Köln Sehenswürdigkeiten

Hinweise auf eine feste Besiedelung in Köln gibt es ab der Zeit um 4500 v.Chr. Vermutlich um 19 v.Chr. siedelten Römer unter Leitung des Agrippa in ein neues Stammesgebiet auf der linken Rheinseite und gründeten dort eine Verwaltungseinheit – Civitas. Im Jahr 50 n.Chr. erhielt diese Siedlung die höchsten Rechte einer Römerstadt – Colinia Claudia Ara Agrippinenesium (CCAA), die frei übersetzt: „Stadt römischer Rechtes und Stadt der Agrippinenser, unter Kasier Claudius gegründet am Ort des Altars für den Kaiserkult“. Der kaiserliche Statthalter Roms residierte in Köln, und die Stadt entwickelte sich rasch zu einem der wichtigsten Handels- und Produktionszentren des Imperiums nördlich der Alpen. Schon in der Spätantike brachten die Römer das Christentum nach Köln und so wurde die Stadt Bischofssitz. 

Vor allem im Innenstadtbereich (Teile der römischen Stadtmauer und der römischen Wasserleitung) sowie das Dionysos-Mosaik im Römisch-Germanisches Museum zeugen noch heutzutage viele Relikte von der geschichtsträchtigen Vergangenheit der Stadt. Auch im Kölner Stadtplan spiegelt sich bis heute das römische Straßennetz wider.

Die Hohe Straße, geschäftige Einkaufsstraße zwischen Dom und Neumarkt, blickt auf zweitausend Jahre Geschichte voller Handel und Wandel zurück. Zwischen 1000 und 1550 war Köln ferner eine Kunstmetropole von Rang und produzierte diverse Kunstgattungen und pflegte kulturellen Austausch mit Paris, Prag, Niederlande und Italien.

1180 wurde die mittelalterliche Stadtmauer errichtet und war die größte mittelalterliche Stadtbefestigung des damaligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Die Befestigungsanlage mit Mauer, Wall und Graben (12 gewaltige Torburgen, 52 Wehrtürme sowie weitere 12 Tore) hatte eine Gesamtlänge von 7,5 km. Von den zwölf Torburgen stehen noch die Eigelsteintorburg, das Hahnentor, die Ulrepforte, die Severinstorburg und der Bayenturm. Drei Mauerabschnitte sind am Gereonswall, Karthäuserwall und an der Bottmühle erhalten.

Der Lysolphturm liegt wie eine Verkehrsinsel an der viel befahrenen Kreuzung von Nord-Süd-Fahrt und Komödienstraße. Der Sockel dieses antiken Turmes liegt heutzutage einige Meter unter dem Straßenniveau, sodass man ein paar Stufen treppab steigen muss, um dorthin zu gelangen. Ursprünglich war das mächtige Bauwerk Teil der römischen Stadtmauer, die im Schnitt 7,80 m hoch und 2,40 m dick ausfiel sowie einen Durchmesser von 9,20 m hatten. Der Lysolphturm wurde erst 1964 bei Bauarbeiten für die U-Bahn entdeckt. Die Mauern wurden dabei allerdings zugunsten der Sichtverhältnisse für die Autofahrer bis auf eine Höhe von 3,90 m abgetragen.

Mit dem Erbe seiner wechselvollen Geschichte ist Köln heute eine Kunst- und Messestadt von Weltrang, ein Wirtschafts- und Verkehrszentrum Westeuropas und nicht zuletzt eine vitale, liebenswürdige Stadt, in der Gegenwart mit Vergangenheit mischt, Wirtschaft und Kultur eine faszinierende Verbindung eingehen. Nicht nur in der fünften Jahreszeit lachen und leben die Menschen gern und lassen auch ihre Mitmenschen leben.

