Korsika Sehenswürdigkeiten

Korsika bietet Geschichtsinteressierten, Badegästen und Aktivurlaubern eine Fülle attraktiver Ausflugsziele: mittelalterliche Stadtkerne, feinsandige Badebuchten und spektakuläre Gebirgslandschaften. Zahlreiche Städte und Dörfer auf der französischen Mittelmeerinsel wurden im Mittelalter unter genuesischer Vorherrschaft ausgebaut und befestigt. Unzählige alte Festungen und Wachtürme säumen die Küstenregionen Korsikas.

Traumhafte Strände erwarten Sie entlang der gesamten rund 1.200 km langen Küstenlinie der Insel. Tauchschulen bieten direkt vor Ort Kurse an und die faszinierende Unterwasserwelt lädt zu ausgedehnten Schnorchel-ausflügen ein.

Korsika ist ein Paradies für Mountainbiker und Wanderer.

Das Innere der Insel ist von wild zerklüfteten Gebirgszügen und spektakulären Schluchten durchzogen. Ein Höhepunkt des Korsika-Urlaubs ist für viele Feriengäste die Besteigung des Monte Cinto. Der höchste Berg der Insel erhebt sich bis auf 2.706 m Höhe und sein Gipfel ist von November bis Mai schneebedeckt.

Das Kap von Korsika wird die fingerförmige Halbinsel im Norden Korsikas genannt. Es hat eine Länge von ca. 40 km und eine Breite von ca. 10 km. Eine kurvenreiche Serpentinen-Straße führt um die Halbinsel herum und bietet nach jeder Kurve eine neue atemberaubende Aussicht.

Das Gebiet ist einer der schönsten Orte der Insel, aber auch einer der kontrastreichsten mit seinen unberührten Landschaften, seinem hügeligen Relief, seinen Wäldern, seinen Bergen, seinen kleinen, an den Bergen regelrecht hängenden Dörfern aber auch seinen wunderschönen kleinen Buchten.

Bastia ist der wichtigste Hafen auf Korsika. Die Stadt entstand bereits zu jenem Zeitpunkt als Genua neben Pisa, Venedig und Almalfi zu den mächtigsten Seerepubliken des gesamten Mittelmeeres gehörte. Mittelpunkt des Lebens in der Stadt ist der Place Saint-Nicolas. Südlich des Platzes beginnt die Altstadt (Terra Vecchia), die sich an drei Seiten um den Alten Hafen (Vleux Port) schmiegen. Zwei kleine Barockkirchen in der Altstadt sind einen Besucht wert: Chapelle Saint-Roche und Kapelle der Immaculée Conception (Unbefleckte Empfängnis) (Anfang 17. Jh.)

Zu den beliebten Bastia Sehenswürdigkeiten zählen unter anderem die barocke Kirche von Saint-Jean Baptiste (Johannes der Täufer) aus dem 17. Jh., die durch ihre symmetrischen Türme zum Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Interessant sind auch Kathedrale Sainte Marie (Ende 15. Jh.), Zitadelle mit eigener Festung Stadt, Chapelle Sainte-Croix und Ethnographische Museum im Gouverneurspalast.

In der Umgebung von Bastia liegt die Santa Maria Assunta, eine pisanische Kirche umgeben von einer Ausgrabungsstätte der Römersiedlung La Mariana sowie in wunderbare Lage einsam auf einem Bergsattel (475m) San Michelle de Murato-Kirche aus dem 13. Jh.

Aleria, die einstige Hauptstadt der Insel, gehört zu den wichtigen Städten des Altertums aus dem vorgeschichtlichen Korsika. Im Jahre 259 v. Chr. gründeten die Römer auf den Überresten der von ihnen zerstörten phokäeischen Handelsstadt Aleria. Das Herz der antiken Stadt bildete das von Säulengängen geschmückte Forum. Erst Mitte des 20. Jh. kamen das Forum und ein Großteil der heute sichtbar römischen Stadt bei Ausgarbungen zum Vorschein. Einer der Tempel zeigt noch architektonische Elemente aus der Zeit des römischen Königs Sulla und Kaiser Augustus. 

