Ahvenanmaa / Åland Sehenswürdigkeiten

Ahvenanmaa (Åland)  ist eine mit weitgehender Autonomie ausgestattete Region Finnlands. Sie besteht aus der gleichnamigen Inselgruppe (Archipel mit 6757 Inseln und Schären, davon in 60 Inseln bewohnt sind) am Eingang des Bottnischen Meerbusens zwischen Schweden und dem finnischen Festland. Die einzige Amtssprache der Region ist schwedisch, sie gehört zu Finnland, aber verwaltet ihre inneren Angelegenheiten weitgehend autonom. Bestimmte politische und wirtschaftliche Rechte stehen auch finnischen Staatsangehörigen nur begrenzt zu. Inselgruppe kann man sehr bequem mit einer Fahrradtour erkundigen. 

Von Helsinki, Turku, Stockholm oder Tallinn aus fahren die großen Fähren der Reedereien Viking Line und Tallink mit der Silja Line nach Hauptstadt Marienhamn.

Sehenswürdigkeiten in Ahvenanmaa:

In Marienhamn befindet sich der Schifffahrtsmuseum und das Segelschiff Pommern, eine Viermast-Stahlbarke, die weltweit der einzige Frachtsegler seiner Art, der im ursprünglichen Zustand erhalten ist. Im gemütlichen Seeviertel im Osthafen von Mariehamn leben die Traditionen des åländischen Schutenbaus weiter.

Typisch für Åland sind die zahlreichen kleinen Windmühlen, von denen noch rund 100 bis heute erhalten sind - ursprünglich verfügte jeder Bauernhof über eine eigene Windmühle.

 

 

 

 

 

 

 

Aus der mittelalter stammen Burg Kastelholm, einer von nur sieben Burgen im Gebiet des heutigen Finnlands sowie die 13 Feldsteinkirchen des Archipels.

Der mittelalterliche Kirchenbau setzte auf Åland früher ein als auf dem finnischen Festland. So ist die zwischen 1275 und 1285 errichtete Kirche von Jomala wahrscheinlich das älteste erhaltene Gebäude Finnlands.

 

 

 

Die bäuerliche Kultur der Inseln wird im Freilichtmuseum Jan Karlsgarden dargestellt, das uns vor Augen führt, wie ein typischer åländischer Bauernhof Ende des 19. Jh. aussah.

Auf dem Hof befindet sich auch Staatsgefängnis Vita Björn (aus dem Jahr 1784), die über 200 Jahren als Gefängnis funktionierte und heute ein Museum ist. 

Russland baute auf den Inseln die Befestigungsanlage Bomarsund.

Während des Krimkrieges landeten 1854 französische und englische Truppen auf Åland. Vor ihrem Abzug zerstörten die Franzosen die Festung. Die Geschehnisse führten zur Demilitarisierung Ålands und ermöglichte die heutigen Grundlagen für die Autonomie und Militärfreizone von Åland.

Eckerö Museum zeigt das frühere Leben in Åland, wenn sie noch von Jagen und Fischen lebten. In Eckerö befindet sich auch der mächtige Post- und Zollgebäude (im Bild) aus der russischen Herrschaftszeit. Der frühere Postweg (Vanha Postitie) kann man immer noch durch den Wegweiser folgen.

Frühere Dorfleben findet man immer noch in den acht bewohnten Inseln. In Kökar kann man die mittelalterlichen Franziskanerklosterruinen besichtigen.