 cm hohen Stalagmiten. Dies ist weltweit die wertvollste Fundstätte der illyrischen Kultur. Die Höhle Nakovana ist die bislang einzige Fundstätte illyrischer Kultur, die 2000 Jahre unberührt geblieben ist.

 

DUBROVNIK SEHENSWÜRDIGKEITEN

Dubrovnik liegt am südlichsten Zipfel der Adria Küste Kroatiens. Die Einwohnerzahl beträgt ca. 44.000. Diese einzigartige mittelalterliche Stadt mit ihrem historischen Zentrum wurde 1979  in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.  Dubrovnik hat sich vom Handelshafen der Venezianer in Dalmatien zu einer der Top-Destinationen Kroatiens entwickelt. Kreuzfahrtschiffe bringen kunst- und kulturinteressierte Gäste aus aller Welt. Umgeben von traumhaften mediterranen Naturlandschaften, vorgelagerten Inseln erwartet Sie eine der bezauberndsten Altstadtkomplexe Europas. Zahlreichen Baudenkmälern aus dem Mittelalter, Barock und Renaissance, die sich heute in einem ausgezeichneten Zustand befinden und ein in sich geschlossenes architektonisches Ganzes bilden.

Die historischen Stadtmauern wurden im 13. und 16. Jh. erbaut, ihr Festungsturm Bokar ist zu einem weltbekannten Symbol für Dubrovnik geworden. Auf diesen imposanten Mauern entlang spazierend, kann man auf unvergleichliche Weise die Stadt kennenlernen. Zahlreiche mittelalterliche Klöster, Kirchen und Paläste gilt es zu erkunden. Auf Badeurlauber warten in Dubrovnik schöne Strände und Buchten und auf den vorgelagerten Inseln. Flach abfallende Kieselstrände, wie der Strand Banje oder die Strände auf der Halbinsel Lapad sind insbesonders bei Familien mit Kindern sehr beliebt. Der Buza Strand befindet sich direkt unterhalb der massiven Stadtmauern von Dubrovnik. Stufen in den Felsen ermöglichen den Zugang in das kristallklare Wasser.

Neue archäologische Funde bezeugen, dass auf dem Felsen, der in der Antike Ragusa genannt wurde, im 3. Jh. v. Chr. eine Illyrische Siedlung existierte. Die Gründung der Stadt wird um das Jahr 614 angenommen. Ihre Stadtmauern und Wälle waren so brillant konstruiert, dass die Stadt in ihrer gesamten Geschichte niemals eingenommen wurde. Der Zutritt zur gesamten Stadt erfolgte lediglich durch zwei Tore. 1667 zerstörte ein Erdbeben große Teile der Stadt. Die Stadt wurde während des kroatischen Unabhängigkeitskrieges 1991 von der Jugoslawischen Bundesarmee bzw. den serbisch-montenegrinischen Truppen schwer beschossen und stark beschädigt, die Schäden sind heute zum Großteil behoben. Bad Homburg (Hessen) ist seit 2002 eine Partnerstadt von Dubrovnik.

Die Stadtmauern sind 1940 m lang sowie 3-6 m breit und (gegen eine Gebühr von ca.10 €) komplett begehbar. Ein kleiner Teil beim Aufgang am Marine Museum ist frei zugänglich. An einigen Stellen erreicht sie die Höhe von bis zu 25 m. Sie sind das besterhaltene Wehranlage  in Europa und umfassen einen perfekt erhaltenen Komplex öffentlicher und privater, sakraler und säkularer Bauwerke aus allen Perioden der Stadtgeschichte, beginnend mit seiner Gründung im 7. Jh. Der weitere Bau der Mauer, so wie sie bis heute, trotz eines katastrophalen Erdbebens 1667 erhalten ist, begann im 12. Jh. und dauerte bis zum Ende des 17. Jh. Es gibt 3 runde und 12 viereckige Türme, 5 Bastionen, 2 Eckbefestigungen und eine große Festung. Die Festung (Tvrdava) Minčeta, Festung Sveti Ivan  und Festung Bokar sind in die Stadtmauer integriert und Festung Revelin und Festung Lovrijenac sind alleinstehend. Die Stadtmauer war bestückt mit über 120 Kanonen.