Zwei Hauptstraßen verlaufen durch die antike Stadt: der Decumanus auf der Ost-West-Achse, der die Stadtplanung bestimmt, und der Cardo auf der Nord-Süd-Achse, der zum Südtor führt.  Am Zugang zur südlichen Hauptstraße und am Eingang zur nördlichen Galerie im Osten befinden sich zudem zwei Monumentalbögen. Dauer des Rundgang ca. 1,5 Std. Das Museum mit bemerkenswerten antiken Fundstücken und Grabbeigaben befindet sich in den Räumen des restaurierten Fort Matra, einer Burg, die im 15. Jh. von den Genuesen erbaut wurde.

Porto Vecchio ist eine malerische Kleinstadt im Süden Korsikas am gleichnamigen Golf.

Die Stadt liegt auf einem Hügel und besteht aus der von einer Genueserfestung umschlossenen Altstadt und dem Hafenviertel.

Sehenswert sind Stadttor Porte Genoise, Place de la République, Kirche Saint Jea-Baptiste sowie  Salz-Saline.

Musée de l'Alta Rocca (Museum L' Alta Rocca) erzählt elftausend Jahre Menschheitsgeschichte: Überresten von Cucuruzzu und Capula, der Dame von Bonifacio, die älteste auf Korsika nachgewiesene Spur menschlichen Lebens, und ebenso eine erstaunliche Schmucksammlung aus der Eisenzeit und eine Christusstatue aus Elfenbein aus dem 16. Jh.

Bei Korsika-Urlaubern ist Porto-Vecchio vor allem wegen seiner Vielzahl an Buchten und Traumstränden beliebt: Pinarello, San Ciprianu, Cala Rossa, Bededetta, Palombaggia (im Bild) und Santa Giulia.

Torraner-Stätten sind vier vorgeschichtliche Kultstätten von Siedlern, die 2200-1600 v.Chr. in der Nähe von Porto Vecchio turmartige Monumente (Torre) errichteten: Monument von Torre – einzelne Turm - wurde auf einem Granitfelsen erbaut, Castellu di Arraghju – Festungsanlage, Festung Tappa (ca. 2200 v.Chr.) und Monument von Ceccia.

Im Restonica-Tal erwartet Sie eine urwüchsige Berglandschaft, die von einem Netz an Wanderwegen durchzogen wird. Das Restonica-Tal nimmt seinen Anfang an der ehemaligen Inselhauptstadt Corte im Zentrum Korsikas. Eine schmale Straße windet sich in zahllosen Kurven und Spitzkehren durch die gebirgige Landschaft der Restonicaschlucht. Corte ist die einzige Universitätsstadt Korsikas. Rund 50% der 6.500 Einwohner sind Studenten.

Corte liegt am Zusammenfluss dreier Flüsse und wird von der mächtigen Zitadelle überragt. Die Festung wurde weithin sichtbar auf einem Felsen errichtet und prägt bis heute das Antlitz der Stadt. Die Zitadelle von Corte ist die einzige größere militärische Festung im Landesinnern. Der Felsvorsprung wurde bereits im 9. Jh. befestigt. Allerdings wurde erst 1419 die Burg gebaut. Besonders beeindruckend ist das „Adlernest“, die Südspitze des Felssporns. Es ist über eine Treppe aus „Restonica-Marmor“ zu erreichen. Vom „Adlernest“ aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Umgebung. Heute beherbergt die Zitadelle das Nationalparkbüro, ein Völkerkundemuseum sowie Einrichtungen der Universität.

Attraktive Ausflugsziele in der Region sind die ehemaligen Gletscherseen Lac de Melo und Lac de Capitello. Vom Lac de Melo führt der Wanderweg weiter hinauf zum Lac de Capitello. Der dunkelblaue See ist mit seinen 40 m Tiefe das tiefste Binnengewässer auf Korsika. Er liegt auf einer Höhe von 2.230 m und ist im Schnitt an acht Monaten im Jahr zugefroren.

Bonifacio befindet sich an der äußersten Südspitze Korsikas. Mit ihren gewaltigen weißen Kreidefelsen und den tiefen Grotten ist Bonifacio die eindrucksvollste Festungsstadt. Die Gebäude der Altstadt scheinen über dem Abgrund zu schweben. Das Meer hat in Jahrtausenden unterhalb von Bonifacio tiefe Grotten (Grottes  Falaises et Calanques) in den porösen Kalkstein gegraben, die Sie im Rahmen einer Bootstour besichtigen können. Die Bootstour zu den Höhlen Sdragonatto (Drachenhöhle) und Saint Antoine führt am Cliff entlang und ist für werdende Höhlenforscher und wasserscheue Landratten gleichermaßen interessant. Die Fahrt entlang der Steilküste dauert etwa 1 Stunde. Die Einfahrt in die Meereshöhlen ist nur möglich, wenn es der Seegang erlaubt. Die Boote starten vom Yachthafen in der Marina von Bonifacio. Der geschützte Naturhafen des Ortes gleicht einem kleinen Fjord, der sich entlang der mächtigen Kreidefelsen tief in die Küste geschnitten hat.