Der Kölner Dom ist das meistbesuchte Bauwerk Deutschlands und eine Kathedrale der Superlative, Wahrzeichen und Mittelpunkt der Rheinmetropole. Der Grundstein zum gotischen Dom wurde im 1248 gelegt. Viele Kunsthistoriker sehen in ihm eine einmalige Harmonisierung sämtlicher Bauelemente und des Schmuckwerks im Stil der spätmittelalterlich-gotischen Architektur verwirklicht. Das mächtige Turmpaar – 157 m - beherrscht seit seiner Vollendung im Jahre 1880 das Panorama der Stadt. Auf der fast 8.000 m² große Grundfläche des Doms finden mehr als 20.000 Personen Platz. Dom beherbergt eine beeindruckende gotische Architektur, der Schrein der Heiligen Drei Könige, die herausragenden Glasmalereien und viele weitere bedeutende Kunstwerke. Das schlanke, zum Chorraum führende Hauptschiff des Kölner Doms ist mit 144 m das längste Kirchenschiff Deutschlands. Des Weiteren ist das Chorgestühl aus den Jahren 1308-1311 mit seinen 104 Sitzen eines der größten erhaltenen mittelalterlichen Chorgestühle in Deutschland. Von der Plattform des Südturms – nach 533 Treppenstufen - genießt man eine wunderbare Aussicht aus ungefähr 97 m Höhe. Die bekannteste und mit 24.000 kg und 3,22 m Durchmesser auch die größte frei schwingende Kirchenglocke der Welt, ist die St. Petersglocke.

Echt Kölnisch Wasser oder Original Eau de Cologne ist die Duftmarke, die Köln berühmt gemacht hat. Der italienische Parfümeur Johann Maria Farina (1685–1766) schuf 1709 aus Ölen von Zitrone, Orange, Bergamotte, Mandarine, Limette, Zeder und Pampelmuse sowie Kräutern ein Duftwasser, der den Parfümeriemarkt bis Ende des 19. Jh. dominierte. Das weltweit bekannteste Original Eau de Cologne ist die Marke 4711, deren Name der ehemaligen Hausnummer des Stammhauses der Firma Muelhens GmbH & Co. KG in der Glockengasse entnommen ist. Die Galerie -Dufthaus 4711 - in der Glockengasse ist eine gleichermaßen liebevoll wie visionär gestaltete Ausstellung zur Erfolgsgeschichte von 4711.

 

 

 

In der heute ältesten Parfum-Fabrik  der Welt – Farina-Haus - sieht man, wo die Erfolgsgeschichte der Eau de Cologne begann. Im Duftmuseum erlebt man die Faszination von drei Jahrhunderten Duft- und Kulturgeschichte, beginnend mit der Welt des Rokoko. Seit 1925 befindet sich das heutige Duftmuseum schräg gegenüber des Historischen Rathauses.

Der von Wilhelm Vernukken zwischen 1569 und 1573 errichtetes historisches Rathaus gilt als typisches Beispiel der Renaissancebaukunst. Erste urkundliche Erwähnung findet das Rathaus als "Haus der Bürger" in den Jahren zwischen 1135 und 1152. Nach Erlangung des Status als freie Reichstadt ließen die Kölner Zünfte von 1407 bis 1414 den Rathausturm errichten. Den spätgotischen Turm mit seinen drei vierkantigen unteren und zwei achteckigen Obergeschossen zieren nicht weniger als 130 Steinstatuen. Der Hansasaal aus dem 14. Jh., ehemals Tagungsstätte der Hanse und später Gerichtssaal und Repräsentationsort des Rates, wurde nach dem Krieg in seiner hochgotischen Form wieder hergestellt. 

Beim Wiederaufbau des Rathauses kamen Reste des römischen Praetoriums zutage, die man heute besichtigen kann. Das Praetorium war Sitz der römischen Statthalter Niedergermaniens und später der Könige der ripuarischen Franken. In der Archäologischen Zone unter dem Rathausplatz  treffen die Besucher auf Monumente aus zwei Jahrtausenden. Von den gewaltigen Ruinen des römischen Statthalterpalastes bis zu den fragilen Resten eines der bedeutendsten jüdischen Stadtquartiere Europas. Auch der römische Abwasserkanal unter der Großen Budengasse kann bei Führungen entdeckt werden.