Es gibt zwei Haupteingänge zu der Altstadt: das Pile-Tor (gebaut 1460; im Bild) im Westen und das Ploče-Tor im Osten, beide aus dem 15. Jh., beide mit Zugbrücken. Außerdem gibt es zwei Tore, welche als Eingang zum Stadthafen dienten – das Ponte-Tor (Vrata od Ponte) von 1476 und das Fischmarkt-Tor (Vrata Ribarnice) von 1381.

 

 

 

Das eindrucksvolle Fort Lovrijenac befindet sich auf einer kleinen Halbinsel vor der Stadtmauer von Dubrovnik. Das Fort kann von innen besichtigt werden; es steht aber weitgehend leer und ist eher architektonisch interessant. Die Festung wurde auf einem 37 m hohen Felsen im Westen der Stadt außerhalb der Stadtmauer im Jahr 1018 beziehungsweise 1038 angelegt. Die Festung sollte nun die Stadt Dubrovnik gegen feindliche Angriffe vom See wie vom Lande her schützen. Die Mauer-außenwände waren bis zu 12 m dick.  Auf dem Torbogen des Haupteingangs zu der Festung steht der Spruch Non Bene Pro Toto Libertas Venditur Auro („Für kein Geld der Welt verkaufen wir unsere Freiheit“), der später zum Wahlspruch der Stadt Dubrovnik wurde.

Aus der prachtvollen mit barocken und mittelalterlichen Gebäuden gesäumten großen Hauptstraße Placa (Stradun) aus führen kleine romantische Gassen durch den historischen Altstadtkern. Entlang der Stradun finden Sie mit die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie die Orlando Statue, den Sponza Palast, Luza & den Glockenturm & die St. Blasius Kirche.

Am westlichen Ende von Stradun steht der Große Onofrio-Brunnen (Velika Onofrijeva fontana) mit 16 Wasserspeiern aus dem Jahr 1438.  Zum Norden befindet sich die Erlöserkirche (Sveti Spas), 1520 vom Architekten Andrijic nach einem Senatsbeschluss erbaut, daneben an der Westmauer das Franziskanerkloster mit der Franziskanerkirche (Franjevacki samostan, Mala braca), ein Gebäudekomplex, mit dessen Bau man 1317 begann und in dem sich eine bedeutende Bibliothek mit 20.000 wertvollen Handschriften und ein Museum befinden. Hier befindet sich auch eine mittelalterliche Apotheke, ebenfalls aus dem Jahr 1317, eine der ältesten Europas.

Südlich des Pile-Tors steht Nonnenkloster der Heiligen Klara (Samostan Sveta Klara), Ende des 13. und Anfang des 14. Jh. als Konvent für den Klarissenorden errichtet, das seit 1434 eine Station für die Aufnahme verlassener und nichtehelicher Kinder unterhielt – eine der ersten Einrichtungen dieser Art in der Welt.

Rund um den Luža-Platz, der vom 31 m hohen Glockenturm (Gradski zvonik) von 1444 dominiert wird, befinden sich die 1463 gebaute und 1952 rekonstruierte Glockenturmloge Luža. Auf dem nördlichen Rand liegt das prächtige, ursprünglich als Zollhaus geplante und im 16. Jh. erbaute Sponza-Palast, in dem heute das bedeutende städtische Archiv mit mehr als 100.000 historischen handschriftlichen Dokumenten, Urkunden und Protokollen der Republik ab dem 11. Jh. beherbergt ist.

In der Mitte des Luža-Platzes steht eine Säule mit dem Relief von Roland (Orlandov stup) von 1418. Der Kleine Onofrio-Brunnen (1438) (Mala Onofrijeva fontana) vor dem im gotischen Stil gebauten Gebäude der Hauptwache aus dem Jahr 1490. Weiter rechts des Glockenturms steht das Rathaus, das 1882 an der Stelle des im 14. Jh. erbauten, 1816 abgebrannten und 1863 abgerissenen Palastes des Großen Rates (Consilium Maius) aufgebaut wurde. Der Palast (Knežev dvor) wurde Mitte des 15. Jh. durch Onofrio della Cava auf den Ruinen einer Festung gebaut, die 1435 durch eine Schießpulverexplosion vernichtet wurde; 1463 wurde der neue Palast jedoch durch eine weitere Schießpulverexplosion beschädigt, danach restauriert, um 1667 durch das Erdbeben wieder Schaden zu nehmen und wiederholt repariert werden zu müssen.