Die Geschichte der Stadt lässt sich bis in prähistorische Zeiten zurückverfolgen. In einer Grotte unterhalb des Ortes wurden Überreste eines menschlichen Skelettes entdeckt, das auf die Zeit um 6.500 v. Chr. datiert wurde. Die Altstadt von Bonifacio ist ein komplett erhaltenes Gebäudeensemble aus der Zeit des Mittelalters. Namensgeber der heutigen Stadt war der toskanische Graf Bonifacio di Lucca. Er gründete den Ort im Jahr 828 mit dem Bau einer Festungsanlage. Im Mittelalter dehnte die Handelsmacht Genua ihren Einflussbereich bis in den Süden Korsikas aus. Bonifacio wurde 1187 von den Genuesen eingenommen. Die Zitadelle wurde zu einer mächtigen Verteidigungsanlage ausgebaut. Der Genueser Tor ist ein wuchtiges Stadttor, das früher den einzigen Zugang zur Zitadelle bildete. Am Ende der Zitadelle finden sie einen alten Seefahrerfriedhof mit einer kleinen Kirche. An der Kirche Saint-Erasme beginnen Sie über eine Treppe mit dem Aufstieg in die Oberstadt. An der Kapelle Saint-Roch haben Sie einen herrlichen Ausblick auf die Altstadt und die überhängenden Klippen. Mit der Kirche Saint-Dominique können Sie hier eine der wenigen gotischen Kirchen Korsikas besichtigen. Die Kirche wurde zwischen 1270 und 1343 auf Initiative der Brüder Dominikaner erbaut, auf die vermeintliche Stelle der Kirche der Templer. In der Nähe des Hafens lädt das Aquarium von Bonifacio zu einem Ausflug in die bunt schillernde Unterwasserwelt des Mittelmeeres ein.

Die Escalier du Roi d'Aragon (Treppe des Königs von Aragonien) stammt aus vor der Zeit der spanischen Belagerung und wurde von Franziskanermönchen in den porösen Kalkfelsen gehauen. Die steilen Stufen führen zu dem Süßwasserbrunnen Puits de Saint-Barthelemy hinab, der für die Stadt vor allem zu Belagerungszeiten als Wasserquelle wichtig war. Auch als Fluchtweg zum Meer konnte die Treppe dienen, die von der Oberstadt aus leicht zu verteidigen und überwachen war. Wer gut zu Fuß und schwindelfrei ist, kann heute noch über die 187 Stufen bis auf wenige Meter über dem Meer hinabsteigen. Von dort führt ein in die Klippe geschlagener, enger Weg auf ein Plateau auf einem Felsvorsprung und zu einer Felsgrotte an der Hafeneinfahrt von Bonifacio.

 

 

 

 

 

Ca. 5 km von Bonifacio entfernt befindet sich mit dem Capo Pertusato der südlichste Zipfel von Korsika. Entlang der Klippen führt ein schöner Fußweg bis zum Leuchtturm von Pertusato. Ein attraktives Ausflugsziel finden Sie ca. 8  km nordwestlich der Stadt. Das Ermitage de la Trinité ist ein einsames Kloster, das malerisch auf einer hohen Felsklippe liegt. Der Weg hinauf ist etwas anstrengend, doch oben erwartet Sie ein fantastischer Blick nach Sardinien und auf Bonifacio.

Im Südwesten Korsika wimmelt es nur so von historischen Sehenswürdigkeiten: Filitosa (im Bild) gehört nach den Erkenntnissen der Archäologen zu den bemerkenswertesten historischen Stätten des Mittelmeerraums. Zwischen zahlreichen Felsformationen,  liegen seit prähistorischer Zeit die Statuen Menhire der Megalithen aus der Jungsteinzeit, von denen viele deutliche anthropomorphe Formen, zumindest aber Kopfumrisse, Augenpaare oder Gesichter haben, und drei turmartige Bauten der Torre-Kultur aus der Bronzezeit. Nirgendwo sonst gibt es auf Korsika am selben Ort Denkmäler der Megalithen und Torreaner.