Das weltweit einzigartige Schokoladenmuseum Köln präsentiert facettenreich die Geschichte und Gegenwart des Kakaos und der Schokolade. Einem Schiff aus Glas und Metall gleich, liegt das Museum im Rheinauhafen direkt vor der Altstadt in der Nähe des Kölner Doms.

Im Deutsches Sport- und Olympiamuseum stöbern Sie fast 3000 Jahren Sportgeschichte Zwischen Antike und Moderne und erleben die emotionale Bandbreite des Sports.

Das Museum Ludwig wurde 1976 durch die Schenkung von rund 350 Werken moderner Kunst des Ehepaars Ludwig gegründet. Neben Pop Art-Werken gibt es dort eine umfangreiche Sammlung der Russischen Avantgarde aus der Zeit von 1906 bis 1930 sowie drittgrößte Picasso-Sammlung der Welt. Labor des Museums heißt nun ein Raum im zweiten Stock, der der Arbeit der Restauratoren gewidmet ist. Hier hängt u. A. der gefälschte Monet neben einem Kunstdruck des Originals.

Das älteste Museum Kölns (seit 1827) das Wallraf-Richartz-Museum Fondation Corboud (WRM) im Zentrum von Köln ist das bedeutendste Kunstmuseum Nordrhein-Westfalens. Museum beherbergt eine der weltweit wichtigsten Sammlungen mittelalterlicher Malerei, Meisterwerke des Barock von Rubens bis Rembrandt, von Murillo bis Boucher, von Caspar David Friedrich bis Max Liebermann, die umfangreichste Sammlung impressionistischer und neo-impressionistischer Kunst in Deutschland, u.A. Monet, van Gogh, Cézanne und Edvard Munch.

Das Römisch-Germanisches Museum wurde 1974 über dem Fundort des weltberühmten Dionysos-Mosaiks fertig gestellt und befindet sich direkt neben dem Dom. Die Sammlung vermittelt auf drei Stockwerken ein lebendiges Bild der römischen Kultur am Rhein. Die weltweit größte römische Glassammlung mit dem dreifarbigen Diatretbecher (um 330/340 n. Chr.) und eine beachtliche Kollektion römischen und frühmittelalterlichen Schmucks, Gefäße, Münzen und Spielzeug sind Highlights im Museum.

Kölnische Stadtmuseum, das einen Einblick in Geistesleben, Wirtschaft und Alltag der Stadt Köln und ihrer Bewohner vom Mittelalter bis heute bietet befindet sich im Zeughaus, das von der Reichsstadt Köln als Waffenarsenal 1600 im niederländischen Renaissance-Stil gebaut wurde.

Kolumba - Das Kunstmuseum des Erzbistums Köln integriert die Überreste des im zweiten Weltkrieg zerstörten Gotteshauses und verbindet heute zweitausend Jahre abendländische Kultur in einem Haus.  Hauptsächlich werden hier Artefakte mit christlichem oder spirituellem Hintergrund ausgestellt. 

 

 

 

3.600 m² Ausstellungsfläche im Rautenstrauch-Joest-VölkerkundeMuseum laden zu einer ebenso verblüffenden wie erkenntnisreichen Entdeckungsreise ein, Multimedia-Stationen regen zur aktiven Auseinandersetzung an. Veranstaltungen aller Art ergänzen den Themenparcours. Zur Sammlung gehören 65.000 Objekte.