 

 

Südlichen Bereich des Luža-Platzes befindet sich die Kirche des Heiligen Blasius (Sveti Vlaho), einem Barockbau aus dem Jahr 1715, erbaut an der Stelle einer älteren Kirche, die während des Erdbebens von 1667 und dann durch einen Brand 1706 beschädigt wurde.

Weiter in Richtung südliche Stadtmauer erhebt sich die Kathedrale (Velika Gospa).  Mit der Neuordnung des Römischen Reiches wurde der Felsen um 550/560 als Bischofssitz gedachte Basilika mit größeren Ausmaßen (31 m x 18 m) auf dem Platz der jetzigen Kathedrale errichtet. Restaurierungsarbeiten im Dom 1981 wurden diese Gebäudereste gefunden. Die heutige Kathedrale hatte einen romanischen Vorgängerbau. Dessen Entstehung verbindet die Ortstradition mit der Rückkehr Richard Löwenherz im Jahr 1192. Nachdem sie beim Erdbeben 1667 zerstört wurde, baute man sie zwischen 1673 und 1713 neu auf. Die Kathedrale ist eine dreischiffige Basilika mit Querhaus und schlanker Vierungs-kuppel. Die Portalfassade ist mit Säulen, Giebeln, Architraven und Statuen reich geschmückt. Der Innenraum ist weiß gefasst und mit Ziergebälken, Bögen und Kapitellen geschmückt. In der Domschatzkammer sind kostbare Reliquiare aus der Zeit vor dem Erdbeben aufbewahrt, darunter Schädel- und Handreliquie des Stadtpatrons St. Blasius.

Im Süden, kurz vor der Mauer, steht die Jesuitenkirche des Heiligen Ignatius (Sveti Ignacije), (1725 vollendet), mit dem Kloster und Kolleg Collegium Ragusinum (Isusovački samostan). An der Nordostspitze der Altstadt, an die Festung Revelin grenzend, liegt das Dominikanerkloster (Dominikanski samostan), das sich ursprünglich nicht innerhalb der Verteidigungsmauern befand. Es bestand bereits 1225, wurde aber erst im 14. Jahrhundert beendet und in die Mauer eingefasst.

Der Brdo Srd (413 m), Sergiusberg, ist sozusagen der Hausberg Dubrovniks. Nach dreiminütige Fahrt mit der Seilbahn, die von der Altstadt von Dubrovnik (ganz in der Nähe des Ploče-Stadttores) nach oben führt, hat man eine traumhafte Aussicht auf Dubrovnik und Umgebung.  Ein Aufstieg auf den Sergiusberg ist für jeden Dubrovnik-Besucher ein absolutes Muss. Oben auf dem Sergiusberg thront die Festung Imperial in der sich eine Museumsausstellung mit Waffen, Fotografien und Landkarten die Geschichte des Jugoslawien-Krieges von 1991 bis 1995  befindet.

 

 

Die Gartenanlage Arboretum von Trsteno befindet sich etwa 18 km nordwestlich der Stadt Dubrovnik entlang der Küstenstraße zwischen den Ortschaften Orasac und Slano. Es ist die einzige Sammlung exotische Gehölze an der östlichen Adria-Küste und enthält die älteste Sammlung exotischer Bäume und Pflanzen des Landes. Das Arboretum ist seit dem Jahr 1492 auf dem Gut der Dubrovniker Adelsfamilie Gučetić-Gozze nachgewiesen. Während der fünf Jahrhunderte seines Bestehens lassen sich in der Landschaftsarchitektur Elemente der  Renaissance, des Barock und der Romantik erkennen. Das immer noch in Gebrauch befindliche Aquädukt  wurde im gleichen Jahr erbaut. Die Gesamtfläche des Arboretums beträgt 28 Hektar. Der Park umfasst insgesamt etwa 400 Pflanzenarten aus hundert Pflanzenfamilien. Zu den besonderen Attraktionen zählen zwei morgenländliche Platanen, mehr als 500 Jahre alt sind. Es handelt sich um in Europa einzigartige Baumriesen, ihr Stammdurchmesser beträgt über fünf Meter.

