Helsinki Sehenswürdigkeiten

Helsinki (Helsingfors) heißt die Kapital Finnlands. Es dient als politisches, wirtschaftliches, wissenschaftliches und kulturelles Zentrum Finnlands. Groß-Helsinki hat über 1 Mio. Einwohner. Die Stadt Helsinki wurde im Jahr 1550 während der Zugehörigkeit Finnlands zu Schweden gegründet, blieb aber lange unbedeutend. Kurz nachdem Finnland unter russische Herrschaft gekommen war, wurde Helsinki 1812 zur Hauptstadt des neugegründeten Großfürstentums Finnland bestimmt und löste so Turku als wichtigste Stadt des Landes ab. Seit 1917 ist Helsinki Hauptstadt des unabhängigen Finnlands.

Sehenswürdigkeiten in Helsinki:

Nachdem Helsinki 1812 zur Hauptstadt erkoren worden war, beauftragte man den Architekten Carl Ludwig Engel (1778–1840) mit der Planung eines repräsentativen Zentrums nach dem Vorbild von Sankt Petersburg. Rund um den zentralen Senatsplatz (Senaatintori) liegt ein einzigartiges klassizistisches Ensemble: der Dom, das alte Senatsgebäude und das Hauptgebäude der Universität Helsinki

Der Dom von Helsinki ist eine evangelische Kirche, die 1830-52 gebaut wurde. Der klassizistische Dom ist eine Kreuzkuppelkirche mit einem Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes und wurde von der orthodoxen Architektur in Russland inspiriert. 

E. B. Lohrmann  übernahm nach Carl Ludwig Engels Tod im Jahr 1840 die Kirchenbau. Er fügte dem Dom die vier kleinen Ecktürme, Statuen der zwölf Apostel und zwei Pavillons an den Seiten der Treppe hinzu. Der Innenraum des Domes ist äußerst schlicht und ganz in Weiß gehalten. 

In der Mitte des Senatsplatzes steht ein 10,67 m hohe Denkmal für den russischen Zaren Alexander II auf rotem Granitsockel. Er ist in der Uniform eines finnischen Gardeoffiziers dargestellt. Um den Sockel herum sind vier allegorische Figurengruppen (Gesetz, Arbeit, Frieden und Licht) platziert.

 

 

Weitere nennenswerte klassizistische Bauten sind u. a. die Nationalbibliothek und der Präsidentenpalast (im Bild).

Der finnische Jugendstil ist stark von der nationalromantischen, vom Nationalepos Kalevala inspirierten Kunst jener Epoche beeinflusst. Eliel Saarinen (1873–1950) gilt als bedeutendster Vertreter der finnischen Jugendstilarchitektur.

Beispiele für die Jugendstilarchitektur kann man in den Wohnhäusern vor allem von Stadtteilen wie Katajanokka, Kruununhaka oder Eira (die teuersten Häuser in Helsinki) entdecken.

 

 

 

 

Auch Repräsentationsbauten wie der Hauptbahnhof (im Bild),


das Nationalmuseum oder

die Kirche von Kallio entstanden im nationalromantischen Jugendstil.

Mehrere Bauten in Helsinki entwarf der berühmte finnische Architekt Alvar Aalto (1898–1976), einer der Vorreiter des Funktionalismus, z.B. Finlandia-Halle (Finlandiatalo) aus dem Jahr 1971 und Stora Enso Hauptquartier. Kulturzentrum Lasipalatsi, das Posthaus und der Olympiastadion (1938) sind weitere funktionalistische Bauten.

Das Olympiastadion Helsinki  ist das größte Stadion Finnlands. Das Stadionwahrzeichen ist der 72,71 m hohe Turm, ein beliebtes Aussichtsturm, dessen Höhe genau der Siegweite des finnischen Speerwurf-Olympiasiegers von 1932, Matti Järvinen, entspricht. Das Olympiastadion wurde 1934-38 erbaut – mit dem Ziel der Austragung der Olympischen Sommerspiele 1940. Das Zweite Weltkrieg verhinderte die Olympischen Spiele, aber Helsinki bekam die Olympischen Spiele im Jahr 1952. Derzeit verfügt Stadion knapp 40.000 Sitzplätze.

Die Flaniermeilen Helsinkis sind die Aleksanterinkatu und die Esplanadi, wo auch eine sehr beliebtes Stadtpark - Esplanadin puisto - befindet. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die Anlage „Espa“ genannt. In der Mitte des Parks befindet sich auch eine bekannte Statue des finnischen Nationaldichters Johan Ludvig Runeberg (1804-1877).  Auf der Freilichtbühne finden regelmäßig Konzerte statt.

Am östlichen Ende der Esplanadi direkt am Südhafen liegt der Marktplatz (Kauppatori). Im Sommer werden auf dem belebten Markt Obst, Gemüse, frisch gefangener Fisch und Souvenirs verkauft.

Dort befindet sich auch die Vanha kauppahalli, die älteste Markt- und Kaufhalle von Helsinki.

Am Rand des Marktplatzes steht die bekannte Skulptur der Havis Amanda. Die „Tochter der Ostsee“ (1905) ist eine 5 m hohe in Frankreich gegossene Bronzestatue von Ville Vallgren. Es wird umgangssprachlich auch „Manta“ genannt und steht im Mittelpunkt der Feierlichkeiten am finnischen Maifeiertag - Vappu. Sie wird von den Studenten zunächst gewaschen und bekommt dann, begleitet vom Jubel Tausender Zuschauer, eine Abiturientenmütze aufgesetzt.