Das Herzstück des Museum Schnütgen am Neumarkt bildet die romanische Kirche Sankt Cäcilien, die  1130-60 als Damenstiftskirche über älteren Bauten errichtet. Die schlichte dreischiffige, turmlose Kirche hat im Inneren eine Westkrypta sowie an den Wänden des Langchores sind Reste der gotischen Wandmalereien erhalten. Es gehört zu den ältesten Museen der Stadt und beherbergt ausschließlich Kunst aus dem Mittelalter.  

Das Geomuseum der Universität zu Köln ist reich an naturkundlichen Schätzen:  Mineralien, Fossilien, Edelsteine und Meteoriten. Ein Teil der geologischen Sammlung dürfte auf alte Bestände des ehemaligen "Naturhistorischen Museums zu Köln" zurückgehen. Als Vorläufer der mineralogischen Sammlung gilt ein Mineralienkabinett aus der 2. Hälfte des 18. Jh, die jedoch im Krieg fast vollständig zerstört wurde. Fast 50.000 Exponate finden sich in der Sammlung.

 

 

 

 

Im Abenteuermuseum Odysseum begeben sich Nachwuchswissenschaftler und wissensdurstige Kinder auf eine erlebnisreiche und spannende Entdeckertour in die Welt des Wissens. 150 Erlebnisstationen für unterschiedliche Altersstufen ergeben  eine spannende Forschungsreise.

 

 

 

Das NS-Dokumentationszentrum ist eine Einrichtung der Stadt Köln und hat seit 1988 seinen Sitz im EL-DE-Haus. Dort befand sich von Dezember 1935 bis März 1945 die Zentrale der Kölner Gestapo. Das Museum widmet sich dem Gedenken, Erforschen und Vermitteln der Geschichte Kölns im Nationalsozialismus.

Über 50 Jahre Vereins- und Fußballgeschichte zeigt 1. FC Köln Museum im  Rheinenergie Stadion und interessant ist auch das Senfmuseum mit einer historischen Senfmühle aus dem Jahr 1810.

Im Karnevalsmuseum in Braunsfeld steht die fünfte Jahreszeit allerdings das ganze Jahr auf dem Programm und lädt zur jecken Zeitreise ein.

Auf über 2.500 m² präsentiert das Straßenbahnmuseum Thielenbruch 20 historische Kölner Straßenbahnen. Darüber hinaus stößt man hier auf historische Fahrscheine, Schaffnertaschen, Plakate und Werbematerialien der damaligen Zeit.

Der Bau der Hohenzollernbrücke - vier Eisenbahngleisen und einer Straße - erfolgte  1907-11. An gleicher Stelle war im Jahre 1859 die zweigleisige Dombrücke errichtet worden, die zu Beginn des 20. Jh. dem angewachsenen Verkehr nicht mehr gerecht wurde.  Nach 1945 erfolgte der Wiederaufbau nur noch für die zwei Eisenbahnbrücken, die später um eine dritte ergänzt wurden sowie Geh- und Radweg.  Die alte Straßenrampe auf der Deutzer Seite ist samt Kopfsteinpflaster und Straßenbahngleisen bis heute auf einem sehr kleinen Abschnitt erhalten.

Vier Reitenstandstatuen preußischer Könige und deutscher Kaiser der Hozenzollern-Familie flankieren jeweils die Rampen:           König Friedrich Wilhelm IV (1795 - 1861) (nördliche rechtsrheinische Rampe) - von 1840 bis zu seinem Tod war er König von Preußen,                      

Kaiser Wilhelm I (1797-1888) (südliche rechtsrheinische Rampe),                                            

Kaiser Friedrich III (1831 - 1888)  (nördliche linksrheinische Rampe) - er war 99 Tage Deutscher Kaiser und König von Preußen und 

Kaiser Wilhelm II (1859 - 1941) (südliche linksrheinische Rampe) - von 1888 bis zur Revolution 1918 war er letzter Deutscher Kaiser und König von Preußen.