 

ZADAR SEHENSWÜRDIGKEITEN

Neben den Städten Split und Dubrovnik, gehört 80.000 Einwohner-Stadt Zadar zu den Dreh- und Angelpunkten für die Wirtschaft und den Tourismus in Dalmatien. Das Gesicht der Stadt wird von verschiedenen Fassetten mit traumhafter Kulisse und mediterranem Flair geprägt. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten reihen sich mit vielen kleinen Geschäften, Kaffees und Restaurants aneinander und lassen einen Bummel zum Erlebnis werden.

Zadar wurde schon im Jahre 900 vor Christus vom illyrisch-liburnischen Stamm bewohnt. Im 2. Jh.v.Chr. unterwarfen die Römer die Stadt, bauten ein Kapitol, Befestigungsanlagen, Thermen und einen Aquädukt.  Als Eroberer folgten später die Byzantiner, ab dem 9. Jh. kamen die Kroaten. Im Jahre 1105 fiel die Stadt unter ungarisch-kroatische Herrschaft. Zwischen 1409 - 1797 kamen die Venezianer in die Stadt, es folgte eine österreichische Herrschaft, der die Küste die prachtvollen Häfen zu verdanken hat. Die Herrschaft Österreichs wurde nur kurz von den Franzosen unterbrochen, mit dem Rapallo Vertrag fiel Zadar um 1920 an die Italiener. 1944 wurde Zadar befreit und an Kroatien angeschlossen.

Zadar, auf einer schmalen Landzunge am Adriatischen Meer und am Kanal von Zadar gelegen, wird vom Festland durch einen Wassergraben getrennt. Es war bis 1873 eine Festung. Die Stadt hat einen großen Hafen, vier Tore und besteht aus vier Stadtteilen. Die Befestigungsanlagen (Gradske Zidine) aus dem 15. und 16. Jh. mit den zwei noch erhaltenen Stadttoren sind sehr imposant.

Das Kleine Stadttor (Morska Vrata) führt zum Hafen und da begrüßt ein venezianischer Löwe die Ankömmlinge.

Das Landtor (Porta Terraferma) aus dem 16. Jh., ein Werk des Venezianers Michele Sanmicheli, gilt als das bedeutendste Renaissancebauwerk in Zadar. Durch das Tor geradeaus führt die Straße zum Zeleni trg. Der Zeleni trg gehört zum Römischen Forum. Die hier sichtbaren Reste des Forums, darunter eine 14 m hohe Säule mit Flechtornamenten, die vom Mittelalter bis 1840 als Schandpfahl diente, sind erst 1946 beim Abtragen zerbombter Wohnhäuser entdeckt worden.

Forum oder Stadt-Marktplatz befindet sich vor der Kirche des Hl. Donatus und des erzbischöflichen Palastes. Er wurde vom 1 Jh. v.Chr. bis zum 3.Jh. gebaut. Kalelarga (Breite Straße) ist die bekannteste Hauptstraße Zadars, älter als die Stadt selbst, die von Osten nach Westen, vom Volksplatz bis zum Forum verläuft. Im Zweiten Weltkrieg wurden fast alle Gebäude in dieser Straße zerstört. Sie wurde im modernen Stil wieder aufgebaut.

Ein Spaziergang durch die Altstadt gleicht einer Zeitreise durch die verschiedenen Epochen der spannenden 3000-jährigen Geschichte. Der überwiegende Teil der Altstadt von Zadar ist venezianischen Baustils. Unter den Plätzen sind der Herrenplatz (Piazza dei Signori) mit schönem Hauptwachtgebäude und der Gradska Straza (mit der Stadtbibliothek) sowie der Brunnenplatz mit antiker korinthischer Säule nennenswert. Eine solche ziert auch den Simeonsplatz.