Die mehr als zwanzig großen Steinsäulen von Santari, in Reih und Glied aufgestellt, gehören zu den wichtigsten Zeugen der Neusteinzeit auf Korsika: Einige Menhire, die der Bronzezeit von 2300 bis 1700 v. Chr.  zugerechnet werden, sind fast drei Meter hoch, zeigen Gesichter und angedeutete Arme und Hände und sind in Richtung Osten ausgerichtet.

Nur 300 Meter weiter befindet sich die Fundstätte von Rinaiu. Sie liegt in einem kleinen schattigen Steineichenwald und besteht aus einer Unzahl von Menhiren, die zum Teil aus der Zeit um 4500 bzw. 3000 v. Chr. stammen.

Das archäologische Highlight von Cauria ist der Steintisch Fontanaccia. Er steht einsam auf der Hochebene und ist schon von weitem zu erkennen. Allein die Deckenplatte des eindrucksvollen Steinmonuments wiegt mehr als drei Tonnen, der Grabraum ist mehr als vier Quadratmeter groß. Fontanaccia zählt zu den schönsten und am besten erhaltenen Zeugnissen der Megalithkultur auf Korsika.

Die mittelalterliche Altstadt von Sartène wurde Mitte des 16. Jh. von der genuesischen Besatzungsmacht auf dem Felsvorsprung U Pitraghju erbaut und mit dicken Verteidigungswällen gesichert.

Süd von Sartène liegt ein Granitfelsen in der Löwenform – Löwe von Roccapina – die einem Roccapina Turm oberhalb von einem Weißsandstrand überwacht.

Hinter Sartène liegt der spitze Bergkamm von Alta Rocca - von den Bergen des Bavella, Ospedale und Fach Cuscionu gipfelte Alcudina ist auf 2134 m Höhe begrenzt. Die Vielfalt der Landschaften, 9000 Jahre Geschichte, diesem einzigartigen Gebiet und reich an Potenzial, ist eine der ältesten bewohnten Orte in Korsika. Viele natürliche Ressourcen, Kulturerbe (Öfen, Brücken, Mühlen, Brunnen...) und deren Geschichte die Vielfalt der Arten (Klöster, Kirchen, Kapellen...) markiert, sind erhalten geblieben.

Die Alta Rocca behält man auch eine Reihe von Outdoor-Aktivitäten Garant der Empfindungen und Unterhaltungsmöglichkeiten wie Canyoning, Klettern, Mountainbiking, Wasserrutschen usw.

Renn- oder Trekkingradfahren klappt auch gut an wenig befahrene Strassen. Besondere Radwege kennt das Insel nicht, mindestens nicht an der Westküstenseite.

Mit ca. 67.000 Einwohnern ist Ajaccio für korsische Verhältnisse eine Großstadt. Die Hafenstadt liegt am Golf von Ajaccio und verfügt über den größten Flughafen der französischen Mittelmeerinsel. Gegründet wurde die Hauptstadt Korsikas von den Genuesen, die im Jahr 1492 eine Zitadelle an diesem Küstenabschnitt errichteten.

Das Geburtshaus des ersten französischen Kaisers befindet sich in der historischen Altstadt in der Rue St-Charles und ist heute ein Museum. Im Maison Bonaparte werden zahlreiche kaiserliche Reliquien sowie Einrichtungsgegenstände aus der Kindheit Napoleons gezeigt. In den verschiedenen Räumen des Hauses kann man die Episoden der Familiengeschichte verfolgen.

Zahlreiche Statuen, Monumente und Memorianfliesen erinnern an kleinen Großmann Napoleon.

Napoleon Bonaparte wurde als Sohn einer Adelsfamilie im 15. August 1769 in Ajaccio geboren. Napoleon wuchs mit der korsischen Sprache auf und lernte Französisch erst in der Schule. Sehenswert ist darüber hinaus die Kathedrale Notre-Dame-de-la-Misericorde, die im späten 16. Jh. errichtet wurde und die wertvolle Kunstsammlung im Musée Fesch. Nach dem Louvre in Paris verfügt das Museum im klassizistischen Palais über die größte Sammlung italienischer Malerei in Frankreich. Unter den rund 1.500 Werken berühmter Künstler befinden sich Kostbarkeiten wie die „Jungfrau mit Kind“ von Botticelli und „Mann mit Handschuh“ von Tizian.