Heutzutage sind eine touristische Attraktion die tausend kleinen, blinkenden Vorhängeschlösser, die verliebte Paare mit Name und Datum beschriften, an dem Geländer der Brücke anbringen um sich ewige Liebe und Treue zu schwören und der Schlüssel wird traditionsgemäß gemeinsam in den Rhein geworfen. 

 

 

 

 

 

 

 

Köln ist eine Weltoffene, tolerante und multikulturelle Stadt, besitzt als Wirtschafts- und Kulturmetropole internationale Bedeutung gilt als einer der führenden Standorte des weltweiten Kunsthandels. Die Stadt bietet zahlreicher international bedeutender Veranstaltungen, u. A. ArtCologne, Anuga, IMM Cologne und Photokina. Fantasie und Kreativität gehen den Kölnern nie aus. Kulturelle Highlights wie „Die Lange Nacht der Museen“, „Kölner Lichter“ und Festivals wie das „Summerjam“ sind zu festen Bestandteilen des Kölner Kulturlebens geworden. Schildergasse und Hohe Straße sind die meistfrequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands.

Es gibt zwölf romanischen Basiliken in Köln, die das Stadtbild prägen. Die dreischiffige Basilika - die romanische Kirche Groß St. Martin -  mit ihrem kleeblattförmigen Ostchor und dem quadratischen Vierungsturm mit vier Ecktürmchen ist eines der markantesten Wahrzeichen im linksrheinischen Stadtpanorama. Die Fundamente rühren aus der Zeit wenige Jahre nach Christus. Die Benediktinerkirche steht auf sehr geschichtsträchtigen Grundmauern. Die Fundamente beherbergten einst eine Sport- und Schwimmanlage für römische Soldaten. Erst rund 400 Jahre nach Grundsteinlegung bauten die Franken auf den im Krieg zerstörten Mauern eine Kirche auf und weihten sie im fünften Jahrhundert dem heiligen St. Martin. Auch die Neuaufbauten im zehnten und zwölften Jahrhundert, nach dem Kölner Großbrand, nutzen immer wieder die alten Fundamente als Sockel. Diese sind heute weitestgehend freigelegt und im Inneren des aktuellen romanischen Baus wunderbar ausgeleuchtet zu bestaunen.

Inmitten des Friesenviertels liegt in grüner Lage der imposante Kuppelbau der Klosterkirche St. Gereon. Er ist nach Hagia Sophia in Istanbul und dem Dom in Florenz der drittgrößte der Welt. In ihrem Kern sind noch erhebliche Reste eines spätantiken Konchenovalbaus aus der Mitte des 4. Jh. erhalten, der zu den bedeutendsten Zeugnissen antiker Repräsentationsarchitektur nördlich der Alpen zählt. Die ersten verifizierten Erwähnungen von St. Gereon stammen aus dem Jahre 839 nach Christus. Der stauferzeitliche Bau ist der größte frei überwölbte Zentralbau des Mittelalters nördlich der Alpen. Sie erreicht im Scheitelpunkt 34,55 m Höhe und misst im Durchmesser 21 m bzw. 16,90 m. Die maßwerkartig gruppierten Fenster der obersten Wandzone folgen frühgotischen Vorbildern Frankreichs. Blutsäule am Westeingang von St. Gereon gehört auch zur Legende der dahingemeuchelten Soldaten, deren Blut auf ihr gelandet sein soll.  Denn dem zertrümmerten Steinklotz sagt man nach, zwischen Gut und Böse unterscheiden zu können und Sünder zu entlarven.