Riva ist eine Promenade auf dem Rand der Alten Stadthalbinsel genannt Obala Petra Kresimira IV, nach einem kroatischen König. Bis zum 19. Jh. wurde der Raum, den Sie hier sehen, durch einen Außenring von Befestungen besetzt, musste Eindringlinge in Schacht behalten. Als die Österreicher die Verwaltung von Zadar 1813 übernahmen, begann eine Periode des Friedens.

Die römisch-katholische Kirche des Heiligen Donatus (Sveti Donat) im historischen Zentrum neben der Kathedrale Sv. Stošija entstand am Anfang des 9. Jh. Die zweigeschossige Rundkirche gilt als das besterhaltene kroatische Baudenkmal aus altchristlicher Zeit. Es wurde auf den Fundamenten des römischen Forums erbaut. Das äußere Erscheinungsbild wird von den drei blendbogengegliederten Apsiden geprägt. Der Innenraum des Gotteshauses mit einer Höhe von 26 m ist im Erdgeschoss von einem breiten Umgang, im Obergeschoss von einer Galerie umgeben. In das Mauerwerk sind antike Steinfragmente und römische Säulentrommeln integriert. Sveti Donat wurde im Zweiten Weltkrieg in Mitleidenschaft gezogen. Vom damals zerstörten Baptisterium des Doms wurden nur die Grundmauern rekonstruiert. Wegen der sehr guten Akustik werden in der Kirche fast täglich klassische Musikabende abgehalten.

Vor der Kirche startet ein Ministadtzug, die an allen wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbeifährt. Erwachsene bezahlen 20 kn, Kinder fahren gratis.

In der Nähe steht die aus dem 12./13. Jh. stammende Domkirche der Heiligen Anastasia (Sv. Stošija), die im romanischen Stil erbaut und im 14. Jh. vollendet wurde. Sie ist die größte Kirche in Dalmatien. Die Ursprünge der Kirche gehen auf eine Christliche in den 4. und 5. Jh. gebaute Basilika zurück. Der Hauptaltar zeigt die Kreuzigung und die 12 Apostel, der im 15. Jh. gemacht wurde. Neben dem Hauptaltar gibt es auch neuere barocken und neoklassischen Altären. Die Kathedrale bietet das erste Oratorium in Zadar gebaut, die aus dem 4. Jh. stammt.

Die Kirche hat eine sechseckige christliche Taufkapelle aus dem  6. Jh. Die Wände und die Apsis der Sakristei, auch bekannt als der Kapelle des St Barbaras, gehören den ältesten Teilen der Kathedrale, zusammen mit dem Fußboden-Mosaik das Zeichnen von zwei Hirschen (Anfang des 5. Jh.).

Im 15. Jh. wurde mit dem Bau eines neuen Glockenturms an der Rückseite der Kathedrale begonnen. Die letzte Upgrade wurde im 19. Jh. im neo-romanischen Stil durchgeführt. 150 Stufen, die man steigen muss, zeigen zum wunderschönen Blick auf die ganze Stadt.

Der Volksplatz (Narodni trg) ist der Mittelpunkt des öffentlichen Lebens der Stadt von der Renaissance bis heute. An seiner Nordseite befindet sich das Renaissance-gebäude der Stadtwache (Gradska straza) aus dem Jahre 1284; der Glockenturm stammt aus dem Jahr 1768. Glocken ertönen im Viertel- und Stundentakt. Die größere Glocke, die im Stundentakt erklingt, wurde vom Kapitänsturm (Bovo dí Antona) entnommen und die kleinere Glocke, die im 15-Minutentakt läutet, kommt von der nahegelegenen frühromanische Kirche des Hl. Laurentius (aus dem 11. Jh.). Die Südseite des Volksplatzes säumt die seit dem 13. Jh. erwähnte Städtische Loggia, die 1565 in Anlehnung an ähnliche Werke Michele Sanmichelis wiederaufgebaut und nach schweren Beschädigungen im 2. Weltkrieg restauriert wurde. Das neue Rathaus wurde während der italienischen Besetzung im Jahr 1935 erbaut.

