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Algarve Sehenswürdigkeiten

Der Algarve ist die südlichste Region Portugals. Im Algarve werden europaweit die meisten Sonnentage gezählt. Berühmt ist die Algarveküste für ihre zahlreichen feinsandigen Strände und die teils bizarren und monumentalen Felsformationen im westlichen Teil und zudem hat das Urlaubsparadies auch och ein idyllisches, dörfliches Hinterland zu bieten. Wegen der vielen Golfplätze, von denen manche bis direkt an die Steilküste hin angelegt sind, ist die Region insbesondere bei Golfern beliebt.

Die Küstenabschnitt im äußersten Südwesten – Costa Vicentina – bietet weite Sandstrände, die sich über mehrere Kilometer erschrecken, dazwischen bizarre Felsen, an die der Atlantik mit ungebremster Wucht brandet, weite Hochflächen mit karger Vegetation und nur selten ein Dorf – eben ein wildes Naturparadies (Naturschutzgebiet), eine traumhaft schöne Küstenlandschaft. Ermida de Nossa Senhora de Gualalupe ist das älteste Gotteshaus der Algarve aus dem 13. Jh.

 

 

 

 

 

Am Cabo de São Vicente bei Sagres liegt der südwestlichste Punkt des Kontinents.  Ein großartiges Erlebnis verspricht eine maximal 40 km lange Rundtour auf dem Costa Vicentina-Pfad vom Cabo de São Vicente am Klippenrand zur Ponta Ruiva - dieser Abschnitt ist zum Wandern am besten geeignet -, dann zum höchsten Punkt der Gegend, der Torre de Aspa (156 m, kenntlich durch einen Obelisken), weiter zur Praia do Castelejo nach Vila do Bispo und Raposeira, dann zur Praia da Ingrina, über den Küstenpfad nach Sagres und wieder zurück zum Kap.

In der Nähe von Lagos bei der Praia Dona Ana beginnt eine bis 40 m hohe, zerklüftete Felswand mit bizarren Grotten und Höhlen, Domen und Türmen, aber auch mit einigen kleinen, versteckten Stränden. Sie sind über steile Treppen erreichbar. Bis zum Leuchtturm Ponta da Piedade zieht sich diese etwa 2 km lange skurrile Skulpturenlandschaft hin.

Portimao ist der zweitgrößte Stadt der Algarve. Ein Bummel in der teilweise verkehrsfreien Innenstadt mit schönen Plätzen, Park und Kirchen lohnt sich.  Im 16. und 17. Jh. wurde zur Sicherung gegen Piratenangriffe die Fortaleza de Sao Joao und gegenüberliegenden Seite der Flussmündung die Fortaleza de Santa Catarina errichtet. Die befinden sich heute im Privatbesitz. Praia da Marinha-Strand ist über eine Treppe zu erreichen und umsäumt von schönen Felsen.

Auf der Portimao gegenüberliegender Seite des Rio Arade-Flusses liegt das Fischerdorf Ferragudo, die eine malerische Lage genießt.

 

 

 

Ausgrabungsstätte in der Nähe von Alvor: Alcalar- Megalith-Grabstätten aus dem 2000-1600 v. Chr. mit restaurierten Anlagen (Alcalar VII) sowie  Abicada  - römische Villaruine. Gut erhalten sind verschiedene Mosaikböden der vermutlich vom 1. bis 4. Jh. n. Ch. bewohnter, damals noch direkt am Meer gelegener Villa.

 

Algar Seco sind bizarre Felsformationen in der Nähe von Carvoeiro. Dieses Fleckchen erkundet man am besten zu Fuß. Man durchwandert einen Irrgarten aus Plateaus, Felssäulen, schmalen Türöffnungen und Naturbögen, und

kommt sogar an einem kleinen Tümpel vorbei, der mit dem Meer verbunden ist und mit den Gezeiten steigt und fällt.

Silves ist eine der attraktivsten Ziele im Hinterland der Algarve. Von der einstigen Größe – in der arabischen Epoche (8. Jh. bis 1242) war Silves Hauptstadt der Algarve – zeugt noch u. A. Castelo, Cruz de Portugal (manuelinischer Wegkreuz), Arco da Rebola (arabischer Stadttor). Bei archäologischen Grabungen im Burgs Innenhof wurden Teile der maurischen Burg für die Besucher sichtbar gemacht.  Unterhalb der Burg steht die Kathedrale Sé aus dem 13. Jh., die die älteste Kathedrale der Algarve ist, und die über eine frühere Moschee im gotischen Stil gebaut wurde. Igreja da Misericórdia aus dem 16.Jh. sowie Ermida de Nossa Senhora dos Mártires aus dem 12. Jh., wo sich Bischofsgräber befinden, sollten Sie nicht verpassen.

Hübsche Brücke über den Rio Arade geht auf eine Flussüberquerung aus römischer Zeit zurück. Die heutige Ponte wurde im Mittelalter angelegt. Auf der Ostecke der Praca do Municipio stehende Torreao das Portas da Cidade, ein ehemaliger Wachturm, war einst in die Stadtmauer integriert und gleichzeitig ein Stadttor.

2 km westlich von Armação de Pêra ragt Nossa Senhora da Rocha, eine sehr hübsche Pilgerkapelle auf einem Felsenvorsprung auf. Fischer erbauten sie im 16. Jh. Die Säulen aus dem 6./7. Jh. sind westgotische Zeugnisse des frühen Christentums an der Algarve. Am Klippenfuß locken sehr schöne Strände, die durch einen Tunnel verbunden sind.