Die als dreischiffige Basilika St. Andreas mit Langchor, vorgelagertem Westwerk und Vierungsturm erbaute Kirche erfuhr ihre erste geschichtlich verzeichnete Weihe im 10. Jh und wurde den Apostel Andreas zum Namensgeber auswählte. Bis dahin fungierte der Bau als Frauenkloster. Der aktuelle Bau im Stil der spätromantik stammt aus den Jahren um 1200, aber der Chor wurde im 15. Jh. nochmals baulich verändert. Wie in Groß St. Martin wurde auch die Krypta von St. Andreas nach dem Weltkrieg freigelegt und kann besichtigt werden. In der Basilika befindet sich zudem der Sarkophag von Albertus Magnus, einem bedeutenden Kirchenvater und Humanisten aus dem 13. Jh. Sehenswert ist die Altartafel der Rosenkranzbruderschaft vom Meister von St. Severin aus dem frühen 16. Jh. Der sog. Blutbrunnen der Heiligen Ursula und Makkabäer-Schrein (1520) (im Bild) stammen aus dem Benediktinerinnen-kloster zu den Hl. Makkabäern am Eigelstein, das 1803 aufgehoben wurde.

Im ersten Jahrhundert nach Christus erbauten die Römer auf dem wohl einzigen kleinen Hügel im Stadtgebiet Kölns einen Tempel zu Ehren ihrer Hauptgötter Juno, Minerva und Jupiter. Im siebten Jahrhundert entstand hier dann ein Kloster samt Kirche auf den Mauern des Tempels - St. Maria im Kapitol. Zur massiven, 4,85 m hohen und 2,48 m breiten, mit zahlreichen Schnitzereien verzierten Holztür aus dem Jahr um 1060 gelangt man von der Westseite durch die alten Kreuzgänge des Klosters. Ein Kuriosum sind die sogenannten "Zint Märjens Repp - St. Mariens Rippe". Die Anordnung von Knochen stammt aus dem Brustkorb bzw. dem Kiefer eines Grönlandwals, der sich während des Pleistozäns in den Rheinarm verirrt hatte. Die Kupferplatte (im Bild) mit dem Grundriss der Kirche verrät gleichzeitig die Verwandtschaft zur Geburtskirche in Bethlehem und zu St. Maria Maggiore in Rom, deren Bauskizze ebenfalls im Fußboden verewigt ist. Allen drei Kirchen gemein ist, dass in ihnen jeweils die erste Weihnachts-Messe gefeiert wird, nicht etwa im Kölner Dom oder Petersdom.

Die Entstehungsgeschichte des heutigen St. Aposteln Kirche beginnt im 11. Jh. Damals lag die Kirche an der Straße Richtung Aachen, direkt vor der römischen Stadtmauer am westlichen Haupttor. Ihr Glanzstück ist der um 1200 erbaute überkuppelte Kleeblattchor. Die größte Kostbarkeit des Kirchenschatzes ist der Heribertkelch aus dem 13. Jh. Auf ihm sind die Figuren der zwölf Apostel eingraviert.

St. Ursula hat ihren Ursprung in der Spätantike. Sie entstand auf dem Gelände eines römischen Friedhofs. Benannt wurde die Kirche nach der bretonischen Königstochter Ursula, die der Legende nach in Köln mit 11.000 Gefährtinnen das Martyrium erlitt. St. Ursula ist die älteste niederrheinische  dreischiffige Emporenbasilika. Die westliche Hauptfassade, der massive Westturm mit barocker Haube, die anschließende Vorhalle und das Langschiff sind romanisch geprägt. Beim Chor handelt es sich um einen frühgotischen Anbau.

Die monumentale Kirche von St. Pantaleon entstand Mitte des 10. Jh. mit der Gründung einer Benediktinerabtei durch Erzbischof Bruno. Seine angeheiratete Nichte, die Byzantinerin Theophanu wurde nach ihrem Tode in St. Pantaleon bestattet. Ihre Gebeine ruhen heute in einem modernen Marmorsarkophag. Reste der römischen Bebauung aus dem 1. Jh.  sind unter dem Chor und außerhalb von St. Pantaleon gefunden worden. Eine Besonderheit in St. Pantaleon ist die im Chor erhaltene Barockausstattung, die bei allen anderen vergleichbaren Kirchen in Köln im Laufe des 19. Jh. entfernt wurde. Herausragend sind auch die an der Vierung aufgestellten Reliquienschreine des heiligen Albinus und des heiligen Maurinus, die beide aus dem späten 12. Jh. stammen.