Die dauerhafte Belagerung zwang die Erbauer der Stadt, ausreichend Mengen an Trinkwasser vorzusehen und zu sichern. Indem man die existierenden Gräben für die Wasserzufuhr verwendete, wurde eine große Zisterne mit fünf geschmückten Brunnen errichtet. Heute ist das der Fünf-Brunnen-Platz. Es sind auch Teile des Aquädukts erhalten, über den das Wasser direkt aus dem Vraner See hergeleitet wurde.

St. Simeon war zu Anfang eine altchristliche dreischiffige Basilika und wurde erst später zu einem Denkmal. Im Inneren steht auf dem Hauptaltar eine alte Truhe aus dem Jahre 1380, die sehr wertvoll ist.

Meeresorgel ist eine besondere Küstenformation mit einigen Reihen von Treppen, die ins Meer hinabführen. Die Treppen erstrecken sich über etwa siebzig Meter der Küste. Je nach  Wasserstand, Flut und Wellen kommen hier 35 Rohre mit unterschiedlichen Längen zum musikalischen Einsatz. Wenn das Meer in Bewegung ist, kann man hier ein Konzert von noch nie gehörter Mystik erleben.

Der Gruß an die Sonne (Pozdrav suncu) besteht aus drei Hundert mehrschichtigen Glasplatten, die auf der gleichen Ebene mit der steingepflasterten Uferpromenade kreisförmig angeordnet sind. Der Kreis hat den Durchmesser von 22 m. Die Darstellung soll an die Planbeten des Sonnensystems erinnern und beginnt bei Einbruch der Dunkelheit mit einem beeindruckenden Lichtspiel.

Arsenal wird neben den Stadtmauern und der Muraj Promenade, auf dem Drei-Brunnen-Platz. Dieses große Hafen-Lager wurde 1752 gebaut.  Die Aufgaben des Venezianischen Arsenals waren sehr anspruchsvoll und von der außergewöhnlichen strategischen Wichtigkeit für das Überleben und Überlegenheit Venedigs. Sein Geschäft umfasste das Gebäude von Schiffen für den Krieg und Handel und Produktionswaffen, Tau und Schiff-Ausrüstung.

Das Kloster der Hl. Maria wurde 1066 gegründet. Die große dreischiffige Marienkirche wurde 1091 in frühromanischem Stil gebaut. Ihr schönster Teil ist der Glockenturm in originaler Variante als romanischer Glockenturm des sogenannten Lombardischen Typs. In der Bauanlage der Marienkirche bzw. ihres Klosters wurde 1972 eine Dauerausstellung der Kirchenkunst (8.-18.Jh.) - eine der wertvollsten Ausstellungen in Kroatien, populär „Gold und Silber von Zadar“ genannt.

Heute sind nur die Grundsteine der einstigen 6-Blatt-Kirche Stomorica aus der Vorromanik erhalten, die eine Kuppel und anstatt einer Apside eine rechteckige Säule als Glockenturm hatte. In den 16 Jh. wurde sie zerstört, 1883 archäologisch erforscht danach zugeschüttet und letztendlich 1966 wieder ausgegraben und konserviert. Man sagt, dass die Grundrissform dieser kleinen Kirche an einen Schlüssel erinnert und die Schlüssel von St. Petrus symbolisiert.

Die erste Universität Kroatiens wurde in Zadar im Jahre 1396 gegründet. Die Stadt verfügt zudem über eine Vielzahl an Museen, z.B. das Seefahrt-Museum, das die Geschichte der Seefahrt wiederspiegelt, sowie das Archäologische Museum mit ca. 80.000 Exponaten. Es ist das zweitälteste Museum in Kroatien. Heute befindet es sich in einem modernen Gebäude in unmittelbarer Nähe des Römischen Forums. Ausgestellt werden Exponate aus der Steinzeit bis zum Mittelalter, dazu gehören Funde aus römischen Zeiten, aus der Zeit der Illyrer, Liburnier und Griechen ebenso wie sehr interessante Exponate aus der altkroatischen Zeit (8./9. Jh.).

Auf Badeurlauber warten schöne ausgezeichnete Strände und zauberhafte Badebuchten. Die beliebtesten Strände der Stadt sind die herrlichen Kieselstrände Borik und Kolovare.