Suomenlinna (1748)  ist eine Bastionsfestung mit unregelmäßigem Grundriss, die sich auf unterschiedlichen Ebenen über fünf Inseln erstreckt. Zu der insgesamt etwa 80 ha großen Festung gehören insgesamt etwa 200 Gebäude und 105 Kanonen. Insel Pikku-Musta wird von der Marineschule des finnischen Militärs bewohnt, sonst leben ca. 850 Einwohner auf andere Inseln.

Von besonderer Bedeutung für die Geschichte der Festung ist die Tatsache, dass sie drei Staaten als Verteidigungsanlage diente: Schweden, Russland und Finnland. Suomenlinna ist über eine öffentliche Fährverbindung der Verkehrsbetriebe Helsinki direkt mit dem Marktplatz Kauppatori verbunden. Heute finden in Suomenlinna jedes Jahr vielfältige kulturelle Veranstaltungen auf höchstem Niveau statt. Die Festung gehört seit 1991 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Orthodoxe Uspenski-Kathedrale im russisch-byzantinischen Stil wurde 1868 fertiggestellt und ist die größte orthodoxe Kirche im westlichen Europa. Sie hat 13 Kuppeln mit vergoldeten Spitzen.

Der opulent ausgestattete Innenraum wird von vier massiven Granitsäulen getragen. Eine der in der Kathedrale ausgestellten Ikonen gilt als wundertätig.

Die moderne Temppeliaukio-Kiche im Stadtteil Töölö wurde 1969 in einen Granitfels hineingebaut.

Die Kamppi Kapelle der Stille am geschäftigen Narinkka-Platz im Stadtzentrum Helsinkis ist ein Ort der Ruhe und des Zusammenkommens. Die Kapelle ist ein innovatives Bauwerk, ein Beispiel für moderne Architektur komplett aus Holz.

Das Finnische Nationalmuseum (Suomen kansallismuseo) beherbergt Exponate über die Geschichte Finnlands von prähistorischen Zeiten bis in die Gegenwart. Die Decke des Museumsgebäudes zeigt von Akseli Gallen-Kallela gemalte Fresken, die Szenen aus dem finnischen Nationalepos Kalevala abbilden und auch besichtigt werden können, ohne den Eintrittspreis zu bezahlen. 

Die Finnische Nationalgalerie das größte finnische Kunstmuseum und auf drei Museen aufgeteilt: Ateneum (finnische Kunst), Sinebrychoff Kunstmuseum (ausländische Kunst)  sowie zeitgenössische Kunst in Kiasma.

Luomus - Naturhistorisches Museum Helsinki – zeigt die Geschichte von Finnland sehr eindrucksvoll. Es gibt viele verschiedene Räume, von der Steinzeit bis heute. Es gibt sehr viele Exponate, von Waffen über Schmuck und Alltagsgegenstände.

Heureka ist ein in Vantaa gelegenes Science Center.  Es war bei seiner Eröffnung 1989 das einzige Science Center in Skandinavien und gilt auch weiterhin als eines der wichtigsten Wissenschaftsmuseen Skandinaviens. Das Heureka enthält in seiner Dauerausstellung über 100 technische Experimente zum Mitmachen. Es besitzt ein Kino mit Spezialeffekten und ein Planetarium. In den Außenlagen befinden sich Exponate zur geologischen Beschaffenheit Finnlands.

Helsinki ist sehr "grüner" Stadt. Stadtzentrums direkt am Meer gelegene Kaivopuisto entstand in den 1830er Jahren als Park eines Kurbades. Seit 1886 ist er ein öffentlicher Park.

Weitere Parks im Zentrum sind der Park in Kaisaniemi und der sogenannte "Pestpark" (Ruttopuisto), der bis 1829 als Friedhof diente und erhielt seinen Namen, weil dort die Toten der Pestepidemie von 1710 bestattet wurden. Die Insel Seurasaari ist ein beliebtes Ausflugsziel und beherbergt ein Freilichtmuseum. Der größte Park in Helsinki ist der 10 km² große Zentralpark (Keskuspuisto), die eher ein naturbelassenes Waldgebiet als ein Park ist.

Sibeliusmonument (1967) hat Eila Hiltunen entworfen für den berühmten finnischen Komponisten Jean Sibelius (1865-1957). Es befindet sich im Stadtteil Töölö, besteht aus 600 Stahlröhre und wiegt über 24 Tonnen.

Die Tramlinien 2 und 4 (Architektur-Interessierte) bieten Touristen eine Sightseeingtour durch Helsinki. SpåraKOFF ist eine rote Tramwagen, die als Pub während der Tramfahrt dient und die den meisten Sehenswürdigkeiten in Helsinki vorbei fährt. Eine Tour dauert ca. 40 min. Man kann überall ohne Voranmeldung einsteigen.

In Helsinki ist selbst der Zoo auf einer Insel, der Insel Korkeasaari. Der Zoo ist der älteste und größte Zoo Finnlands, auch wenn er im internationalen Vergleich eher bescheiden ist. Es werden etwa 150 Tierarten und Hunderte verschiedene Pflanzenarten aus aller Welt gehalten. Schneeleoparden gehören zu den Exoten im Zoo. 

 

 

Auf einer Schiffsrundfahrt lernt man die Schärenwelt vor Helsinki kennen. Es gibt mehrere Anbieter in den Sommermonaten. Anfahrt ist aus Kauppatori

Linnanmäki Vergnügungspark bietet viel Aktion für Kleine und Große. Der Park, dessen Name so viel wie "Burghügel" bedeutet, wird umgangssprachlich auch Lintsi genannt und bietet etwa 40 Fahrgeschäfte verschiedener Größe. 1950 eröffnete Park wird von dem Kinderhilfswerk Lasten Päivän Säätiö betrieben. Es wird kein Eintritt erhoben, für die Fahrgeschäfte ist es notwendig.