Die Ortskern von Albufeira ist eine große Fußgängerzone und daher gelangt durch einen Tunnel zum Stadtstrand: Praia do Peneco. Archäologisches Museum, Praia dos Pescadores mit seinem Seebrücke ins Wasser (eine kleine Flaniermeile) sowie "großes Straßenrestaurant" Rua Candido dos Reis machen aus Ihren Urlaub ein Genuss.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den alten Ortskern von Loulé markieren die Reste der Burganlage aus der Zeit der Mauren, in denen nun das Städtische Museum untergebracht ist. Daneben steht der Convento do Espirito Santo.  Die Kirche Igreja  Matriz de Sao Clemente in der Altstadt stammt aus dem 13. Jh. und beeindruckt durch ihr manuelinisches Gewölbe. Andere Kirchen im Ort sind auch sehenswert.

Igreja de São Lourenço dos Matos in Almancil ist eine Barockkirche mit üppigem Azulejos-Schmuck in Blau und Weiß aus dem 15. Jh. Im Kontrast dazu steht der goldglänzende Hochaltar. In der Nähe gelegene Quinta do Lago ist eine äußerst exklusive Ferienanlage.

An der Holzbrücke, die zur Praia da Quinta do Lago führt, starten zwei schöne Wanderwege: der 3,3 km lange Sao Lourenco Trail und der 2,3 km lange Quinta do Lago Trail.

Faro hat eine sehr schöne Altstadt, die einen Durchmesser von nur etwa 500 m und wird von einer komplett erhaltenen Stadtmauer (aus dem 13. Jh.) umschlossen, und historische Bauwerke vor allem aus dem 16. und 18. Jh. zu bieten.

Sé Catedral de Faro ragt im Zentrum der Altstadt auf. Interessant ist ihr Stilmix: Auf den Ruinen einer Moschee entstand der Bau ab 1251. Aus dieser Zeit stammt der gotisch-trutzige Glockenturm. Im barocken Innenraum können Sie die Azulejos der Rosenkranzkapelle und die barock-verschnörkelte Orgel bewundern. Sie stellt ein Meisterwerk ihrer Zeit dar.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören vor allem das Rathaus,  Arco do Repouso, die Sakralbauten wie der Bischofspalast Paço Episcopal sowie die Kirche do Carmo oder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Capela dos Ossos (Knochenkapelle).

Zu den besonderen weltlichen Bauwerken gehört auch der Stadtpalast Solar do Capitao-Mor als Barockgebäude. Ein barockes Gebäude mit der typischen regionalen Architektur ist das Casa das Acafatas in der Rua do Santo António, das früher einer wohlhabenden Familie gehörte. In der Nähe der Fußgängerzone im Zentrum liegt der Stadtpark Alameda Joao de Deus. Der Stadtpark von Faro hat eine einzigartige Atmosphäre und ist über hundert Jahre alt.

Estói ist eine typische Ortschaft des östlichen Algarvehinterlandes. Palácio de Estói entstand als Rokokoschlösschen Ende des 18. Jh.

Am westlichen Ortsrand erstreckt sich das Ruinenfeld Milreu-Estói - Fundamente einer römischen Villa. Reste von Thermalbadeanlagen entstanden im 2./3. Jh. n. Chr.

Atmosphärisch ist die Stadt Olhao wohl das bizarrste, was die Algarveküste zu bieten hat. Die Stadt hat einen ganz eigenen Alltag, der mit dem sonstigen touristisch geprägten Leben nichts gemeinsam hat.

Häufig wird bildhübsche Tavira als "Klein-Venedig" bezeichnet, die an den Ufern des Rio Gilao liegt – ca. 20 km von der spanischen Grenze entfernt. Mehrere  wunderschöne Kirchen, das Kastell, ein Übrigbleibe vom arabischen Stadttor und alte Brücken sind in der Stadt zu besichtigen.

Vila Real de Santo Antonio liegt ganz im Osten am Fluß Guardiana und somit an der spanischen Grenze. Die Stadt wurde erst 1774 an der Stelle gebaut, wo ein Fischerdorf durch eine Flutkatastrophe zerstört wurde. Kleines Dorf verfügte über eine Befestigungsanlage, von der noch im 19. Jh. einige Türme erhalten waren.

5 km nördlich von der Küste liegt Castro Marim – Burg am Meer. Name deutet darauf hin, dass die Siedlung ehemals direkt am Meer lag. Oberhalb des kleinen Zentrums erhebt sich die ausgedehnte Burganlage, wo 1319-1356 die Christusritter residierten. Igreja da Misericórdia bietet einen mächtigen Renaissanceportal sowie eine quadratische Wohnburg mit vier runden Ecktürmen. Am eindrucksvollsten aber ist der hervorragende Blick, der sich von den Burgmauern auf den Ort und das gegenüberliegende neuere Kastell – Castelo Novo (17. Jh.) sowie über den Guardiana hinweg nach Spanien bietet.

40 km nördlich von der Küste am Ufer des Guardiana liegt Alcoutim, der wegen seiner  strategisch wichtigen Lage schon sehr früh eine wichtige Funktion hatte. Die heutige Castelo geht auf einen arabischen Befestigungsbau aus dem 11. Jh. zurück. Heute wird hier eine Ausstellung mit archäologischen Funden gezeigt, außerdem sind alte Fundamente zu besichtigen. Im Laufe der Jahrhunderte machten immer wieder größere Überflutungen dem Ort zu schaffen. Eine Marke an der Außenwand der Kirche Igreja da Misericórdia zeigt den Pegelstand eines der höchsten Wasserstände im Jahr 1876.