 

NIN SEHENSWÜRDIGKEITEN

Die romantische Kleinstadt Nin liegt ungefähr 17 km von Zadar entfernt. Nin ist die älteste Königsstadt und die Wiege Kroatiens. Die Altstadt Nins liegt in einer Lagune auf einer kleinen durch einen künstlichen Kanal geschaffenen Insel, die über zwei Brücken mit dem Festland verbunden ist. Die Geschichte von Nin geht auf den Stamm der Liburner im 9. Jh. v. Chr. zurück. Unter den Römern war die Stadt unter dem Namen Aeona bekannt.

Die Römer ließen unter anderem ein Forum, ein Amphitheater sowie einen Tempel erbauen, der damals der größte Dalmatiens war. Heute zeugt nur noch eine Tempelruine von dem monumentalen Bauwerk. Diese datieren von der Hälfte des 1. Jh. nach Christus, der Zeit des römischen Kaisers Vespasianus (69. – 79. n.Ch.). Die Größe des Tempels war 33m in Länge und 23,5m in Breite. Den zur damaligen Zeit prachtvollen Tempel zierten zahllose eindrucksvolle Statuen römischer Kaiser. Sieben dieser interessanten Statuen kann man heute im Museum von Zadar bestaunen. Ein kleines Archäologisches  Museum stellt zahlreiche Exponate aus der Römerzeit aus.

Dort steht unter anderem die um 800 erbaute Sveti Križ (Heilig-Kreuz-Kirche), die „kleinste Kathedrale der Welt“ genannt wird. Man vermutet, dass die krummen Mauern der Sveti Kriz so angeordnet sind, dass die Lichtverhältnisse der verschiedenen Jahreszeiten optimal eingefangen werden. So könnte man die Kirche gleichzeitig auch als gigantische Sonnenuhr oder Kalender nutzen.

In der Pfarrkirche St. Anselmus befinden sich wertvolle Reliquienschreine aus dem 9. bis 13. Jh. Direkt neben der Kirche befindet sich der geschichtsträchtige Glockenturm aus dem 12. Jh. Die Ambrosiuskirche ist heute nur noch eine Ruine, sie stammt, wie die Marcellakirche, aus dem frühen Mittelalter.

Außerhalb von Nin steht auf einem Hügel die kleine Kirche Sveti Nikola aus dem 11. Jh. Es ist eine kreuzförmige Anlage, deren Kuppel während der Türkenkriege in einen Wehrturm mit Zinnen umgewandelt wurde.  

Auf dem Gebiet Banovac wurden die Überreste einer römischen Villa Urbana (17x30m) mit selten gesehenen Bodenmosaiken mit Tieren- und Pflanzengestalten sowie Mosaiken mit geometrischem Dekor aus dem  2. Jh. gefunden.

Nins heilbarer Meeresschlamm von dem man glaubt, dass er viele Krankheiten heilen kann. In Nin befindet sich auch eine Saline, deren Salzherstellung auch heute vor Ihren Augen, auf einer tausendjährig langen Tradition beruht.

 

Berühren Sie den Zeh von Statue Gregor von Nin und der Legende nach wird Ihnen Glück gebracht.

Fürst Branimir wurde der erste Herrscher Kroatiens am 7.6.879 in Nin. Das 4 m hohe Denkmal wurde im Jahr 2007 errichtet.

In der Umgebung findet man wunderschöne Sandstrände, die weitab von Verkehr ideal sind um dort Erholung zu finden. Einer der schönsten und zugleich geschichtsträchtigen Badebuchten von Nin ist der 3 km lange  Strand der Königin“- Kraljicina. Der Ort strahlt heute durch seine blühenden Gärten und schattigen Bäumen eine friedvolle Ruhe aus, da er vom Massentourismus weitgehend verschont ist. In Nin wurden von Ornithologen über 200 Vogelarten erwiesen, darunter auch der endemische Vogel Stelzenläufer.

Auf dem Gebiet des heutigen Orts Zaton, südwestlich von Nin, auf dem Kap Kamenjača, sind während der Ebbe Wellenbrecherüberreste und antike Wände einem antiken Hafen aus dem 1. Jh v. Chr. zu sehen.