Der Minizug Le Petit Train zieht Kinder und Erwachsene in seinen Bann und tuckert durch Ajaccio – immer an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang. Es gibt zwei Rundfahrten: eine Napoleon-Stadtrundfahrt und eine zweite Tour über die Route Îles Sanguinaires bis zur Landspitze La Parata

 

Die spektakuläre Küstenlandschaft am Golf von Porto ist nur dünn besiedelt. Der Grund liegt in der Topografie der Meeresbucht, die von steil ansteigenden Felsklippen dominiert wird.

Im Norden wird der Golf von Porto vom Naturschutzgebiet und  Halbinsel La Scandola, die zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört, begrenzt.  Bootsausflüge in diese Region führen Sie in eine bizarre Welt mit steil aufragenden Felsklippen, roten Granitfelsen und spitzen Graten. Im ältesten Naturschutzgebiet Korsikas ragen nackte Felsinseln aus dem Wasser und geheimnisvolle Grotten verstecken sich zwischen hohen Wänden.

Porto wurde an einer Flussmündung errichtet, wo heute Tauchschulen und Ausflugsboote mit ihren Angeboten locken. Eine Allee mit jahrhundertealten Eukalyptusbäumen führt entlang des Flusslaufs landeinwärts. Vom Tour de Porto (stammt aus dem Jahr 1550) einem alten, restaurierten genuesischen Wachturm, genießen Sie einen herrlichen Blick über das Dorf und den Golf von Porto. Die Befestigungen im Hafen stammen noch aus dem 15. Jh. und wurden durch die Genuesen erbaut. Sehenswert ist das Aquarium von Porto, das Sie im alten Pulverturm in Hafennähe finden. Das ehemalige Pulvermagazin wurde komplett renoviert und mit mehreren Meerwasseraquarien ausgestattet, in denen zahlreiche Fischarten, Korallen und Weichtiere des Mittelmeeres beheimatet sind. Zu den mehr als 150 Tierarten im Aquarium gehören Seespinnen, Katzenhaie, Muränen, Goldbrassen und Einsiedlerkrebse.

Das kleine Dorf Piana  gehört ganz offiziell zu den "schönsten Dörfern Frankreichs". Piana liegt auf einer Hochebene über dem Golf von Porto. Aus einer Höhe von rund 450 Metern genießen Sie einen grandiosen Ausblick auf das Meer und die wilde Küste der Region.

Mit der Calanche de Piana finden Sie eine spektakuläre Felslandschaft aus rotem Granit zwischen den Orten Porto und Piana. Die gehören auch zum Weltnaturerbe der UNESCO. Bis auf eine Höhe von 400 m über dem Meeresspiegel erheben sich die bizarren Felsen. Wind und Wasser haben im Lauf der Jahrmillionen skurrile Formen aus dem Gestein gemeißelt. Die sogenannten Tafoni sind charakteristische Verwitterungsformen. Auf einer schmalen kurvenreichen Straße, die Piana mit Porto verbindet, können Sie die fantastische Küstenregion mit dem Auto oder (Elektro)Fahrrad durchqueren und zu Fuß auf herrlichen Wanderwegen erkunden.

Zu den schönsten Wanderungen an der Westküste von Korsika zählt die Wanderung zum Genueserturm Tour de Turghiu auf der über 300 m hohen Felsklippe Capu Rosso. Ausgangspunkt dieser Wanderung ist der Parkplatz mit einem kleinen Cafe an der Landstraße D824 von Piana in Richtung Plage d'Arone. Unvergessliche Eindrücke von den Calanches de Piana gewinnen Sie auf dem alten Maultierpfad Chemin de Muletier, der am Sportplatz in Piana seinen Anfang nimmt. Für den Rundweg benötigen Sie rund eine Stunde, wobei der letzte Teil des Weges an der engen Landstraße entlangführt. Eine blau-weiße Markierung weist den Weg bis zum Chateau Fort (einen mächtigen Granitblock) und auf dem Weg kommen Sie unter anderem am Hundekopffelsen Tete du Chien vorbei.

Das alte genuesische Fischerdorf Saint Florent bietet wunderschöne mittelalterliche Kathedrale des Nebbio, die im 12. Jh. erbaut wurde und seit 1875 unter Denkmalschutz steht. Die genuesische Zitadelle von Saint Florent ist zur gleichen Zeit wie die Stadt im Jahre 1440 von Janus Campofregoso erbaut worden. Interessant sind auch kleinen Jachthafen sowie der Markt von Saint Florent - jeden ersten Mittwoch des Monats.