Die jüngste romanische Kirche St. Kunibert  wurde  1247 fertiggestellt. Die vergleichsweise reiche Ausstattung aus dem Mittelalter blieb erhalten. Bedeutsam sind die umfangreich erhalten gebliebenen Wandmalereien im Chor, die Fenster aus der Entstehungszeit sowie der originale Fußbodenbelag um den Hochaltar.

Mit dem Bau der Kirche St. Georg wurde bereits 1059 begonnen. Säulen, teils wiederverwendet aus römischen Bauwerken, gliedern die Kirche in drei Schiffe. Durch ihren massigen Westturm wirkt die Kirche wie eine gedrungene Festung. Vermutlich war der Turm, dessen Mauer fünf Meter dick ist, ursprünglich höher geplant.

 

 

 

 

 

St. Severin hat ihre Ursprünge im späten 4. Jh. Die Kirche wurde mehrmals erweitert und stark vergrößert. Das äußere Erscheinungsbild ist gotisch geprägt, nur die Choranlage wurde romanisch gestaltet. Sehenswert sind Gabelkruzifix aus dem 14. Jh. und die spätgotische Glasmalerei im Langhaus, die Wandmalereien in der Krypta, die Chorausstattung mit einem Teil des mittelalterlichen Fußbodens, das originale Chorgestühl und der Hochaltar. Im konservierten und begehbaren Ausgrabungsbereich unterhalb der Kirche können die Fundamentreste des Ursprungsbaus besichtigt werden.

Von den zwölf romanischen Kirchen Kölns ist St. Maria in Lyskirchen ab dem frühen 13. Jh. die kleinste und einzige romanische Kirche Kölns, die nicht im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Sie liegt direkt am Rhein, zwischen Deutzer- und Severinsbrücke.

 

 

 

 

 

 

Das Kölner Bier hat die Geschichte und Kultur der Stadt geprägt. Die Brautradition der Stadt Köln ist auf das Jahr 873 zurückzuführen. Das Kölner Brauamt als Standesvertretung der Kölner Brauer besteht seit dem Jahr 1250. Ab 1918 warb die Brauerei Sünner zum ersten Mal mit dem Begriff Kölsch für das helle obergärige Bier, das sie bereits seit 1906 herstellte. „Kölsch-Konvention“ aus dem Jahr 1986 garantiert, dass diese Bierspezialität nur in Köln und der näheren Umgebung hergestellt werden. Das klare Vollbier darf nur in der Kölner Stange (0,2l)  serviert werden. 1997 wurde Kölsch als Bierspezialität von der EU in den Kreis der geschützten regionalen Spezialitäten aufgenommen. Nun genießt es das gleiche Recht wie der Champagner, wobei sich der Schutz nur auf Europa beschränkt. Der Kellner wird in kölschen Brauhäusern Köbes genannt.

Adventszeit ist Weihnachtsmarktzeit - natürlich auch in Köln. Der Duft von Glühwein, Bratäpfeln und Zimtsternen strömt durch die Gassen und zahlreiche unterschiedlich gestaltete Weihnachtsmärkte am Dom, am Heumarkt  und am Neumarkt laden zum stimmungsvollen Bummeln, Flanieren und Stöbern jeden Dezember ein. 

Im Herzen von Köln präsentiert sich in Deutz zwischen Hohenzollernbrücke und Mülheimer Hafen auf einer Fläche von 40 Hektar ein abwechslungsreicher und seit 1989 unter Denkmalschutz stehender Rheinpark. Mit seinen riesigen Spiellandschaften und Wiesen bietet der Park ein familienfreundliches Freizeitangebot. Mit der Seilbahn können Sie vom Kölner Zoo bis zum Park über den Rhein schweben. Rund 17,5 Millionen Fahrgäste erlebten seit der Eröffnung 1957 die Faszination, hoch über dem Rhein zu schweben und dabei Kölns Panorama zu betrachten.

 

 

 

 

 

Die Kölner Altstadt besticht durch ihren historischen Charme. Kleine urige Gassen locken mit traditionellen alten Häusern. Die unzähligen Brauhäuser, Kneipen und Restaurants laden zum Verweilen ein. Die berühmte Altstadt-Promenade mit dem Rhein-garten. Schon die alten Römer schätzen die Colonia wegen ihrer strategisch wie landschaftlich idealer Lage am Rhein. Heute lassen Touristen aus aller Welt bei einer Panoramabootsfahrt den Blick über die Kölner Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten schweifen.

Auch viele Denkmäler und Brunnen, wie die Figuren von „Tünnes und Schäl“ oder den Heinzelmännchenbrunnen kann man in der Kölner Altstadt erkunden. Kaum ein Denkmal ist so typisch für Köln. Die Legende von den guten Männchen, die in der Nacht die Arbeit der Faulen erledigen, wird von den Kölnern seit Jahrhunderten liebevoll weitergegeben.

 

Auf dem Ostermannplatz in der Kölner Altstadt steht der 1939 fertig gestellte Ostermann-Brunnen. Die Brunnen-figuren erinnern an die Lieder des Kölner Lieddichters und Sängers Willi Ostermann (1876-1936).

Zwischen Hohe Straße und Rathaus, mitten in der Altstadt Kölns, liegt das beschauliche Jupp-Schmitz-Plätzchen. Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Platz dem Pianisten und Komponisten Jupp Schmitz gewidmet, aus dessen Feder unter anderem "Am Aschermittwoch ist alles vorbei" oder "Wer soll das bezahlen" stammen.

Als Zentrum des alten Handwerker- und Handelsviertels gilt der Alter Markt, zusammen mit dem Heumarkt ist er Anziehungspunkt für Kölner und Köln-Besucher. Umringt von vielen kleinen Restaurants und Cafés lädt er nicht nur im Sommer zum gemütlichen Entspannen in der Sonne ein. Das Reiterstandbild zu Ehren von Preußenkönig Friedrich Wilhelm III (1770 - 1840) steht auf dem Heumarkt.

 

 

 

Die Eistüte am Neumarkt ist sehr bekannt Skulptur der Pop-Art-Künstler Claes Oldenburg. Im März 2001 kam die Eistüte auf einer langen Reise von San Francisco nach Köln.

In der Nähe der Deutzer Brücke steht der 1951 erbaute Kölner Pegel. Er misst am Stromkilometer 688 des Rheins mechanisch den Wasserstand. Den aktuellen Pegelstand zeigt die Pegeluhr an.

Hochwassermarken in der Kölner Innenstadt liegen am Haus Ecke Filzengraben/ Am Leystapel, am Chor der Elendskirche St. Gregor und an der Schmitz-Säule vor Groß St. Martin. Die eindrucksvollste findet sich über dem Portal von St. Maria Lyskirchen, in einer Höhe von rund 3,50 m.

Die an Lastkräne erinnernden Gebäude drei ca. 60 m hohen Kranhäuser - prägen die linksrheinische Skyline. Die gehören zum neu gestalteten und umstrukturierten Rheinauhafen, das ein junges, attraktives Kölner Viertel geworden ist.

 

 

 

Viele Altbauten, wie beispielsweise der ehemalige Kornspeicher des Viertels, im Volksmund wegen seiner charakteristischen sieben spitzen Giebel Siebengebirge genannt, wurden für ihre neue Nutzung aufwendig restauriert.

Das Service Center von KölnTourismus am Dom kann (fast) alle Ihre Fragen rund um Köln beantworten. Ob Sie nun einen Stadtplan, eine Stadtrundfahrt oder ein Hotelzimmer suchen, da werden Sie geholfen.